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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

13. März 2020

Geelrys: ein Rezept aus Südafrika

Das traditionelle Reisgericht aus Kapstadt macht den Teller bunt und schmeckt wunderbar. Es ist außerdem kinderleicht in der Zubereitung.

Zutaten:
300 g Langkornreis
1 kleines Stück Zimtstange
1 EL brauner Zucker
2 EL Butter
1 EL Kurkuma (Gewürz)
1 TL Salz
100 g Rosinen

Und so wird’s gemacht:
Zuerst den Reis mit Gewürzen, Salz und Zucker und der doppelten Menge Wasser einmal aufkochen und dann ungefähr 12 Minuten weiter köcheln lassen. Dann Rosinen dazugeben und ein paar Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze ziehen lassen. Zum Schluss die Zimtstange herausnehmen und die Butter unterrühren.
Schon ist die typisch südafrikanische Beilage fertig! Besonders gut passt sie zu Fleisch- und Fischgerichten.

Das traditionelle Reisgericht aus Kapstadt macht den Teller bunt und schmeckt wunderbar. Es ist außerdem kinderleicht in der Zubereitung. Zutaten: 300 g Langkornreis 1 kleines Stück Zimtstange 1 EL brauner Zucker 2 EL Butter 1 EL Kurkuma (Gewürz) 1 TL Salz 100 g Rosinen Und so wird’s gema[...]

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7. März 2020

Die Welt bleibt ein „gewalttätiger, hochdiskriminierender Ort“ für Mädchen und Frauen

"Nicht eine (Frau) weniger" des argentinischen Comiczeichners Liniers spiegelt eines der wichtgsten Anliegen des diesjährigen Weltfrauentags am 8. März wider: Das überfällige, dringend notwendige weltweite Engagement gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen! (Lea Huber frei nach Liniers)
„Nicht eine (Frau) weniger“ des argentinischen Comiczeichners Liniers spiegelt eines der wichtgsten Anliegen des diesjährigen Weltfrauentags am 8. März wider: Das überfällige, dringend notwendige weltweite Engagement gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen! (Lea Huber frei nach Liniers)

25 Jahre Fortschritt

25 Jahre nach der historischen Pekinger Frauenkonferenz in China – einem Meilenstein in der Gleichberechtigungbewegung – ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht nur nach wie vor verbreitet, sondern auch weithin akzeptiert, wie der aktuelle UN-Bericht „Eine neue Ära für Mädchen: Bestandsaufnahme über 25 Jahre Fortschritt“ enthüllt.

Obwohl bemerkenswerte Fortschritte für Mädchen hinsichtlich Bildung erzielt wurden, blieb es lediglich bei wenig erfolgreichen Versuchen, ein gleichberechtigteres und weniger gewalttätiges Umfeld für sie zu schaffen.

„Vor 25 Jahren haben sich die Regierungen der Welt den Frauen und Mädchen verpflichtet, aber dieses Versprechen nur teilweise eingelöst.“

UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore

Der Bericht streicht heraus, dass 2016 Frauen und Mädchen 70 Prozent der weltweit identifizierten Opfer von Menschenhandel ausmachten. Sie waren auch die Hauptbetroffenen von sexueller Ausbeutung: eines von 20 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren hat in ihrem Leben Vergewaltigungen erleben müssen. „Während die Welt den politischen Willen aufgebracht hat, viele Mädchen zur Schule zu schicken, ist es weithin lediglich ein guter Vorsatz geblieben, sie mit den Fähigkeiten und der Unterstützung auszustatten, die sie brauchen, um nicht nur ihr eigenes Schicksal zu gestalten, sondern auch in Sicherheit und Würde zu leben“, formulierte es die UNICEF-Chefin.

Frauen und Mädchen in Lateinamerika sind besonders gefährdet

Seit der Jahrtausendwende ist gerade in Lateinamerika die Zahl von Feminiziden, Morden und Tötungsdelikten an Frauen und Mädchen massiv gestiegen. Die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) hat errechnet, dass sich 14 der 25 Länder mit den weltweit höchsten Fallzahlen genderspezifischer Gewalt in Lateinamerika befinden. Die Länder in der Region mit den meisten Frauenmorden sind Brasilien und Mexiko, in Proportion zur Einwohnerzahl führen jedoch El Salvador, Honduras, Guatemala und Bolivien diese traurige Statistik an. Jeden Tag mehr als zwölf Frauen in Lateinamerika getötet, weil sie Frauen sind (UN Women 2017). Die meisten dieser Gewaltverbrechen ereignen sich im familiären Umfeld. Eine der Ursachen für diese extremste Manifestation männlicher Gewalt gegen Frauen sehen lateinamerikanische Sozialwissenschaftlerinnen u.a. in der Deformation männlicher Rollen- und Gesellschaftsbilder durch den Machismo brandbeschleunigt und verstärkt „durch die explizite und implizite Gewalt, die von dem neoliberalen System ausgeht“ (Doris Gonzales, zit. in Deutschlandfunk – 21.06.2017).

Machismo: Männlichkeitswahn bzw. die ideologische Begründung für die angebliche Überlegenheit von Männern über Frauen (Foto: "Frauen gegen Machismo" von Marcela Lara)
Machismo: Männlichkeitswahn bzw. die ideologische Begründung für die angebliche Überlegenheit von Männern über Frauen (Foto: „Frauen gegen Machismo“ von Marcela Lara)

Fehlende Gleichberechtigung

„Eine neue Ära für Mädchen“ wurde im Rahmen der Kampagne zur Generationengleichberechtigung veröffentlicht, um einen weltweiten Dialog über Maßnahmen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich Geschlechtergleichstellung zu eröffnen und den 25. Jahrestag der Beijing Declaration und Aktionsplattform zu feiern. „Seit in Peking 1995 zum ersten Mal ein besonderer Schwerpunkt auf „Mädchen“-Probleme gelegt wurde, haben wir zunehmend gehört, dass Mädchen ihre Rechte geltend machen und uns zur Rechenschaft ziehen“, so Phumzile Mlambo-Ngcuka, Exekutivdirektorin der UN-Frauen. „Aber die Welt hat ihre Erwartungen an einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten, ein Leben ohne Gewalt und ihre Hoffnungen auf wirtschaftliche Unabhängigkeit nicht erfüllt.“ Mädchen sind heute einem alarmierenden Risiko von Gewalt in der Schule, zuhause und ihrem Umfeld sowie online ausgesetzt, was zu physischen, psychischen und sozialen Konsequenzen führt. „Eine neue Ära für Mädchen“ befasst sich auch mit kinderrechtsverletzenden Praktiken wie Kinderehe und weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), die in das Leben von Millionen von Mädchen auf der ganzen Welt erschüttern und ihre Möglichkeiten nachhaltig vereiteln. So werden jedes Jahr etwa 12 Millionen Mädchen verheiratet, rund 4 Millionen fallen FGM zum Opfer und für viele von ihnen ist das Schlagen von Frauen so legitim wie für ihre männlichen Altersgenossen. „Solange Frauen und Mädchen dreimal mehr Zeit und Energie im Haushalt aufwenden müssen als Männer, bleibt die Chancengleichheit für Mädchen auf einen guten Job in einem sicheren Arbeitsumfeld unerreichbar.“, so die UNO-Frauenchefin. „Zum Wohle aller muss sich das ändern! Und wir müssen sicherstellen, dass die Fähigkeiten, die Mädchen erlernen, für die neuen technischen und digitalen Jobs der Zukunft geeignet sind, und dass die Gewalt gegen sie endet.“

79 Millionen Mädchen mehr in der Schule

Dem Bericht zufolge ist die Zahl der Mädchen ohne Zugang zu Schulbildung in den letzten 20 Jahren um 79 Millionen gesunken. Außerdem haben in den letzten zehn Jahren wahrscheinlich mehr Mädchen als Buben eine weiterführende Schule besucht.

Im Kindernothilfe-Projek in Adama, Äthiopien wird ein erster Schritt in Richtung Chancengleichheit ermöglicht! (Foto: Jakob Studnar)
Im Kindernothilfe-Projek in Adama, Äthiopien wird ein erster Schritt in Richtung Chancengleichheit ermöglicht! (Foto: Jakob Studnar)

Im Gegenzug dazu sind negative Trends für Mädchen im Bereich Ernährung und Gesundheit zu verzeichnen. Die voranschreitende Globalisierung ersetzt die traditionelle Ernährung zunehmend durch prozessierte, ungesunde Lebensmittel sowie zuckerhaltige Getränke, und aggressive Marketingtechniken, die auf Kinder abzielen, heizen den Konsum zusätzlich an. „Der Zugang zu Bildung alleine reicht nicht aus“, sagte die UNICEF-Chefin und fügte hinzu, „wir müssen auch das Verhalten und die Einstellung der Menschen gegenüber Mädchen ändern.“ Indes wird der schlechten psychischen Verfassung, verschärft durch den übermäßigen Einsatz digitaler Technologien, verstärkt Bedeutung beigemessen. „Eine neue Ära für Mädchen“ identifiziert Selbstmord derzeit als zweithäufigste Todesursache bei jugendlichen Mädchen. In Bezug auf das erhöhte Risiko sexuell übertragbarer Infektionen stellt der Bericht fest, dass heute etwa 970.000 jugendliche Mädchen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren mit HIV leben – dies entspricht etwa drei von vier Neuinfektionen bei Jugendlichen weltweit – im Vergleich zu 740.000 Mädchen im Jahr 1995.

„Wahre Gleichberechtigung wird nur dann erreicht werden, wenn alle Mädchen vor Gewalt geschützt sind, ihre Rechte frei ausüben können und Chancengleichheit im Leben genießen können.“

UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore

"Nicht eine (Frau) weniger" des argentinischen Comiczeichners Liniers spiegelt eines der wichtgsten Anliegen des diesjährigen Weltfrauentags am 8. März wider: Das überfällige, dringend notwendige weltweite Engagement gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen! (Lea Huber frei nach Liniers) 25 Ja[...]

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28. Februar 2020

10 Jahre später bebt Chiles Erde noch immer

Zehn Jahre nach dem „Terremoto y Tsunami del 2010“, wie das Beben vom 27. Februar 2010 in Chile genannt wird, sind die Spuren der damaligen Verwüstungen vor allem in ländlichen Gebieten, aber auch in kleineren Städten noch immer an Brachflächen und Gebäuderuinen zu erkennen.

Am 27.2.2010 bebte die Erde in Südchile mit dramatischen Folgen (Foto: Anide)
Am 27.2.2010 bebte die Erde in Südchile mit dramatischen Folgen (Foto: Anide)

Vor zehn Jahren, in den frühen Morgenstunden des 27. Februars 2010 und zwar exakt drei Minuten lang von 03:34 bis 03:37 Uhr bebte im Süden Chiles die Erde und das mit extremer Gewalt: Mit einer Magnitude von 8,8 auf der Richterskala war das Erdbeben von Concepción weltweit das Fünfschwerste, das seit 1900 überhaupt jemals registriert wurde. 521 Menschen starben entweder unter den Trümmern einstürzender Gebäude oder in Folge des vom Beben ausgelösten Tsunamis, der entlang der Pazifikküste Hunderte von Menschen und Häusern mit sich riss.

Die Katastrophe hatte mit Concepción, Talcahuano, San Pedro de la Paz, Coronel und Lota – alles Anrainer-Kommunen rund um den Golf von Arauco in der Bio-Bio-Region, 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago – eines der Kerngebiete des Kindernothilfe-Engagements in Chile getroffen. Mehrere der geförderten Kinderzentren und die in den Jahren zuvor geschaffene Projektinfrastruktur hielten den extrem starken Erschütterungen nicht stand.

Für die Menschen im Katastrophengebiet folgten entsetzliche Wochen voller Angst, Unsicherheit und Versorgungsproblemen. Und Jahre des Wiederaufbaus.

Ein Blick zurück

Die beiden nachfolgenden Berichte zeugen von Erfahrungen in den Tagen unmittelbar nach dem Beben einerseits, und den Bestrebungen, für die betroffenen Kinder einen sicheren Alltag wiederherzustellen und beschädigte Projekte wieder instand zu setzen andererseits.   

Kindertagestätten: Ein Zufluchtsort nach dem verheerenden Beben in Südchile 2010 (Foto: Monique Schmieding)
Kindertagestätten: Ein Zufluchtsort nach dem verheerenden Beben in Südchile 2010 (Foto: Monique Schmieding)

Chile kommt nicht zur Ruhe

In dem Andenland entlang der Pazifikküste wird dieser Jahrestag inmitten einer ganz anderen Krise begangen, die die Aufmerksamkeit der Menschen völlig absorbiert: Und zwar den seit Mitte Oktober anhaltenden erbitterten Protesten gegen die Regierung von Präsident Sebastian Piñera und gegen die aus den Zeiten des Militärregimes unter Augusto Pinochet ererbten autoritären Verfassung mit ihrer extremste soziale Ungerechtigkeiten verursachenden neoliberalen Wirtschaftsordnung. Mindestens 31 Menschen sind seit dem Beginn der Auseinandersetzungen ums Leben gekommen, über 3400 wurden schwer verletzt und fast 9000 Personen wurden von Polizei und Miltitär festgenommen. Die UN-Menschenrechtskommission spricht von „exzessiver, systematischer Gewalt“ seitens der Polizeispezialkräfte gegen Protestierende. Die kommenden Wochen in Chile werden in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung sein. Für März haben soziale Bewegungen und ihre Netzwerke erneut Großdemonstrationen und Aktionen des zivilen Widerstands rund um den Internationalen Frauentag am 8. März – sowie den Jahrestag zur Erinnung an die Opfer des Pinochet Regimes angekündigt, während die Vorbereitungen für die Volksabstimmung über das Einleiten einer Verfassungsreform, die am 26. April stattfinden soll, bereits auf vollen Touren angelaufen sind. 

Bis heute markiert der 27. Februar 2010 eine tiefe Zäsur zwischen einem Vorher und einem Nachher, demonstriert aber auch, was humanitäre Hilfe (unmittelbar und langfristig) bewirken kann. Denn fast 600.000 Euro hatten Kindernothilfe-Spenderinnen und Spender aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg nach dem Erdbeben vom 27.  Februar 2010 in Chile aufgebracht, um psychosoziale Trauma-Arbeit mit den Kindern aus den betroffenen Projekten und ihren Familien – sowie Wiederaufbauvorhaben finanzieren zu können.

Zehn Jahre nach dem "Terremoto y Tsunami del 2010", wie das Beben vom 27. Februar 2010 in Chile genannt wird, sind die Spuren der damaligen Verwüstungen vor allem in ländlichen Gebieten, aber auch in kleineren Städten noch immer an Brachflächen und Gebäuderuinen zu erkennen. Am 27.2.2010 be[...]

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21. Februar 2020

Weibliche Genitalverstümmelung: Emotionale und gesundheitliche Menschenrechtsverletzung von Frauen mit 1,4 Milliarden US-Dollar Kosten für die Gesellschaft

Weltweit müssem 200 Millionen Mädchen und Frauen mit den folgen von FGM leben. (Foto: Travis Lupick / IPS)
Weltweit müssem 200 Millionen Mädchen und Frauen mit den folgen von FGM leben. (Foto: Travis Lupick / IPS)

Die WHO hat einen „Kostenrechner“ für weibliche Genitalverstümmelung (FGM) veröffentlicht, der die massiven wirtschaftlichen Kosten dieser menschenrechtsverletzende Praxis verdeutlicht.

Wenn die Gesellschaft nicht gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) vorgeht, entstehen weltweit massive wirtschaftliche Kosten – über 1 Milliarde US-Dollar. Denn auch wenn sich die Zahl an FGM zunehmend kleiner wird, gibt es nach wie vor rund 200 Millionen Opfer. „Durch die Berechnung der Kosten von FGM für Frauen und die Gesellschaft zeigt diese Studie, dass Untätigkeit wirtschaftliche Kosten verursacht und dass Investitionen in die Prävention langfristig die Kosten senken“, so Elizabeth Noble, Informationsbeauftragte der Abteilung für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte der WHO.

Gegenwärtig beläuft sich die wirtschaftliche Belastung durch die Behandlung von gesundheitlichen Komplikationen, die sich aus FGM-Praktiken in den 27 Ländern ergeben, die im Datensatz der WHO enthalten sind, auf 1,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums wird diese Zahl in den nächsten 30 Jahren um 50% steigen, wenn die Prävalenz von FGM unverändert bleibt, erklärte Noble. „Ein Abbruch der Praxis würde jedoch zu einem prognostizierten Rückgang von 60% der Kosten führen.“

Bildung als mögliches Mittel im Kampf gegen Weibliche Genitalverstümmelung (Foto: Jakob Studnar)
Bildung als mögliches Mittel im Kampf gegen Weibliche Genitalverstümmelung (Foto: Jakob Studnar)

FGM und die Rechte der Mädchen

„Durch die Verstümmelung der Geschlechtsorgane des Mädchens glaubt man, ihre Sexualität kontrollieren und ihre Jungfräulichkeit vor der Heirat garantieren zu können. Dies hat schwerwiegende Folgen für die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die Rechte von Mädchen“, erläutert Alex Munive, Leiter der Programme „Gender and Inclusion of the Girls 2030“ bei Plan International Global Hub. Neben den unmittelbaren Risiken für die jungen Frauen wie Infektionen, Blutungen, psychische Traumata und sogar den Tod, sind auch die langfristigen Auswirkungen dieser Praktiken nicht zu ignorieren. Bei vielen Betroffenen kommt es zu chronische Schmerzen, chronischen Harnproblemen, geburtshilflichen Komplikationen einschließlich Fisteln und dauerhaften sexuellen Probleme.

Zusätzlich beeinflusst es die Ausbildungschancen der Mädchen. „FGM wird als Einführungsritual angesehen, das Mädchen auf die Ehe vorbereitet“, fügt Munive hinzu, „sobald ein Mädchen beschnitten ist, wird es schnell verheiratet und aus der Schule genommen. Sie werden wie erwachsene Frauen behandelt und verlieren alle ihre Kinderrechte.“ Daher kann Bildung selbst ein Weg sein, dieses Problem anzugehen. „Wir erkennen, dass Bildung ein wirksames Instrument zur Verhinderung von FGM ist. Mädchen, die von einer qualitativ hochwertigen Ausbildung profitieren, heiraten seltener, während sie noch Kinder sind.“ Da FGM allerdings häufig als Teil kultureller Gepflogenheiten durchgeführt wird, müssen „Strategien zur Beseitigung von FGM die zugrundeliegenden sozialen und kulturellen Überzeugungen berücksichtigen“, so Elizabeth Noble von der WHO. „Es ist daher wichtig, mit Meinungsführern (unter anderem Krankenschwestern, Hebammen und anderen Gesundheitsdienstleistern) in praktizierenden Gemeinschaften zusammenzuarbeiten und diese in ihrer Rolle zu stärken.“

Weltweit müssem 200 Millionen Mädchen und Frauen mit den folgen von FGM leben. (Foto: Travis Lupick / IPS) Die WHO hat einen „Kostenrechner“ für weibliche Genitalverstümmelung (FGM) veröffentlicht, der die massiven wirtschaftlichen Kosten dieser menschenrechtsverletzende Praxis verdeutli[...]

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12. Februar 2020

So haben die 2019er Spenden geholfen

Jedes Jahr unterstützen mehr als 3.600 Paten und 58.000 Spender Kinder in Not und ihre Familien in Afrika, Lateinamerika und Asien und schenken ihnen so die Chance auf eine bessere Zukunft.

Durch ihre Mittel konnte auch 2019 wieder vieles erreicht werden, um Mädchen und Buben zu schützen und Rechte besser zu verwirklichen.

2019 konnte wieder viel für die Buben und Mädchen in den Projekten erreicht werden. (Foto: KNH)
2019 konnte wieder viel für die Buben und Mädchen in den Projekten erreicht werden. (Foto: KNH)

Projekt „Maphunziro ndi Chuma“ – Bildung ist eine Kostbarkeit in Somba/Makata in Blantyre, Malawi

Das Projektgebiet im ärmlichen südmalawischen Blantyre Distrikt ist geprägt von einer der höchsten HIV/Aids-Rate des Landes (15%), die durch den niedrigen Bildungsstand, mangelnde Aufklärung, schädliche kulturelle Praktiken und Diskriminierung von Frauen begünstigt wird.

Kinder leiden besonders unter den Folgen der Pandemie. Vor allem Waisen, die ihre Eltern durch Aids verloren haben, sind durch die mangelnde Betreuung und Versorgung dazu gezwungen, selbst früh zu arbeiten anstatt in die Schule zu gehen. Darüber hinaus führt das Fehlen von Geburtsturkunden zu der weit verbreiteten verspäteten Einschulung. Damit sind viele Kinder schon zu alt für die Grundschule oder zu alt für den Jahrgang, in dem sie sich befinden.

"Maphunziro ndi Chuma" ermöglicht den Kinder in Blayntre, Malawi, kindgerechte Förderung. (Foto: KNH)
„Maphunziro ndi Chuma“ ermöglicht den Kinder in Blayntre, Malawi, kindgerechte Förderung. (Foto: KNH)

So hat Ihre Spende geholfen:

Im Projektgebiet konnten 15.973 Grundschulkinder und 2.190 Kinder in der Frühförderung begleitet werden, wodurch die Zahl der erfolgreichen Grundschulabschlüsse auf 46% gestiegen, sowie die Durchfallsquote auf 13% und die Schulabbruchsrate auf unter 1% gesunken sind. Außerdem wurden durch entsprechende Sensibilisierung der Eltern in den Frühförderzentren 94% der Kinder im normalen Schulalter – also dem sechsten Lebensjahr – eingeschult.

Projekt „Stärkung der Ärmsten“ – Kindzentrierte Gemeinwesenentwicklung in Choma, Sambia

Die Lebensbedingungen der meisten Kinder im südsambischen Choma sind mehr als schwierig. Selten bekommen sie genug zu essen und können von ihren Eltern ausreichend medizinisch versorgt werden. Viele von ihnen gehen nur unregelmäßig zur Schule, da sie früh mit anpacken müssen – auch unter gefährlichen Bedingungen auf den Tabakfeldern, im Steinbruch oder den Sandminen. Erschwerend kommt hinzu dass viele Kinder nicht offiziell registriert sind und keine Dokumente – wie beispielsweise Geburtsurkunden – haben.

Die anhaltende Dürre verschärft die ohnehin prekäre Lage zusehends. Immer mehr Kinder kommen gar nicht mehr in die Schule – Hunger wird häufig als Grund für den Schulabbruch genannt.

Im Projekt bekommen die Kinder aus Choma regelmäßig ausgewogene Mahlzeiten. (Foto: Christian Herrmanny)
Im Projekt bekommen die Kinder aus Choma regelmäßig ausgewogene Mahlzeiten. (Foto: Christian Herrmanny)

So hat Ihre Spende geholfen:

Für eine Dauer von sechs Monaten konnten 9.788 Schulkinder an 15 Schulen in Choma mit einer nahrhaften Mahlzeit pro Tag versorgt werden.

Zudem wurden 83 Kindern (51 Mädchen, 32 Buben) schulisch reintegriert und 873 erhielten eine Geburtsurkunde. Durch die Gründung von 10 neuen Selbsthilfegruppen konnten 624 Frauen ihre Resilienz gegen Dürren verbessern. Außerdem wurde ein 15ha großes Gebiet für die Moringa-Produktion erworben und seine Bewirtschaftung gestartet.

Straßenkinder-Projekt in Mbale, Uganda

Die weitverbreitete Armut im Mbale Distrikt im Osten Ugandas führt dazu, dass die Bevölkerung, die überwiegend von der Landwirtschaft lebt, klimatischen Auswirkungen schutzlos ausgeliefert ist. Viele Eltern sind nicht in der Lage, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern. Auf sich allein gestellt müssen sie selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Diese Situation überfordert sie und so zieht es viele von ihnen auf die Straße, wo sie auf ein besseres Leben hoffen. Dort verfallen sie jedoch in noch größere Armut und Perspektivlosigkeit. Zudem leben sie in der ständigen Gefahr, Opfer von sexueller Ausbeutung und Vergewaltigung zu werden.

Das Rehabilitationsprogramm in Mbale hilft den Straßenkindern aus dem Teufelskreis. (Foto: KNH)
Das Rehabilitationsprogramm in Mbale hilft den Straßenkindern aus dem Teufelskreis. (Foto: KNH)

So hat Ihre Spende geholfen:

77 neue Kinder (darunter 32 Mädchen) konnten in das durch die lokale Partnerorganisation Child Restoration Outreach geführte Kindernothilfe-Rehabilitationsprogramm aufgenommen und mit grundsätzlichen Notwendigkeiten (Nahrung, Kleidung und medizinische Versorgung) ausagestattet werden. Um ein gewisses Level an Bildung zu garantieren, das den Kindern bei der Bewältigung ihres zukünftigen Alltags hilft und eine Wiedereingliederung in das formale Schulsystem ermöglicht, wurden den Neuankömmlingen alle notwendigen Schul- und Lernmaterialien (Bücher, Stifte, Radiergummis etc.) zur Verfügung gestellt. Außerdem konnten 68 Kontakte hergestellt werden und 61 Mädchen und Jungen kehrten tatsächlich in ihre Familien zurück.

Projekt „Talita Cumi“ – Steh auf in Huehuetenango, Guatemala

Die zehn ländlichen, überwiegend idigen bevölkerten Projektgemeinschaften liegen im Departamento Huehuetenango nahe der Grenze zu Mexiko und haben kaum Zugang zum Arbeitsmarkt, zu medizinischer Versorgung und Bildungseinrichtungen. Viele Kinder sind mangelernährt. Zahlreiche Mädchen und Jungen müssen ihren Eltern bei der Arbeit helfen und können nicht zur Schule gehen. Kinder, die mit einer Behinderung leben, Frauen und Mädchen sind gesellschaftlich stark benachteiligt. Aufgrund der prekären Situation ist innerfamiliäre Gewalt ein tägliches Phänomen.

Frühkindliche Entwicklung und Kindesschutz stehen in Huehuetenango im Mittelpunkt (Foto: Jakob Studnar)
Frühkindliche Entwicklung und Kindesschutz stehen in Huehuetenango im Mittelpunkt (Foto: Jakob Studnar)

So hat Ihre Spende geholfen:

Im Rahmen des mit der lokalen Organisation SADEGUA betreuten Projekt „Talita Cumi“ (dt.: Steh auf), das frühkindliche Entwicklung und Kindesschutz in den Mittelpunkt stellt, konnten 2 neue Kindertagesstätten errichtet und 10 weitere Kindereinrichtungen mit Lernmaterialien ausgestattet werden. Zusätzlich wurde eine kleine Küche eingerichtet, in der täglich nährstoffreiche Speisen gekocht und Rezepte weitergegeben werden, um Mangel- bzw. Fehlernährung vorzubeugen. „Aufklärungs-Workshops“ fanden statt, um Eltern auf Kinderrechte, Kindesschutz vor jeglicher Gewalt sowie gewaltfreie Erziehung zu sensibilisieren.

Projekt „Tocobamba-Tirina“ – Gemeinwesenentwicklung Tocobamba, Bolivien

Tacobamba im Südwesten Boliviens zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Das Leben der vorwiegend indigenen Bevölkerung ist von extremer Armut, dürftiger Gesundheitsversorgung, Unter-/Mangelernährung und unzureichenden Schul- bzw. Ausbildungsmöglichkeiten gekennzeichnet. Die triste Situation hat zu einer massiven Abwanderung vor allem der jungen Bevölkerung geführt, wodurch in den Gemeinden heute vorwiegend Kinder und ältere Menschen anzutreffen sind.

Die Wochenlange Regenfälle führten im Januar und Februar 2018 zu großflächigen Überschwemmungen, die mehrere Todesopfer forderten und große Teile der Ernte zerstörten. Das führte zu einer Verschärfung der ohnehin prekären Situation im Projektgebiet, unter der die Menschen noch immer leiden.

Die Kinder in Tocobamba, Bolivien, werden zahnärztlich untersucht. (Foto: KNH)
Die Kinder in Tocobamba, Bolivien, werden zahnärztlich untersucht. (Foto: KNH)

So hat Ihre Spende geholfen:

An vier Schulen wurden Spielgeräte aufgestellt und Bibliotheken eingerichtet, zudem konnten die Schul- und Aufenthaltsräume teilrenoviert werden. 71 Lehrer aus 13 Schulen erhielten eine Kinderrechte-Schulung.

Um die Ernährungssicherheit im Projektgebiet zu stabilisieren wurden 34 Gemüse-Gewächshäuser gebaut. Durch die Nutzung von einfachen „Schutzzelten“ für den Gemüseanbau kann der Ertrag nachhaltig ausgeweitet und regelmäßige, nahrhaftere Verpflegung in den Schulen gewährleistet werden. Außerdem konnten 221 Personen zahnärtzlich behandelt werden, und 1.040 Personen erhielten Mundhygieneartikel und eine Hygiene-Schulung.

Projekt „Quilombo dos Direitos“ in Buriti do Meio, São Francisco, Brasilien

Das ländliche Buriti do Meio ist einer der 8 Quilombola-Gemeinden im ostbrasilianischen Verwaltungsbezirk São Francisco. Die 180 Familien gehören zu den nach wie vor benachteiligten Nachfahren der während der portugiesischen Herrschaft geflohenen Sklaven leben unter ärmlichsten Bedingungen. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen liegt bei nur 254 Reais (ca. 84 Euro), 27% der 10- bis 17-Jährigen müssen arbeiten und 12% der Mädchen und Buben gehen gar nicht in die Schule. Die einzige öffentliche Schule, die den Kindern der Gemeinde offensteht, schnitt im nationalen Schulvergleich schlecht ab.

Lange Dürreperioden und unregelmäßige Niederschläge haben in der letzten Zeit das Leben der Landbevölkerung zusätzlich erschwert und in Buriti do Meio zu einem Wasserversorgungsproblem geführt. Wasser für die Anpflanzung von Lebensmitteln ist in Trockenzeiten nicht in ausreichendem Maß verfügbar. Reis und Bohnen sind für viele die einzigen Nahrungsmittel, was immer wieder zu Fällen von Mangelernährung bei Kindern führt.

Ein neuer Wassertank und neue Gemüsegärten sichern den Quilombola-indern gesunde und ausgewogene Ernährung in Sao Francisco, Brasilien. (Foto: KNH)
Ein neuer Wassertank und neue Gemüsegärten sichern den Quilombola-indern gesunde und ausgewogene Ernährung in Sao Francisco, Brasilien. (Foto: KNH)

So hat Ihre Spende geholfen:

Es konnte ein weiterer Wassertank mit einer Kapazität von 52.000 Litern in einer der Ortschaften der Gemeinde gebaut werden. Dieser und die bereits zwei vorhandenen Tanks ermöglichen den Anbau von eigenem Gemüse, das ungefähr 60 Familien mit frischem Salat, Kohl, Roter Beete, Möhren, Tomaten, Paprika, Zucchini und Zwiebeln versorgt. Zusätzlich wurde ein weiterer gemeinschaftlicher Gemüsegarten angelegt.

Projekt „Bildung statt Teepflücken“ in Nuwara Eliya, Sri Lanka

Die Menschen auf den Teeplantagen in Nuwara Eliya im zentralen Hochland Sri Lankas stammen fast alle aus marginalisierten tamilischen Familien. Sie leben unter der Armutsgrenze und sind von den staatlichen Sozialleistungen größtenteils ausgeschlossen. Auch das Bildungsangebot ist mehr als dürftig: Es gibt auf den Plantagen nur Grundschulen; Bücher und Lernmaterialien sind von minderer Qualität und die Lehrer schlecht ausgebildet. Die meisten Mädchen und Jungen brechen die Schule vorzeitig ab, um selbst Geld zu verdienen. Viele von ihnen verlassen ihre Familien und suchen sich Arbeit in Haushalten und Fabriken in den größeren Städten, wo sie oft nur weiterer Ausbeutung ausgesetzt sind.

Die Kinder in Nuwara Eliya, Sri Lanka, lernen statt auf der Tee-Plantage zu arbeiten. (Foto: Manfred Fesl)
Die Kinder in Nuwara Eliya, Sri Lanka, lernen statt auf der Tee-Plantage zu arbeiten. (Foto: Manfred Fesl)

So hat Ihre Spende geholfen:

Die Zahl an Kinderarbeitern konnte von 150 auf 10 gesenkt werden. Außerdem brachen im vergangenen Jahr lediglich 11 Jugendliche die Schule vorzeitig ab.

Projekt Gnanapoo Illam Schülerinnenwohnheim in Porayar, Indien

Die rund 8.000 Einwohner der Kleinstadt Porayar im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu verdienen sich ihr spärliches, meist unzureichendes Einkommen vorwiegend als Tagelöhner in der Landwirtschaft bzw. Fischfang oder als einfache Handwerker. Viele der Familien, vor allem in den umliegenden Dörfern, leben unterhalb der Armutsgrenze und können gerade ihren Grundbedarf decken. Speziell Mädchen leiden besonders unter diesen Lebensumständen und sind in ihrer persönlichen sowie gesundheitlichen Entwicklung stark beeinträchtigt. Sie erleben eine besonders starke Diskriminierung, sind häufig Gewalt ausgesetzt, werden von Bildung ausgeschlossen und als Bürde gesehen.

In Gnanapoo Illam, Indien, werden die Mädchen in all ihren Bedürfnissen und Rechten versorgt. (Foto: KNH)
In Gnanapoo Illam, Indien, werden die Mädchen in all ihren Bedürfnissen und Rechten versorgt. (Foto: KNH)

So hat Ihre Spende geholfen:

In dem vom lokalen Partner TELC geführten Schülerinnen-Wohnheim Gnanapoo Illam konnten 195 Mädchen (darunter 35 Halbwaisen) durch Kindernothilfe-Patenschaften in ihrer Entwicklung gefördert werden, 36 davon neu aufgenommen. 148 von ihnen besuchten weiterführende Schulen, während 47 bereits eine Ausbildung absolvierten. Allen Mädchen konnten neben einer ausgewogenen, gesunden Ernährung mit 3 warmen Mahlzeiten am Tag der jährliche Gesundheitscheck-Up sowie eine Zahn- und Augenuntersuchung ermöglicht werden.

Projekt Baan Doi – Kinderhaus am Schönen Berg in Mae Sai, Thailand

Die nordthailändische Stadt Mae Sai liegt an der Grenze zu Myanmar und ist somit ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für illegale Migranten und Menschenhändler. Dazu kommen die Geschäfte, die die Verbreitung des HIV-Virus beschleunigen. Dazwischen befinden sich – oft staatenlose – Kinder, die Opfer des Geschäfts mit Menschen werden oder durch die HIV-Epidemie direkt oder indirekt betroffen sind. Viele kennen ihre Eltern nicht, andere sind durch die Erkrankung und den Tod der Eltern Waisen geworden. Sie alle brauchen Unterstützung, wenn es darum geht, ein neues Zuhause zu finden, medizinische versorgt und psychologische bertreut zu werden sowie eine solide Ausbildung zu bekommen.

Im Kinderhaus am schönen Berg finden die Kinder aus Mae Sai ein neues Zuhause. (Foto: Jakob Studnar)
Im Kinderhaus am schönen Berg finden die Kinder aus Mae Sai ein neues Zuhause. (Foto: Jakob Studnar)

So hat Ihre Spende geholfen:

11 der 18 Kinder (8 Buben und 10 Mädchen) im Kinderhaus erhielten antiretrovirale Medikamente und wurden engmaschig ärztlich untersucht. Neben den regelmäßigen Gesundheits-Check-ups wurden die Kinder auch psychologisch begleitet und machten wöchentlich Yoga und Sport. Darüber hinaus genossen sie dreimal täglich gesundes und frisches Essen mit viel Obst und Gemüse.

Katastrophenhilfe nach Wirbelsturm Idai in Chimanimani und Chipinge, Simbabwe

Der Zyklon „Idai“ traf den Osten Simbabwes am 16. März 2019. Seine Auswirkungen haben das gesamte Land unvorbereitet getroffen. Gründe dafür sind u.a. der desolate Zustand des Staates und seiner Strukturen, die Währungs- und Benzinpreiskrise und die mangelhafte staatliche Katastropheninfrastruktur und –vorsorge. Schon zu Beginn des Jahres litten die Menschen in manchen Teilen Simbabwes unter Dürre, Ernteausfällen und lokalen Cholera-Epidemien. Allein durch diese Krisen war das Land bereits am Rande seiner eigenen Kapazitäten.

„Idai“ zerstörte mehr als 4.000 Häuser oder machte sie unbewohnbar und gefährdete die Lebensgrundlagen von mehr als 270.000 Menschen.

Humintäre Hilfe nach Wirbelsturm Idai, Simbabwe. (Foto: KNH Partner)
Humintäre Hilfe nach Wirbelsturm Idai, Simbabwe. (Foto: KNH Partner)

So hat Ihre Spende geholfen:

In den am schlimmsten betroffenen Gebieten Chimanimani und Chipinge konnten 5.000 kg Mehl, 1.000 kg Zucker, 500 kg Salz, 500 kg Trockenfisch, 1.000 l Öl und 500 Solarlampen im Rahmen einer unmittelbaren Humanitären Hilfsaktion verteilt werden. Außerdem wurden sofort sogenannte WASH (Wasser, sanitäre Anlagen, Hygiene) –Trainings durchgeführt. Es handelte sich dabei um Lehrworkshops, die in Naturkatastrophen essentiell sind, um die Ausbreitung von Krankheiten, die durch Keime in stehenden Gewässern entstehen, zu vermeiden.

DANKE!

Jedes Jahr unterstützen mehr als 3.600 Paten und 58.000 Spender Kinder in Not und ihre Familien in Afrika, Lateinamerika und Asien und schenken ihnen so die Chance auf eine bessere Zukunft. Durch ihre Mittel konnte auch 2019 wieder vieles erreicht werden, um Mädchen und Buben zu schützen und R[...]

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