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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

6. September 2020

23,8 Millionen Kinder ohne Schule

Schulschließungen haben schwerwiegende Auswirkungen. Das geht aus dem Bericht der Vereinten Nationen zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die Bildung hervor, dem zufolge 1,6 Milliarden Lernende in mehr als 190 Ländern von Schulschließungen infolge der Pandemie betroffen waren und in Ländern mit niedrigem Human Development sogar mehr als 85 Prozent im zweiten Quartal 2020 die Schule verlassen haben.

Nach Angaben der Vereinten Nationen könnten allein aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 im nächsten Jahr rund 23,8 Millionen zusätzliche Kinder und Jugendliche (von der Vorschule bis zum Tertiärbereich) die Schule abbrechen der keinen Zugang zur Schule haben. (Foto: Umer Asif / IPS)
Bildung ist ein zentrales Kinderrecht und für viele der einzige Weg aus der Armuts-Kinderarbeitsspirale. (Foto: Umer Asif / IPS)

Die Pandemie hat zu der größten Bildungsstörung aller Zeiten geführt.

António Guterres, Generalsekretär der Vereinigten Staaten

Dem Bericht zufolge könnten „allein aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie 23,8 Millionen zusätzliche Kinder und Jugendliche (von der Vorschule bis zum Tertiärbereich) im nächsten Jahr die Schule abbrechen oder keinen Zugang zur Schule haben“.

Die Pandemie verschärft bereits bestehende Probleme auf diesem Gebiet und behindert das Lernen für Menschen in armen oder ländlichen Gebieten, Mädchen, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen und Vertriebene.

"In den fragilsten Bildungssystemen wird sich diese Unterbrechung des Schuljahres überproportional negativ auf die am stärksten gefährdeten Schüler auswirken, für die die Bedingungen für die Gewährleistung der Kontinuität des Lernens zu Hause begrenzt sind", heißt es in der kurzen Stellungnahme.

Es wird darauf hingewiesen, dass unter anderem die Sahelzone besonders von einigen der Auswirkungen betroffen ist. Vor allem da die flächendeckende Sperrung der Bildungseinrichtungen zu einem Zeitpunkt erfolgte, als bereits viele Schulen in der Region aufgrund einer Reihe anderer Probleme wie Sicherheitmängel, Streiks und Klimaproblemen geschlossen worden waren. Dem Bericht zufolge lebten bereits vor der Pandemie 47 Prozent der weltweit 258 Millionen außerschulischen Kinder (30 Prozent aufgrund von Konflikten und Notfällen) in Afrika südlich der Sahara. Die Verordnung häuslicher Isolation wurde für viele Eltern zu einer nahezu unbewältigbaren Herausforderung und „verkomplizierte ihre wirtschaftliche Situation nur noch mehr. Nun mussten sie Lösungen finden, die Versorgung und Betreuung zu gewährleisten oder den Verlust von Schulmahlzeiten auszugleichen“.