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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

1. September 2020

Wenn der Hunger größer als die Angst vor Corona ist

Rauchschwaden ziehen über endlose Müllberge, der Gestank ist unerträglich. Kinder staksen in Flipflops über die Abfälle eine der größten Müllhalden Delhis – mit großen Säcken, in die sie Metall, Glas und Lumpen stopfen. Ihre Augen tränen vom Rauch, an Füßen und Händen zeugen Narben von den Verletzungen, die sie sich an Glasscherben oder scharfen Metallkanten zugezogen haben. Eine menschenunwürdige Art, Geld zu verdienen. Aber für viele Familien in Bhalswa, einen Slum der Hauptstadt Delhi, macht sie den Unterschied zwischen Überleben und Verhungern aus. Dann kam Corona – und der von der indischen Regierung verhängte weltweit größte Lockdown für 1,3 Milliarden Menschen. Familien, die ohnehin schon von der Hand in den Mund lebten, blieben mit leeren Händen zurück.

Für 1kg gebündeltes Altpapier von der Bhalswa Mülldeponie gibt es auch in Corona-Zeiten 6 Rupies (Foto: Josephine Vossen)
Für 1kg gebündeltes Altpapier von der Bhalswa Mülldeponie gibt es auch in Corona-Zeiten 6 Rupies (Foto: Josephine Vossen)

Bisher 2,8 Millionen Corona-Infizierte, 2,0 Millionen Genesene, 53.000 Todesfälle: So lautete Indiens Statistik Mitte August. Indien steht damit weltweit an 3. Stelle in der Reihe der Länder, die am schlimmsten von COVID-19 betroffen sind. Dabei hatte die indische Regierung bereits am 25. März die Notbremse gezogen und das öffentliche Leben zum Stillstand gebracht. Die Menschen durften nur für Lebensmittel, Medikamente und bei Notfällen vor die Tür, trotzdem stieg die Zahl der Ansteckungen stetig. Zehntausende Wanderarbeiter versuchten, aus den Städten in ihre Heimatdörfer zu gelangen, und sorgten für eine Verbreitung des Virus bis in die hintersten Winkel des Landes. Mehr als 140 Millionen Menschen verloren bisher ihren Arbeitsplatz, unzählige kämpfen ums Überleben. Rund 90 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten im informellen Sektor – wie die Familien auf der Müllhalde von Bhalswa: Das heißt, sie haben keinen Arbeitsvertrag, keinerlei Absicherung.

Pater Santosh und seine Mitarbeiterin verteilen – unterstützt von der Polizei – Lebensmittelpakete. (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Pater Santosh und seine Mitarbeiterin verteilen – unterstützt von der Polizei – Lebensmittelpakete. (Foto: Kindernothilfe-Partner)

Wird der Ansturm zu groß, hilft die Polizei bei der Verteilung

„Tagelöhner, Müllsammler, Hausangestellte, Rikscha-Fahrer, Bauarbeiter, Migranten, Straßenverkäuferinnen und viele andere, deren Lebensunterhalt von einfachen Tätigkeiten abhängt, sind besonders von dem Lockdown betroffen“, weiß Pater Santosh, Direktor des Kindernothilfe-Partners Deepti Foundation in Bhalswa. „Die meisten Familien hier gehören dazu. Sie haben keine Ersparnisse. Was sie verdienen, geben sie für den täglichen Bedarf aus. Im Dairy-Slum neben der Müllhalde unterstützten wir rund 1.900 Familien mit Lebensmittelpaketen. Eine fünfköpfige Familie zum Beispiel erhält für rund zehn Tage Reis, Weizenmehl, Hülsenfrüchte, Öl, Zucker und Salz. Im April haben wir außerdem 5.000 Masken verteilt.“

Er und seine Mitarbeitenden sind zu einer Verteilstelle gefahren, das Auto vollgepackt bis unters Dach mit Lebensmitteln. Die Nachricht über ihre Ankunft verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Pater Santosh und seine Leute sind der einzige Lichtblick für die Einwohner von Bhalswa-Dairy. Es sind hauptsächlich Frauen gekommen, die sich die schweren Säcke mit Reis und Mehl auf den Kopf hieven lassen. Glücklich ziehen sie mit ihrer Last von dannen. Das Gedränge wird größer. „Der Mindestabstand bei der Verteilung ist eine große Herausforderung, da die Menschen sich zu Hunderten versammeln“, sagt Pater Santosh. Wird der Ansturm zu groß, hilft die Polizei bei der Verteilung. Und wann immer Polizisten mitbekommen, dass jemand hungert, informieren sie Pater Santosh. Deepti hat für die Versorgung der Armen extra eine Ausgangsgenehmigung bekommen.

Die Kindernothilfe-Partner versorgen hungernde Menschen in den Armenvierteln mit dem Nötigsten (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Die Kindernothilfe-Partner versorgen hungernde Menschen in den Armenvierteln mit dem Nötigsten (Foto: Kindernothilfe-Partner)

„Es ist schlimmer gekommen, als wir gedacht haben“

Arbeitslosigkeit und Hunger treffen nicht mehr nur die Ärmsten, sondern selbst die städtische Mittelschicht. „Wir verteilten gerade Lebensmittelpakete, da kam ein Mann auf einem Motorrad angefahren und bat um eines davon“, erinnert sich Pater Santosh. „Ich fragte ihn, wieso er kein Geld für Lebensmittel hätte, wenn es doch zum Tanken reichte. Der Mann brach in Tränen aus und sagte: „Vater, ich bin mit den letzten Tropfen Benzin im Tank hierhergefahren. Ich bin in einer schrecklichen Lage! Mein sozialer Status erlaubt es mir nicht, zu betteln oder um Hilfe zu bitten.‘ Natürlich habe ich dem armen Kerl ein Paket gegeben.“

Fünfmal wurde der Lockdown bereits verlängert – bisher mit wenig Erfolg. Wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Lage vieler Familien hat die Regierung schon Mitte Mai die ersten Lockerungen außerhalb der Hochrisikogebiete beschlossen, um Tausende von Hungertoten zu vermeiden. Auch wenn dies auf Kosten der Gesundheit geht und die Zahlen der Infizierten jetzt noch stärker steigen. Hotels, Restaurants, Einkaufszentren, Friseure, Fitnessstudios sind wieder geöffnet. „Wir haben damit gerechnet, dass die Zahlen hochgehen“, gab Delhis Regierungschef Arvind Kejriwal Ende Juni zu, „aber es ist viel schlimmer gekommen, als wir dachten.“ Einige Regionen, darunter die Millionenstädte Mumbai und Chennai, wollen die Lockerungen mittlerweile wieder zurückfahren.

Die Kindernothilfe-Partner verteilten in den vergangenen Monaten Tausende von Masken (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Die Kindernothilfe-Partner verteilten in den vergangenen Monaten Tausende von Masken (Foto: Kindernothilfe-Partner)

Prashant macht sich Sorgen, weil seine Mutter das geliehene Geld nicht zurückzahlen kann

Der 13-jährige Prashant aus Cuddalore in Südindien bekommt mittags nichts mehr zu essen, seit die Schulen geschlossen sind. Seine alleinerziehende Mutter hat ihre Arbeit auf den Feldern verloren und findet keinen neuen Job. Sie hat sich einen Kredit vom Geldverleiher geben lassen, um Lebensmittel für die Familie zu kaufen. „Ich bin sehr traurig, wenn ich sehe, wie sie sich Sorgen macht, weil der Mann sein Geld zurückfordert, sie aber nicht zahlen kann“, klagt Prashant. „Ich wünschte, die Schule wäre wieder auf, damit mein Bruder und ich dort essen könnten. Wir würden so viel essen, dass wir auch abends nicht mehr brauchten. Ich möchte nicht, dass unsere Mutter sich Geld leihen muss, um Essen für uns zu kaufen.“

Jehangirpuri, der Nachbarstadtteil von Bhalswa-Dairy, zählt zu den schlimmsten Corona-Hotspots in der Hauptstadt. Trotzdem ist auf der Müllhalde wieder der Alltag eingekehrt. Die Kühe, die die Hügel mit stinkendem Unrat lange Zeit für sich allein hatten, müssen sie sich wieder mit den Müllsammlern teilen. Die meisten hätten ihre Arbeit wieder aufgenommen, sagt Pater Santosh. Die Verzweiflung, die Familien nicht ernähren zu können, sei größer als die Angst vor einer Ansteckung.

Für 1kg gebündeltes Altpapier von der Bhalswa Mülldeponie gibt es auch in Corona-Zeiten 6 Rupies (Foto: Josephine Vossen)
Für 1kg gebündeltes Altpapier von der Bhalswa Mülldeponie gibt es auch in Corona-Zeiten 6 Rupies (Foto: Josephine Vossen)

Das Virus bedroht Kinder, die ohnehin schon durch Armut, Krankheit und Hunger geschwächt sind

„Die Regierung muss daher sicherstellen, dass die Armen nicht im Stich gelassen werden“, fordert Mayrui Datta, Kindernothilfe Indien. „Dieses Virus bedroht Kinder, die ohnehin schon durch Armut, Krankheit und Hunger geschwächt sind. Die Vereinten Nationen schätzen, dass innerhalb von sechs Monaten weltweit bis zu 10.000 Kinder pro Tag sterben könnten – Indien gehöre dabei zu den zehn am meisten betroffenen Ländern.“

Für die Menschen in den Slums bedeutet bereits eine verlängerte Abriegelung ein Gesundheitsrisiko: Sie leben auf engstem Raum zusammen, und viele haben noch nicht einmal rund um die Uhr Wasser. (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Für die Menschen in den Slums bedeutet bereits eine verlängerte Abriegelung ein Gesundheitsrisiko: Sie leben auf engstem Raum zusammen, und viele haben noch nicht einmal rund um die Uhr Wasser. (Foto: Kindernothilfe-Partner)

Wie können wir von einem Kind erwarten, dass es sich die Hände wäscht, wenn es nicht einmal genug Wasser zu trinken hat?

Mayuri Datta, Kindernothilfe Indien

Die Kindernothilfe-Partner sind seit Wochen in vielen Regionen des Landes unermüdlich im Einsatz: Per Radio und Lautsprecherdurchsagen klären sie über Hygienemaßnahmen auf. Sie verteilen Seife, Masken, Lebensmittel und Infomaterial. Familien, die auf der Straße leben, bekommen Essenspakete. Bei Kindern, die eine Physio- oder Sprachtherapie brauchen, bekommen die Eltern, wo möglich, telefonische Anleitungen von Therapeuten.

Der Höhepunkt der Pandemie in Indien ist noch nicht erreicht. Es bleibt viel zu tun. Die Menschen in den Projekten sind dankbar, dass die Kindernothilfe-Partner an ihrer Seite sind.

Mayuri Datta, Kindernothilfe Indien

Rauchschwaden ziehen über endlose Müllberge, der Gestank ist unerträglich. Kinder staksen in Flipflops über die Abfälle eine der größten Müllhalden Delhis – mit großen Säcken, in die sie Metall, Glas und Lumpen stopfen. Ihre Augen tränen vom Rauch, an Füßen und Händen zeugen Narben v[...]

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24. August 2020

Und wo bleibt die Geschlechtergleichstellung?

2020 jährt sich die Erklärung und Aktionsplattform von Peking zum 25. Mal. Es sollte ein bahnbrechendes Jahr für die Gleichstellung der Geschlechter werden, aber die Coronavirus-Pandemie hat stattdessen die Ungleichheiten für Mädchen und Frauen in allen Bereichen vergrößert von Bildung und Gesundheit bis hin zu Beschäftigung und Sicherheit. Es hat die unbezahlte Arbeitsbelastung von Frauen erhöht und das Risiko häuslicher Gewalt erhöht.

Die 16-jährige Suhana Khan aus Kesharpur im westindischen Rajasthan hatte gerade ihre Prüfungen der 10. Klasse im März abgeschlossen, als Indien eine landesweite COVID-19-Sperre verhängt hatte. Seitdem verbringt sie ihre Vormittage und Abende mit Hausarbeiten, vom Kochen und Putzen bis zum Holen von Trinkwasser aus dem Rohrbrunnen.

Mir fehlt die Schule sehr. Fast das halbe Jahr ist vergangen und wir haben keine Bücher und keine Lehrer. Wir wissen nicht, ob und wann wir unser Studium wieder aufnehmen können.

Suhana Khan (16)

Die Enttäuschung in ihrer Stimme ist spürbar. Während die Lehrer der örtlichen Regierungsschule Online-Kurse durchführen sollen, haben die meisten der 350 Haushalte im Dorf nur ein Mobiltelefon mit Internetverbindung, das die männliche Familienmitglieder zur Arbeit mitnehmen. Schulschließungen gefährden junge Mädchen mit vorzeitiger Heirat, ungewollten Schwangerschaften und weiblicher Genitalverstümmelung (FGM). Eine kürzlich durchgeführte Analyse hat ergeben, dass die Unterbrechungen der Präventionsprogramme bei einer sechsmonatigen Sperrung zu zusätzlichen 13 Millionen Kinderehen, sieben Millionen ungewollten Schwangerschaften und zwei Millionen Fällen von FGM bis 2030 führen können.

Seit den Schulschließungen in Indien unterrichtet die 16jährige Suhana freiwillig jeden Tag 11 jüngere Kinder bei sich zuhause. (Foto: Bodh Shiksha Samiti)
Seit den Schulschließungen in Indien unterrichtet die 16jährige Suhana freiwillig jeden Tag 11 jüngere Kinder bei sich zuhause. (Foto: Bodh Shiksha Samiti)

„Ich wünschte, es gäbe jemanden, der mich auch unterrichtet. Ich möchte unbedingt meine Ausbildung fortsetzen und Polizistin werden, damit ich mich und andere Mädchen und Frauen schützen kann. Nach Sonnenuntergang können wir unsere Häuser nicht mehr verlassen. Jeden Tag hören wir von Mädchen, die missbraucht werden “, sagte sie.

Brennpunkt Familie

Mit der Spirale der COVID-19-Fälle werden die Sperren erweitert, wodurch Frauen, die mit missbräuchlichen, kontrollierenden und gewalttätigen Partnern leben, weiter isoliert werden. Organisationen der Zivilgesellschaft berichten von einer Eskalation der Hilferufe für Helplines und Notunterkünfte für häusliche Gewalt auf der ganzen Welt. Für jeden Hilferuf gibt es jedoch mehrere andere, die keine Unterstützung suchen können.

Frauen, die von zu Hause aus arbeiten, sind mit Hausarbeit, Hausunterricht und Betreuung ihrer Kinder überlastet. Zudem hat die häusliche Gewalt in der Isolatoion zugenommen. Kürzlich wurde meine enge Freundin angegriffen, aber sie hat den Vorfall nicht gemeldet, weil sie ein Kind hat und es sich nicht leisten kann, alleinerziehende Mutter zu sein.

Gabriela Cercós (24) aus Barueri im brasilianischen Bundesstaat São Paulo

Weltweit waren 243 Millionen Mädchen und Frauen (im Alter von 15 bis 49 Jahren) in den letzten 12 Monaten sexueller und / oder körperlicher Gewalt ausgesetzt, die von einem intimen Partner ausgeübt wurde. In fast 50 Ländern gibt es jedoch keine Gesetze, die Frauen speziell vor solcher Gewalt schützen. Die weltweiten Kosten für öffentliche, private und soziale Gewalt gegen Frauen und Mädchen werden auf ungefähr zwei Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) oder 1,5 Billionen US-Dollar geschätzt. Laut United Nations Women werden diese Zahlen noch steigen, da die Sorgen um Sicherheit, Gesundheit und Geld zunehmen und der Stress durch beengte und beengte Lebensbedingungen verstärkt wird.

Medizinische Bedürfnisse von Mädchen und Frauen

Die wesentlichen Bedürfnisse von Mädchen und Frauen in Bezug auf die Gesundheitsversorgung von Müttern und die Familienplanung wurden auch durch die Umverteilung von Ressourcen zur Eindämmung der Pandemie beeinträchtigt.

Die Auswirkungen von COVID-19 in ganz Afrika auf Frauen, Mädchen und insbesondere Jugendliche waren immens. Die Pandemie schloss mehr als 1.400 Service Delivery Points in den IPPF-Mitgliedsländern, darunter fast 450 mobile Kliniken, die für die ländliche Bevölkerung von entscheidender Bedeutung sind, und in humanitären Einrichtungen, die so oft arm und unterversorgt sind.

Marie-Evelyne Pétrus-Barry, Regionaldirektorin der International Planned Parenthood Federation (IPPF) in Afrika

Laut IPPF ging die Zahl der Untersuchungen von jungen Mädchen in Benin zwischen März und Mai um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. In Uganda betrug der Rückgang 47 Prozent. Das sind verheerende Zahlen, die sich sehtr negative auf die Entwicklung, den Lebensunterhalt und die Menschenrechte afrikanischer Frauen, Mädchen und Jugendlicher auswirken werden.

Die Armutsspirale

Die Pandemie hat die wirtschaftlichen Probleme von Frauen und Mädchen verschärft, die im Allgemeinen weniger verdienen, in unsicheren informellen Jobs arbeiten und wenig Ersparnisse haben.

Am Eingang zu Jennifer Malonados Haus in San Salvador hängt eine weiße Flagge als Zeichen dafür, dass ihnen während der Quarantäne die Lebensmittel ausgegangen waren. (Foto: Edgardo Ayala / IPS)
Am Eingang zu Jennifer Malonados Haus in San Salvador hängt eine weiße Flagge als Zeichen dafür, dass ihnen während der Quarantäne die Lebensmittel ausgegangen waren. (Foto: Edgardo Ayala / IPS)

Frauen sind die primären Betreuungspersonen, die sich um die eigene Familie kümmern, und fungieren gleichzeitig als Front-Responder im Gesundheits- und Dienstleistungssektor. Weltweit machen Frauen 70 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen aus – Krankenschwestern, Hebammen und Gemeindegesundheitspersonal. Sie umfassen auch die Mehrheit der Wartungssmitarbeiter in den Gesundheitseinrichtungen wie Reinigung, Wäsche und Catering. Zudem arbeiten viele Frauen im Markt- oder Straßenverkauf, der jetzt eingeschränkt wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Fast 510 Millionen oder 40 Prozent aller erwerbstätigen Frauen weltweit arbeiten in den vier Wirtschaftssektoren – Unterkunft, Ernährung, Verkauf und Produktion -, die am schlimmsten von der Pandemie betroffen sind.

Cercós, die vor der Pandemie in einer der internationalen Hotelketten im Gastgewerbe tätig war und ein monatliches Einkommen von 2200 BRL (412 USD) erzielte, ist jetzt arbeitslos versichert. Sie hat gerade die erste von vier Raten von jeweils 1700 BRL (319 US-Dollar) erhalten.

Es ist sehr schwierig, jetzt einen Job zu finden. Ich hatte Angstzustände. Ich habe Angst, das Haus zu verlassen, und ich versuche, nicht in Depressionen zu versinken. Einige Tage sind schwieriger als andere und die Nachrichten helfen nicht weiter.

Cercós, Brasilien

In diesem Jahr könnten rund 49 Millionen zusätzliche Menschen aufgrund der COVID-19-Krise in extreme Armut geraten. Im Juni warnte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, dass die Zahl der Menschen unter akuter Lebensmittel- oder Ernährungsunsicherheit rasch zunehmen wird. Er forderte die Regierungen auf, die Gleichstellung der Geschlechter in den Mittelpunkt ihrer Wiederherstellungsbemühungen zu stellen. Gerda Verburg, stellvertretende Generalsekretärin der Vereinigten Staaten, machte zudem deutlich, dass die Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5), gute Ernährung und Null Hunger (SDG 2) eng miteinander verbunden sind.

Wo bleiben die SDGs?

Obwohl die Fortschritte auf diesen Gebieten sowie im Bereich erforderlicher Klimaschutzmaßnahmen bereits vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie ins Stocken geraten waren, besteht kein Zweifel daran, dass sich die Situation für Mädchen und Frauen durch die Pandemie noch verschärfen wird. Selbst wenn die Auswirkungen des Coronavirus auf Ernährung und Ernährungssicherheit von Frauen und Mädchen noch nicht absehbar sind, wird der Verlust von Lebensgrundlagen und Störungen des Nahrungsmittelsystems – die Frauen und ihre Zukunftsperspektiven überproportional betreffen – die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und einer gleichberechtigten Welt, die frei von Hunger und Unterernährung in all ihren Formen ist, in weitere Ferne rücken.

Bereits vor COVID-19 wussten wir, dass jedes Land der Welt die Fortschritte beschleunigen muss, um die Gleichstellung der Geschlechter bis 2030 zu erreichen. Außerdem wissen wir, dass wir eine „Gender-Brille“ aufsetzen und auf die besonderen Bedürfnisse von Mädchen und Frauen eingehen müssen, um uns von COVID-19 erholen sowie die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) erreichen zu können. Ohne diese Gender-Brille werden wir es nicht schaffen.

Susan Papp, Geschäftsführerin von Women Deliver für Policy and Advocacy

2020 jährt sich die Erklärung und Aktionsplattform von Peking zum 25. Mal. Es sollte ein bahnbrechendes Jahr für die Gleichstellung der Geschlechter werden, aber die Coronavirus-Pandemie hat stattdessen die Ungleichheiten für Mädchen und Frauen in allen Bereichen vergrößert - von Bildung und [...]

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18. August 2020

Globale Ernährungssicherheit: Jetzt „nur“ eine Warnung, später möglicherweise zu spät

Die Ziele der internationalen Gemeinschaft, Armut und Hunger zu beenden und bis 2030 eine ausgewogenere, nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen, sind derzeit in Gefahr. Wenn keine wirksamen und schnellen globalen Maßnahmen ergriffen werden, werden die Ziele nicht erreicht und die Konsequenzen in nur 10 Jahren können für uns alle sehr negativ sein. Das bestätigen jüngste Weltberichte.

Die Kinder bekommen in der Kindernothilfe-Kindertagesstätte im südindischen Tranquebar täglich eine warme Mahlzeit. (Foto: Kindernothilfe)
Die Kinder bekommen in der Kindernothilfe-Kindertagesstätte im südindischen Tranquebar täglich eine warme Mahlzeit. (Foto: Kindernothilfe)

Zu den essentiellen Zielen zur Schaffung einer „besseren“ Welt gehören die Beseitigung von Armut und Hunger, die Gewährleistung eines gesunden und nachhaltigen Lebens, die Gleichstellung der Geschlechter, die Verfügbarkeit von Wasser für alle, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und der Schutz der Ozeane und Wälder.

Ernährungssicherheit war das Ziel

Als 2015 Staats- und Regierungschefs sowie andere hochrangige Vertreter aus 190 Ländern auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, das Profil unserer Welt zu ändern, war die internationale Gemeinschaft zuversichtlich, das zu erreichen. Die internationale Gemeinschaft war so zuversichtlich, weil bereits im Jahr 2000, als 189 Länder sich daran machten, die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) zu erreichen, erhebliche Fortschritte erzielt wurden. Diese acht Ziele beinhalteten die Verringerung von Armut und Hunger, die Verbesserung der Bildungsbedingungen, die Reduzierung von Kindersterblichkeit und anderen Krankheiten, größere Gleichstellung der Geschlechter und bessere ökologische Nachhaltigkeit.

Im Jahr 2015 ging es darum, die Ziele zu erweitern und die negativsten Aspekte, die die Menschheit betreffen, vollständig zu beseitigen. Aber nur fünf Jahre später, im Jahr 2020, hat der State of Food Security and Nutrition in the World (SOFI), ein Jahresbericht, der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und anderen Organisationen der Vereinten Nationen (UN) erstellt wurde, gezeigt, dass es zweifelhaft ist, ob die Ziele, die die internationale Gemeinschaft im gegenseitigen Einvernehmen zur Lösung der vor uns liegenden Hauptprobleme festgelegt hat, erreicht werden, wenn sich der negative Trend, den wir leben, verfestigt.

Im Kindernothilfeprojekt in Nairobi setzt man auf ausgewogene Ernährung und altergerechte Förderung, um den Kindern den Start in eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. (Foto: Fabian Strauch / Funke)
Im Kindernothilfeprojekt in Nairobi setzt man auf ausgewogene Ernährung und altergerechte Förderung, um den Kindern den Start in eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. (Foto: Fabian Strauch / Funke)

In dem Bericht wurde festgestellt, dass 690 Millionen Menschen immer noch unter Hunger leiden, 10 Millionen mehr als vor einem Jahr und 60 Millionen mehr, wenn wir die letzten fünf Jahre mit einbeziehen. Obwohl Asien am stärksten betroffen ist, ist der Hunger auf allen Kontinenten ein Problem: In Afrika nimmt er sehr schnell zu, und auch in Lateinamerika und der Karibik sind die Zahlen weiterhin hoch.

Mangelernährung nimmt dramatisch zu

Seit 2015 begann sich der positive Trend zur Reduzierung des Hungers umzukehren und Unterernährung und Fehlnährung haben zugenommen. Laut dem SOFI-Bericht leiden 381 Millionen Menschen in Asien an Unterernährung sowie 250 Millionen in Afrika und 48 Millionen in Lateinamerika und der Karibik. Wenn wir dagegen den prozentualen Anteil an der Bevölkerung analysieren, ist Afrika mit 19,1 Prozent der unterernährten Bevölkerung die am stärksten betroffene Region, gefolgt von Asien mit 8,3 Prozent und Lateinamerika mit 7,4 Prozent.*

In diesem Zusammenhang wurden in einem kürzlich veröffentlichten Bericht der FAO und des World Food Programme (WFP) 27 Länder ermittelt, die unmittelbar von der durch COVID -19 verursachten Lebensmittelkrise betroffen sein werden. Keine Region wird davon ausgenommen sein, von Afghanistan bis Bangladesch, von Haiti bis zu zentralamerikanischen Ländern, vom Irak bis zum Libanon und Syrien, von Burkina Faso bis Liberia, Niger, Mosambik, Mali, Simbabwe und anderen wird ein akuter Hunger erreicht. Viele dieser Länder waren bereits vor COVID-19 aufgrund bereits bestehender Faktoren und Spannungen wie Wirtschaftskrisen, Instabilität und Unsicherheit, extremen Wetterereignissen, Pflanzenschädlingen und Tierkrankheiten von einer Hungersnot betroffen.

COVID-19 verschärft die Lage

Die COVID-19-Krise verschärfte jedoch alle diese Situationen mit dem Rückgang von Arbeitsplätzen und Löhnen, Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit vorbeugenden Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, dem Rückgang der Staatseinnahmen mit direkten Auswirkungen auf die soziale Sicherheit und den Schutz sowie der Entstehung politischer Instabilität mit der Zunahme verschiedener Arten von Konflikten, die auf natürliche Ressourcen wie Wasser und Weideland zurückzuführen sind, und Migrationsphänomene, die sich auf die landwirtschaftliche Produktion und die Märkte auswirken.

Familien, die sich nicht selbst versorgen können, bekommen Hygieneprodukte und Nahrungsmittel. (Foto: Kindernothilfe)
Familien, die sich nicht selbst versorgen können, bekommen Hygieneprodukte und Nahrungsmittel. (Foto: Kindernothilfe)

Unterernährung muss dauerhaft in die Analyse der Hungersituation einbezogen werden, da sich ihre Folgen (einschließlich Unterernährung, Mangel an Mikronährstoffen, Übergewicht und Fettleibigkeit) weiter verschlechtern, zumal für einen erheblichen Teil der Bevölkerung nahrhafte Lebensmittel zu kostspielig und unzugänglich sind. Man bedenke, dass nährstoffreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, Obst, Gemüse und Eiweiß die teuersten Lebensmittel sind. Sie kosten etwa das Fünffache, als wenn man den Magen mit nährstoffarmen und ungesunden Lebensmitteln füllt.

Auswege

Obwohl jedes Land seinen eigenen Weg hat, um diese schwierige Situation zu lösen, fasst SOFI viele der Überlegungen der letzten Jahre zusammen, um Lösungen für diese Probleme mit Hilfe von Maßnahmen zu finden, die in der gesamten Lebensmittelversorgungskette sowie in Handelspolitik, öffentlichen Ausgaben und Investitionen umgesetzt werden können. Einige der Maßnahmen, um dies zu erreichen, umfassen die Senkung der Kosten für die Herstellung, Lagerung, den Transport, den Vertrieb und die Vermarktung von Lebensmitteln sowie die Verringerung von Ineffizienz, Lebensmittelverlust und -verschwendung und die Unterstützung kleiner lokaler Produzenten bei der Herstellung und dem Verkauf nahrhafterer Lebensmittel durch den Zugang zu neuen Märkten, die Förderung von Verhaltensänderungen durch Bildung und Kommunikation, Integration der Ernährung in das Sozialschutzsystem und Umsetzung von Investitionsstrategien auf nationaler Ebene.

Eine Gruppe von Frauen aus Zentralafrika erhält Schulungen zur Diversifizierung und Verbesserung der Produktion, um die Ernährungssicherheit ihrer Gemeinden zu verbessern. (Foto: FAO / IPS)
Eine Gruppe von Frauen aus Zentralafrika erhält Schulungen zur Diversifizierung und Verbesserung der Produktion, um die Ernährungssicherheit ihrer Gemeinden zu verbessern. (Foto: FAO / IPS)

Wie der Generaldirektor der FAO, Qu Dongyu, betonte, kann diese ganze Situation nicht als „Bedrohung angesehen werden, die in Zukunft auftreten kann. Wir müssen jetzt mehr tun, um sowohl die Nahrungsmittelsysteme als auch unsere am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu schützen. “

Die Aussichten sind klar, ebenso wie die gemeinsamen Lösungen. Es geht darum zu handeln, um zu vermeiden, in nur 10 Jahren Zeugen eines gefährlichen Versagens der Agenda 2030 zu sein, die von der internationalen Gemeinschaft festgelegt wurde, um der Demütigung von Hunger und Armut, der Millionen von Menschen ausgesetzt sind, ein Ende zu setzen.

* Diese Analyse wurde vor der COVID-19-Pandemie durchgeführt, und obwohl es noch früh ist, endgültige Daten über die Auswirkungen dieser neuen dramatischen Realität zu erhalten, schätzen Experten, dass im Jahr 2020 weitere 83 Millionen Menschen – und möglicherweise bis zu 132 Millionen Menschen – an Hunger leiden könnten infolge der anhaltenden wirtschaftlichen Rezession.

Die Ziele der internationalen Gemeinschaft, Armut und Hunger zu beenden und bis 2030 eine ausgewogenere, nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen, sind derzeit in Gefahr. Wenn keine wirksamen und schnellen globalen Maßnahmen ergriffen werden, werden die Ziele nicht erreicht und die Konsequenze[...]

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11. August 2020

Mein Leben seit Covid-19

Wie für viele andere hat sich auch für Nong Bae aus dem thailändischen Chiang Mai der Alltag seit Ausbruch der Corona-Pandemie schlagartig verändert. Im Gespräch erzählt die 17-Jährige, welche Auswirkungen das Virus auf ihr Leben und die Menschen in ihrer Umgebung hat.

Das Corona-Virus hat das Leben der 17jährigen Nong Bae schlagartig geändert. (Foto: Kindernothilfepartner)
Das Corona-Virus hat das Leben der 17jährigen Nong Bae schlagartig geändert. (Foto: Kindernothilfepartner)

Was weißt du über Covid-19?

Nong Bae: Ich habe online sehr viel nachgelesen, meistens auf Facebook und Instagram. Es ist eine sehr ernstzunehmende Krankheit. Im Moment gibt es keinen Impfstoff, und viele Menschen in vielen verschiedenen Ländern sind daran gestorben. Ich möchte, dass es so bald wie möglich einen Impfstoff gibt. Wenn wir diszipliniert genug bei Social Distancing sind, können wir dazu beitragen, die Zahl der Infektionen niedrig zu halten.

Aber es gibt auch sehr viele Menschen, die keinen Zugang zu diesen Informationen haben. Sie wissen nicht, wie gefährlich Corona ist und wie sie sich verhalten sollen. Wenn sich das Virus verbreitet, wissen sie nicht, wie sie sich schützen können, sodass sie einem größeren Risiko ausgesetzt sind.

Wie spürst du die Auswirkungen? Wie hat sich dein Leben seit Covid-19 verändert?

Nong Bae: Meine Schule ist geschlossen, und sie haben die Ferien verlängert. Eigentlich sollte ich dieses Jahr die High School abschließen. Aber jetzt weiß ich nicht, ob das klappen wird. Ich vermisse meine Schule, meine Lehrer und meine Freunde, denn es ist im Moment ziemlich schwierig, irgendwo hinzugehen. Ich kann mich nicht mit meinen Freunden treffen, denn wir müssen uns schützen.

Auf meine Familie hat Corona auch Auswirkungen gehabt: Meine große Schwester hat früher Blumen und Obst verkauft, aber jetzt ist es sehr gefährlich, etwas zu verkaufen, also musste sie damit aufhören. Das bedeutet, dass unsere Familie mit weniger Geld zurechtkommen muss.

Wie ist der Alltag in Chiang Mai?

Nong Bae: Das hat sich sehr verändert. Viele Menschen haben Chiang Mai verlassen, um zurück in die Bergregion Chiang Rai zu gehen. In den Bergen ist die Ansteckungsgefahr geringer als in der Großstadt. Sie fahren dann nur noch nach Chiang Mai, um Vorräte zu holen. Ich bleibe aber mit meiner Familie in Chiang Mai, weil hier unser Zuhause ist.

Aufnahme von der Bergregion Chiang Rai
Aufnahme von der Bergregion Chiang Rai

Wie für viele andere hat sich auch für Nong Bae aus dem thailändischen Chiang Mai der Alltag seit Ausbruch der Corona-Pandemie schlagartig verändert. Im Gespräch erzählt die 17-Jährige, welche Auswirkungen das Virus auf ihr Leben und die Menschen in ihrer Umgebung hat. Das Corona-Virus hat[...]

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6. August 2020

Mocochinchi: das Lieblingsgetränk der Bolivianer

Der Mocochinchi ist der traditionelle bolivianische Eistee, hergestellt aus geschälten und getrockneten Pfirsichen. Er wird kalt serviert und ist vor allem in der wärmeren Jahreshälfte eine beliebte Erfrischung für Jung und Alt. Mocochinichi wird im südamerikanischen Andenstaat tatsächlich an fast jeder Straßenecke ausgeschenkt.

Mocochinchi: traditioneller, erfrischender Pfirsicheistee aus Bolivien (© Santa Cruz_Redacion Central
Mocochinchi: traditioneller, erfrischender Pfirsicheistee aus Bolivien (© Santa Cruz_Redacion Central

Zutaten: 2–3 l Wasser, 250–300 g getrocknete Marillen oder Pfirsiche, 4–5 Zimtstangen, 1 EL Gewürznelken

Zubereitung: Die getrockneten Marillen oder Pfirsiche in 1 bis 1,5 Liter Wasser (am besten über Nacht) einweichen. 1 bis 1,5 Liter Wasser dazugeben und eine Stunde köcheln lassen. Dann die Zimtstangen und Gewürznelken dazugeben und noch 45 bis 60 Minuten weiter kochen. Abkühlen lassen und kalt servieren, mit ein bis zwei getrockneten Marillen im Glas – fertig ist das Nationalgetränk der südamerikanischen Andenrepublik.

Der Mocochinchi ist der traditionelle bolivianische Eistee, hergestellt aus geschälten und getrockneten Pfirsichen. Er wird kalt serviert und ist vor allem in der wärmeren Jahreshälfte eine beliebte Erfrischung für Jung und Alt. Mocochinichi wird im südamerikanischen Andenstaat tatsächlich an [...]

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