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Haiti

Haiti

Das ärmste Land der westlichen Hemisphäre

Von den neun Millionen Haitianern leben 80 Prozent in extremer Armut. Schon vor dem Erdbeben im Jänner 2010 waren sowohl das Bildungssystem als auch die Gesundheitsversorgung sehr schlecht. Arbeitslosigkeit ist besonders für die Landbevölkerung und die Großfamilien in städtischen Randgebieten Ursache für Verarmung. Kinder leiden besonders an Unterernährung, Krankheiten und mangelnden Zukunftsperspektiven, um aus dem Armutskreislauf auszubrechen. Wir haben nach dem Erdbeben und dem Cholera-Ausbruch im Oktober 2010 Wiederaufbauhilfe und medizinische Unterstützung geleistet und mit zahlreichen Kinderzentren einen Anlaufpunkt und Schutzort für die Kinder geschaffen. 

Die Herausforderungen

Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Die Insel, die sich 1804 als erstes aus der Sklaverei befreite, hat seitdem mit instabilen Regierungen, extremer Armut und einer schlechten Infrastruktur zu kämpfen. Unterbeschäftigung findet man sowohl auf dem Land als auch in der Stadt, was teilweise zur völligen Verarmung der Betroffenen führt. Dazu kommen die typischen Armutserkrankungen wie Tuberkulose, Typhus und Durchfallerkrankungen, auch HIV/Aids ist ein häufig auftretender Krankheitsfall. Die schlechten Wohnbedingungen und mangelnde Trinkwasserversorgung sowie die fehlenden sanitären Einrichtungen verstärken die Gesundheitsrisiken.

Zwei Mädchen, eines von ihnen hält strahlend ein Heft hoch. (Quelle: Jürgen Schübelin)
Nur etwa jedes vierte Kind in Haiti
geht zur Grundschule.

Nach dem Erdbeben wurden viele Menschen obdachlos. Kinder stellen etwa 50 Prozent der haitianischen Bevölkerung, fast 35 Prozent sind zwischen 0 und 14 Jahre alt. Sie leiden besonders unter den prekären Verhältnissen und sind dadurch in ihrer Entwicklung oft zurückgeworfen. Nur jedes vierte Kind im Grundschulalter geht zur Schule (knapp 500.000); aufgrund der schwachen staatlichen Strukturen sind die meisten Schulen privat und damit zu teuer für die Mehrheit. Die Regierung hat das Thema Bildung zwar zu einem der Kernthemen deklariert, die Schulen sind jedoch nach wie vor häufig schlecht ausgestattet. Geschätzte 100.000 Kinder sind durch die Aids-Epidemie zu Waisen geworden. Dazu kommen die Kinder, die als Haushaltshilfe in fremden Familien ausgebeutet werden: Die so genannten „Restavèk“ (französisch: rester avec - mit jemandem bleiben) werden körperlich und oft auch sexuell missbraucht.

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