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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

23. Dezember 2017

Post aus dem Kindernothilfe-Projekt iThemba Lethu im südafrikanischen Township Cato Manor

Luyanda, 15, hat ihre Eltern an Aids verloren. Seit zwei Jahren nimmt sie am Projekt der Kindernothilfe iThemba Lethu nahe der südafrikanischen Großstadt Durban teil und ist für ihre Chance, hier sein zu dürfen, sehr dankbar:

 

Ich bin seit zwei Jahren bei iThemba Lethu. Ich habe das Projekt letztes Jahr in der achten Schulstufe kennengelernt, als ich noch nicht wusste, wie sich die Welt um mich herum verändert und welchen Gefahren ich in der Schule begegnen könnte.
Die MitarbeiterInnen von iThemba Lethu haben mir eine andere Sicht auf das Leben gezeigt. Sie zeigten mir, dass man außer Karrierezielen auch andere Ziele im Leben haben kann. Und wie man sein Leben gestaltet – trotz beruflicher oder finanzieller Schwierigkeiten.
Man kann hier mit den MitarbeiterInnen über alles reden. Sie verstehen die Lebenswelt und die Gedanken von Heranwachsenden. iThemba Lethu hat mir viele Dinge bewusst gemacht, und dadurch hat sich mein Leben verändert. Ich verstehe, weshalb ich mich von negativen Einflüssen fernhalten muss und wie meine täglichen Entscheidungen meine Zukunft beeinflussen.
Ich hatte aufgrund des Umfeldes, aus dem ich komme, ein geringes Selbstwertgefühl. Ich sage nicht, dass ich bereits ein gutes Mädchen bin. Aber ich bin langsam auf dem Weg, eines zu werden.
Ich bin dankbar für all das, was mir iThemba Lethu gelernt hat. Unsere LehrerInnen unterrichten uns aus tiefstem Herzen und mit voller Hingabe. iThemba Lethu macht eine wundervolle Arbeit und ich hoffe, dass viele Kinder hier fürs Leben lernen können. Diese Organisation hat mir in den letzten zwei Jahren sehr geholfen. Sie unterstützt mich sehr dabei, erwachsen zu werden und jeden Tag mich persönlich zu verbessern.

Luyanda

 

Zum Projekt:

„I have a destiny – Ich habe eine Bestimmung“, lautet das Motto des Kindernothilfe-Projekts iThemba Lethu im südafrikanischen Township Cato Manor in der Nähe der Großstadt Durban. Das Leben hier ist geprägt von Hoffnungslosigkeit: 6,3 Millionen Menschen in Südafrika leben mit HIV, 60 Prozent davon sind Frauen. 2,3 Millionen Kinder sind als Folge von HIV/Aids bereits zu Waisen geworden.

„Wir müssen schon den Kindern vermitteln, dass sie – entgegen allem, was sie täglich hören und erleben – eine Hoffnung, eine Zukunft haben“, betont daher iThemba-Lethu-Projektdirektorin Karen Brokensha. Das von der Kindernothilfe unterstützte Projekt kümmert sich um Aidswaisen, hilft bei der Suche nach Adoptionseltern und legt einen großen Schwerpunkt auf Bildung und Prävention.

Mehr dazu auf unserer Webseite

Luyanda, 15, hat ihre Eltern an Aids verloren. Seit zwei Jahren nimmt sie am Projekt der Kindernothilfe iThemba Lethu nahe der südafrikanischen Großstadt Durban teil und ist für ihre Chance, hier sein zu dürfen, sehr dankbar:   Ich bin seit zwei Jahren bei iThemba Lethu. Ich habe [...]

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11. Dezember 2017

Hoffnung für Thalente

Fast 40 Prozent der Bewohner der südafrikanischen Region KwaZulu Natal sind HIV-positiv. Die Kindernothilfe setzt sich hier für den Kampf gegen Aids ein und hilft Kindern wie der 13-jährigen Thalente.

Thalente aus Cato Manor (Foto: Manfred Fesl)

Thalente lebt mit ihrem Vater, ihrer Großmutter und den vier Geschwistern in einer Baracke im südafrikanischen Township Cato Manor. Hier, zehn Kilometer entfernt vom Zentrum Durbans, wohnen rund 93.000 Menschen dicht an dicht in einfachen Hütten – die Hygienebedingungen sind unzureichend, Arbeitslosigkeit, Drogen und Gewalt gehören zum Alltag. Thalentes Mutter ist an Aids gestorben, ihr Vater ist todkrank. Die Kinder und die gebrechliche Großmutter sind auf sich alleine gestellt.

Kein Einzelschicksal für die Region KwaZulu Natal im Osten Südafrikas: Fast 40 Prozent der Menschen sind hier HIV-positiv, viele davon Kinder und Jugendliche. Täglich kommen neue HIV-positive Babys zur Welt, täglich bleiben Kinder durch den Tod beider Elternteile als Aidswaisen zurück. Das Thema müsste also allgegenwärtig sein. Doch das ist es nicht. Vielmehr ist die schwere Krankheit immer noch ein Tabu.

iThemba Lethu – „ich habe eine Bestimmung“

Hier setzt die Kindernothilfe gemeinsam mit der lokalen Hilfsorganisation iThemba Lethu, übersetzt „Ich habe eine Bestimmung“, an: In sechs Schulen des Townships Cato Manor wird intensive Aids-Aufklärung betrieben – mehr als 500 Schüler zwischen 10 und 15 Jahren erhalten zwei Stunden wöchentlich speziellen Unterricht. Die Themen: HIV/Aids, Beziehungen, Sexualität.

In einer dieser Schulen sitzt auch Thalente. Dicht gedrängt lauschen die 13-Jährigen den Worten der Sozialarbeiterin. Ihr geht es nicht darum, den Jugendlichen zu vermitteln, wie HIV/Aids übertragen wird und wie man sich davor schützt – denn das wissen die meisten ohnehin. Vielmehr geht es darum aufzuzeigen, wie man selbstverantwortlich lebt. Wie man sich selbst wertschätzt, seine Meinung vertritt, auch wenn andere Gleichaltrige vielleicht anderer Meinung sind, wie man seine Grenzen definiert und auch klar aufzeigt. Es geht um die Weitergabe von Werten. „Wir müssen den Kindern zeigen, dass sie – entgegen allem, was sie täglich erleben – eine Hoffnung und eine Zukunft haben“, betont Projektdirektorin Karen Brokensha. „Und wir vermitteln den Kindern, dass sie Einfluss auf ihr Leben haben. HIV wird nicht von Moskitos übertragen, man ist dem Virus nicht ausgeliefert.“

Nachmittags haben die Kinder in offenen Treffen die Möglichkeit, sich mit ihren Problemen und Fragen zur Sexualität persönlich an die Projektmitarbeiter zu wenden. „Seit vier Jahren bin ich Teil von iThemba Lethu“, erzählt Thalente. „Die Projektmitarbeiter sind immer für uns da, wenn wir etwas brauchen, sie sind wie unsere Eltern“, betont die 13-Jährige. Ihr Leben hat sich durch das Kindernothilfe-Projekt deutlich verändert. „Ich habe wieder Hoffnung. Ich bin, wer ich bin – durch iThemba Lethu.“

Mehr dazu auf unserer Webseite

Fast 40 Prozent der Bewohner der südafrikanischen Region KwaZulu Natal sind HIV-positiv. Die Kindernothilfe setzt sich hier für den Kampf gegen Aids ein und hilft Kindern wie der 13-jährigen Thalente. Thalente aus Cato Manor (Foto: Manfred Fesl) Thalente lebt mit ihrem Vater, ihrer Großmutte[...]

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60 Jahre „La Victoria“ – ein emblematischer Ort feiert Jubiläum

Dieses Jubiläum hat auch mit Kindernothilfe und der Geschichte der KNH-Chile-Arbeit zu tun! Die emblematische Armenviertel-Siedlung „La Victoria“ an der Südperipherie des Stadtzentrums von Santiago de Chile in der heutigen Kommune Pedro Aguirre Cerda feierte am 30. Oktober ihren 60. Gründungstag.

Lateinmerika 2005 (Foto: Jürgen Schübelin)

La Victoria ist zusammen mit Agüita de la Perdíz in Concepción (wo Kindernothilfe  ebenfalls engagiert ist), die älteste Armenviertelsiedlung Lateinamerikas, die aus einer toma, einer organisierten Landbesetzung durch wohnungslose Familien, hervorgegangen ist. Im Morgengrauen des 30. Oktober 1957 hatten die ersten pobladores (wie man in Chile Armenviertelbewohner nennt), Brachland im Sektor Chacra de Fería mit ihren Zelten und mitgebrachten Habseligkeiten in Beschlag genommen und dort als Zeichen dafür, dass sie durch ihre Aktion vom Staat ihr Recht auf menschenwürdiges Wohnen einfordern, die chilenische Flagge gehisst.

Die pobladores von La Victoria gingen mit ihrem Engagement und ihrer von langer Hand vorbereiteten Landbesetzung in die sozialwissenschaftliche Literatur Lateinamerikas ein. Victor Jara, der unvergessene chilenische Liedermacher und vom Pinochet-Regime ermordete Kulturaktivist hat die Geschichte von La Victoria und den Überlebenskampf seiner Bewohner in seinen Liedern besungen. Während der Zeit der Diktatur (1973 – 1990) war dieser Ort immer auch ein geographisches und politisches Zentrum des Widerstands und der Versuche, zumindest auf lokaler Ebene demokratische Freiräume am Leben zu erhalten. Einer der Armenviertelpriester aus La Victoria, André Jarlán, bezahlte dieses Engagement mit seinem Leben. Er starb am 4. September 1984 bei einer Polizeiaktion in La Victoria durch eine – angeblich verirrte – Kugel aus der Dienstwaffe eines Carabiñero.

Kindertagestätte „La Victoria“ (Foto: Jürgen Schübelin)

Insel der Zuversicht – Kindertagesstätte „La Victoria“

Seit Anfang der achtziger Jahre engagieren sich die Kindernothilfe und ihre chilenische Partnerorganisation, die Fundación ANIDE, in Kooperation mit der örtlichen katholischen Kirchengemeinde, um die Arbeit des gleichnamigen Kinder-, Jugend- und Stadtteilprojekt Nuestra Señora de la Victoria zu ermöglichen. Heute ist dieses Zentrum mit seiner engagierten Arbeit einer der wichtigsten Orte in La Victoria, um der wachsenden Gewalt im Stadtteil entgegen zutreten.

In den zurückliegenden Jahren kamen zudem erhebliche neue Herausforderungen auf das traditionsreiche Armenviertel und seine Bewohner zu: An kaum einem anderen Ort in Santiago war der Zuzug von Familien aus Haiti, die nach dem Erdbeben vom Januar 2010 und im Gefolge der anhaltenden Hunger- und Politik-Krisen in den Karibikstaat Zuflucht in Chile gesucht haben, so groß wie in La Victoria. Die Aufnahme dieser Neu-Hinzugekommenen organisierten die Nachbarschaftsorganisationen und das Nuestra Señora de la Victoria-Projektteam in bewährter Manier: Unaufgeregt und mit viel Erfahrung beim Bohren dicker Bretter.

Mehr zu unserem Projekt in La Victoria

Dieses Jubiläum hat auch mit Kindernothilfe und der Geschichte der KNH-Chile-Arbeit zu tun! Die emblematische Armenviertel-Siedlung "La Victoria" an der Südperipherie des Stadtzentrums von Santiago de Chile in der heutigen Kommune Pedro Aguirre Cerda feierte am 30. Oktober ihren 60. Gründungstag.[...]

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Sauberes Trinkwasser für Haiti

Sauberes Wasser (Foto: Ujeta GmbH)

Im Dezember 2016 stellte das bayrische Unternehmen „Ujeta GmbH“ (www.ujeta.com) der Kindernothilfe Österreich zehn Stück neue Wasserfilter „UJETA CARE“ samt Ersatzfilter und Zubehör für den Einsatz auf Haiti zur Verfügung. Um die Bedingungen vor Ort kennenzulernen und das Personal auf die Geräte einschulen zu können, machte sich Ujeta-Vertriebsmitarbeiter Michael Astl persönlich auf den Weg in das vom Hurrikan „Matthew“ zerstörte Gebiet. Seine Erlebnisse und Eindrücke schildert er so:

Port-au-Prince (Foto: Kindernothilfe)

Die Anreise nach Port-au-Prince, der Hauptstadt des Karibikstaates Haiti, mit einem Zwischenstopp in Miami verlief relativ problemlos. Sobald man das Flugzeug in Port-au-Prince verlässt, wird man aber schlagartig in eine andere Welt katapultiert. Schon allein die Fahrt vom Flughafen ins Hotel gibt Aufschluss über die Zustände, die hier herrschen. Müllberge, so weit das Auge reicht: die Straßen bestehen teilweise nur aus tiefen Schlaglöchern, welche notdürftig mit Holzbrettern überbrückt werden. In den Straßengräben brennt Plastikmüll, was einen beißenden, giftigen Rauch durch die Straßen ziehen lässt, der zum Teil bereits in den frühen Morgenstunden den Himmel über der Stadt verdunkelt und einem das Atmen erschwert. Auch in den Gesichtern der Menschen dieser Stadt, die zwei Millionen Einwohner hat, liest man eine beklemmende Mischung aus Hoffnungslosigkeit und Lethargie. Nicht nur die allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten des Landes sind dafür verantwortlich, sondern auch zahlreiche Naturkatastrophen – wie Erdbeben und tropische Stürme – lassen das Land und seine Bewohner nicht zur Ruhe kommen. Der Hurrikan „Matthew“ im Oktober 2016 forderte neben über 1.000 Todesopfern auch zahlreiche Verletze und traf zudem die ohnehin spärlich vorhandene Infrastruktur des Landes empfindlich.

 

Meine erste Priorität vor Ort war es, dafür Sorge zu tragen, dass die Luftfrachtsendung mit den Wasserfiltern zeitgerecht eintrifft und verzollt wird. Nach stundenlangem, teils verdrießlichem Schrift- und Telefonverkehr mit der Airline wurde die Luftfrachtsendung, die sich zu diesem Zeitpunkt im Umschlaghub am Miami Int. Airport befand, endlich auf das nächste Flugzeug gebucht und bestätigt. Vier Tage später war die Sendung endlich eingetroffen, doch der Zoll weigerte sich zunächst recht hartnäckig, mit der Importverzollung der Wasserfilter zu beginnen.

Zum Glück hatte der Leiter der Organisation „AMURT“ (Partner der Kindernothilfe) vor Ort ausgezeichnete Kontakte zu einem einheimischen Transportunternehmen, welches die Sache beschleunigte. Mit viel Mühe gelang es uns, die Abwicklung von 21 auf zehn Tage zu verkürzen. Immer noch sprechen wir von nur einer Einwegpalette – die Uhren in diesem Land ticken halt anders. Trotz der Tatsache, dass die Wasserfilter als Hilfsgüter deklariert waren, mussten wir Zollabgaben entrichten.

Einschulung am Wasserfilter (Foto: Ujeta GmbH)

Da meine Aufenthaltszeit in Haiti auf wenige Tage beschränkt war, wurde schnell klar, dass es keine Möglichkeit gab, alle zehn Filter eigenhändig zu verteilen. Glücklicherweise hatte ich in meinem Reisegepäck einen „UJETA- CARE“-Wasserfilter als „Backup-Plan“ mitgebracht. Somit war es möglich, die Schulungen am Gerät direkt durchzuführen, ohne die eigentliche Lieferung abwarten zu müssen.

Inmitten all dieser Widrigkeiten gibt es Leute, die sich mit viel Engagement und Herzlichkeit den Menschen, allen voran den Kindern, diesem schwer gebeutelten Land widmen. Das Team der Kindernothilfe und der Partnerorganisation AMURT arbeiten Hand in Hand, um in den am schlimmsten getroffenen Gebieten im Nordwesten des Landes die Kinder aus dem Elend zu befreien. In den Kinderschutzzentren der Kindernothilfe werden traumatisierte Kinder therapeutisch und spielerisch unterstützt, um die Erlebnisse während der Naturkatastrophen besser verarbeiten und bewältigen zu können. Mir wurde das spezielle Privileg zuteil, eines dieser Kinderschutzzentren zu besuchen und die Arbeit der Kindernothilfe live mitzuerleben.

Das Dorf Coridon im Nordwesten von Haiti

Die Reise in den Nordwesten des Landes erfolgte in einem Geländewagen, dauerte etwa sechs Stunden und war aufgrund der katastrophalen Straßenverhältnisse extrem holprig und anstrengend. Mich wundert noch heute, wie der Geländewagen diese Fahrt überhaupt überstehen konnte. Dank unseres talentierten Fahrers „Patrick“ kamen wir sicher und unversehrt in der Personalunterkunft in der Nähe von Coridon an. Die Personalunterkunft, in der wir übernachtet hatten, war sehr einfach, aber zweckmäßig eingerichtet.

Am nächsten Tag ging es dann frisch ausgeruht weiter in ein kleines Dorf namens Coridon. Im dortigen Kinderschutzzentrum wurde ich freudig empfangen und wir begannen sogleich mit der Einschulung am Wasserfilter „UJETA CARE“.

Sauberes Trinkwasser ist ein zentrales Thema der Dorfgemeinde (Foto: Ujeta GmbH)

Interessiert und geschickt bauten sie den „CARE“ auseinander und wieder zusammen, pumpten Wasser durch und machten sich mit der Grundfunktion des Gerätes unter meiner Anleitung vertraut.

Die Betreuer waren sehr an dem Wasserfilter interessiert. Sie stellten viele Fragen und notierten sich die Antworten samt eigener Zeichnungen penibel. Selten war es mir vergönnt, ein derart interessiertes Publikum zu informieren. Kein Wunder, was für uns in Mitteleuropa selbstverständlich ist, nämlich sauberes Trinkwasser jederzeit zur Verfügung zu haben, stellt die Menschen dort vor große Herausforderungen. Besonders für die Entwicklung der Kinder ist der Zugang zu sauberem Wasser von größter Bedeutung.

Der „UJETA CARE“ ist stabil gebaut und beinhaltet kompakt verstaut alle Filterelemente und Bedienungseinzelteile. Der 10-Liter-Schmutzwasserbehälter ist abnehmbar und eignet sich mit seinem Tragegriff auch zur direkten Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen, Seen, Tümpeln – oder wo auch immer.

Bedient wird der „CARE“ mittels einer Handpumpe, die fast keine Kraftaufwendung erfordert und daher auch für Kinder gut geeignet ist.

In einer Minute kann man mit dem „CARE“ etwa drei Liter sauberes Trinkwasser erzeugen. In einer Gegend, in der Cholera nach wie vor an der Tagesordnung steht, ist der „CARE“ mit seiner optimal abgestimmten Filterwirkung ein zuverlässiger Partner. Die Filtration erfolgt mittels einer ausgeklügelten und zertifizierten Kombination aus Aktivkohle und Feinmembranen. Somit ist sichergestellt, dass Parasiten, Krankheitserreger, Schwermetalle und Chemierückstände aus dem Wasser entfernt werden.

Die Kinder setzen das Gelernte gleich in die Praxis um. Nach der Einschulung der Betreuer im Umgang mit dem „CARE“ durften sich die Kinder an dem Gerät versuchen und hatten sichtlich Freude daran. Mit Tanz und Gesang begrüßten sie mich und den „CARE“ sehr herzlich.

Die Kinder ließen es sich nicht zweimal sagen und begannen sofort Wasser aufzubereiten und zu trinken.

Sie genossen das wohlschmeckende, frische Wasser sichtlich und das Lachen in den Gesichtern der Kinder erfüllte auch mein Herz mit Freude und Stolz!

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Kindernothilfe in Haiti oder auch bei anderen Projekten weiterhin zu unterstützen und freuen uns auf eine Zusammenarbeit im Sinne der Menschen.

Sauberes Wasser (Foto: Ujeta GmbH) Im Dezember 2016 stellte das bayrische Unternehmen "Ujeta GmbH" (www.ujeta.com) der Kindernothilfe Österreich zehn Stück neue Wasserfilter "UJETA CARE" samt Ersatzfilter und Zubehör für den Einsatz auf Haiti zur Verfügung. Um die Bedingungen vor Ort kennenz[...]

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Honduras: Kindernothilfe Österreich fordert Gewaltverzicht und Einhaltung der Menschenrechte

SPRICH MIT DEINEN FEINDEN, WENN DU DEN FRIEDEN WILLST

Kindernothilfe Gewaltpräventionsprogramm in Honduras (Foto: Julia Burmann)

Nach der umstrittenen Stimmenauszählung bei den Präsidentschaftswahlen in Honduras bleibt die Menschenrechtslage im mittelamerikanischen Land weiter angespannt. Am kommenden Wochenende will Juan Orlando Hernández – trotz Generalstreik und massiver Proteste – nun für eine weitere Amtszeit vereidigt werden.
Das Regime hat auf die Demonstrationen in den letzten Wochen mit Repressionen, vor allem durch das Militär, reagiert. Menschenrechtsorganisationen berichten von unrechtmäßigen Festnahmen und Misshandlungen durch staatliche Sicherheitskräfte. Mindestens 30 Menschen sind bei Protesten schon ums Leben gekommen. Unabhängige Medien und Menschenrechtsaktivisten, die über Unstimmigkeiten bei der Wahl und die anschließenden Demonstrationen berichtet haben, wurden ebenfalls mehrfach bedroht.
Auch die Kindernothilfe Österreich ist sehr besorgt über die dramatische Entwicklung in Honduras und appelliert an die Europäische Union, alle diplomatischen Mittel auszuschöpfen, um die verantwortlichen Behörden zum Verzicht auf unrechtmäßige Gewalt, auf die Wahrung der Menschrechte und den Schutz der Zivilbevölkerung zu verpflichten.

Die Kindernothilfe Österreich unterstützt in Honduras seit vielen Jahren Programme lokaler Partner zum Schutz von Kindern vor Gewalt und Armut.

Informationen zu unserem Einsatz in Honduras 

SPRICH MIT DEINEN FEINDEN, WENN DU DEN FRIEDEN WILLST Kindernothilfe Gewaltpräventionsprogramm in Honduras (Foto: Julia Burmann) Nach der umstrittenen Stimmenauszählung bei den Präsidentschaftswahlen in Honduras bleibt die Menschenrechtslage im mittelamerikanischen Land weiter angespannt. Am [...]

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