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Nach dem Erdbeben in Haiti Anfang 2010. (Quelle: Jacob Stundar)

60 Sekunden Ewigkeit

60 Sekunden reichen aus, um eine ganze Stadt in Schutt und Asche zu legen. Variola hat das am 12. Jänner 2010 miterleben müssen. Begreifen kann sie es bis heute nicht. Variola lebt in Léogâne, einer Stadt in der Nähe des Epizentrums, in der damals das Erdbeben 80 Prozent der Gebäude und Infrastruktur zerstört hat. Damals war sie 5 Jahre alt und die meisten ihrer Verwandten und Freunde wurden unter den Steinmassen begraben.

Das Land bebt noch immer

Wochenlang berichteten damals weltweit Zeitungen und Fernsehsender über die Katastrophe. Das Beben wurde zum medialen Ereignis. Doch wie die Druckerschwärze der Zeitungen, so verblassten auch nach und nach Wahrnehmung und Erinnerung. Dabei bestimmen diese 60 Sekunden und ihre zermürbenden Folgen noch Jahre später den Takt des karibischen Inselstaates: Cholera-Epidemie, extreme Armut, Perspektivlosigkeit – das Land bebt noch immer. Lautlos.

Grundstein Bildung

Lachendes Mädchen in Haiti. (Quelle: Dietmar Roller)
In Kinderzentren fanden viele Kinder Schutz, Unterstützung und Hoffnung.

Die Kindernothilfe leistete 2010 Soforthilfe, bot den Kindern Schutz in Kinderzentren, organisierte Notschulen, ist bis heute dort geblieben und hat auch nicht vor, wegzugehen. Den tausend zerstörten Steinen setzen wir den Grundstein Bildung entgegen! Nur mit einer guten Bildung und einem Schulabschluss kann der haitianischen Bevölkerung nachhaltig dazu verholfen werden, ihr Leben wieder aufzubauen und sich aus der Armut zu befreien. Viele Eltern können sich die hohen Schulgebühren nicht leisten. Die meisten der Lehrkräfte sind nur unzureichend ausgebildet und greifen oftmals auf veraltete Lehrmethoden zurück. Jedes Jahr erreichen viele Kinder daher die Klassenziele nicht und brechen die Schule vorzeitig ab. Fast 500.000 Mädchen und Jungen im Grundschulalter gehen erst gar nicht in die Schule! Das wollen wir ändern!

Ein starkes Fundament gegen Armut

Gemeinsam mit Partnerorganisationen in den Städten Port-au-Prince, Carrefour und Léogâne setzt sich die Kindernothilfe dafür ein, dass Kinder dort zur Schule gehen können. Langfristiges Ziel ist es, Schulkonzepte mit innovativen Lehrmethoden zu entwickeln, die auch lernschwache und Kinder mit Behinderung einbeziehen und die von geschulten Pädagogen gefördert werden. Dabei setzen wir Stein auf Stein die vielen Aspekte einer nachhaltigen und umfassenden Bildung zusammen, bis ein individuelles Fundament für jeden Schüler und jede Schülerin aufgebaut ist, das so schnell nicht zusammenfällt.

Hierzu gehören:

  • Landwirtschaftliche Entwicklung,
  • Ökologie,
  • Infrastruktur,
  • Sport und Gesundheit,
  • soziale Fürsorge,
  • Kinderrechte und Frauenförderung.

So lernen die Kinder, ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und sich selbst und ihr Umfeld langfristig aus der Armut zu befreien. Die Programme werden durch außerschulische Angebote ergänzt. Kleine Ausflüge etwa ermöglichen den Kindern für eine kurze Zeit aus der Stadt zu kommen. Bedingt durch das Erdbeben findet der Unterricht teilweise noch in provisorischen Klassenräumen statt, der Bau von Schulgebäuden ist jedoch in vollem Gange.

Seit einigen Monaten nimmt auch Variola an dem Schulprogramm der Kindernothilfe in Léogâne teil und geht jetzt in die Sekundarstufe. Früher besuchte sie nur unregelmäßig die Schule, bis ihre Eltern das Schulgeld nicht mehr bezahlen konnten und sie gar nicht mehr zum Unterricht ging. Jetzt aber freut sie sich jeden Morgen auf die Schule und ist mittlerweile eine sehr gute Schülerin geworden. Besonders Lesen und Schreiben bereiten Variola große Freude. Gestern beim Diktat hat sie einen langen Satz ohne einen einzigen Fehler geschrieben. Und das in weniger als 60 Sekunden.

Bitte unterstützen Sie unsere Katastrophenhilfe mit einer Spende oder als Notfallpate! Herzlichen Dank.

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    • Notfallpaten-Urkunde

    • Jährlich informieren wir Sie, für welche Maßnahmen wir Ihr Geld verwendet haben. So können Sie sicher sein: Ihre Hilfe kommt an!

    • Dreimal im Jahr senden wir Ihnen kostenlos das Kindernothilfe-Magazin zu.

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reichen, um Unterrichtsmaterialen für ein Kind zu stellen.

genügen, damit acht Kinder an einem Schulgarten-Projekt teilnehmen können.

ermöglichen Schulmahlzeiten für ein Kind für ein ganzes Jahr.

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