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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

29. August 2021

E wie Ecuador

Ecuador ist einzigartig und der Inbegriff von Vielfalt. Nicht nur wegen der berühmten Galápagos-Inseln mit ihren seltenen Tieren, sondern in jeder Hinsicht. Es begeistert durch beeindruckende Landschaften, verschiedenste kulturelle Erben und Bräuche und unzählige Tier- und Pflanzenarten. Und es schockiert durch Armut und eine ausgeprägte soziale Ungleichheit. Das alles und noch viel mehr kennzeichnen das viertkleinste Land Südamerikas.

In Ecuador gibt es viel zu entdecken!
In Ecuador gibt es viel zu entdecken!

1830 wurde das Land im Nordwesten des Kontinents die eigenständige Republik Ecuador. Spanisch für Äquator, der circa 20 km nördlich der Hauptstadt Quito verläuft und für viele Besonderheiten des Landes verantwortlich ist. Unter anderem dafür, dass sich die Tageslänge im Winter und Sommer kaum unterscheidet. Die Sonne geht fast immer um 6 Uhr in der Früh auf und um 6 Uhr am Abend unter. Da die Erde um den Äquator „dicker“ ist als an den Polen gemessen, ist der Gipfel des Chimborazo, des höchsten Berges Ecuadors, der am weitesten vom Mittelpunkt der Erde entfernte Punkt. Er ist daher auch der Punkt auf der Erde, der der Sonne am nächsten liegt.

In Ecuadors gibt es drei Regionen: die Küste, die Anden mit der Hauptstadt Quito und das Amazonas-Tiefland, die sich in Klima, Vegetation, etc unterscheiden. Das knapp 284.000 km2 große Land ist mit rund 18 Millionen Menschen relativ dünn besiedelt. 60% davon ballen sich in den 15 größten Städten, wobei allein die Hälfte in dem traditionellen Wirtschaftszentrum Guayaquil und der Hauptstadt Quito leben.

Die Hauptstadt Quito ist die höchstgelegene der Welt. Aufgrund seiner Höhenlage kocht Wasser in Quito bereits bei 90° C. Sie ist auch UNESCO Weltkulturerbe und berühmt für ihre bekannten Bauwerke La Basilica del Voto Nacional und das barocke Emblem La Compania de Jesus.

Die Galápagos-Inselgruppe liegt rund 1000 km vom Festland entfernt im Pazifik. Sie besteht aus mehr als 100 Inseln, von denen nur 13 größer als 10 km2 und gar nur 5 bewohnt sind. Die Hauptinsel Isabela ist mit Abstand die größte und beheimatet gleich sechs Vulkane, unter anderem den 1707 Meter hohen Wolf. Galápagos heißt soviel wie "Wulstsattel" und kommt von den Galápagos-Schildkröten, von denen einige Arten im Nacken einen Wulst besitzen. Sie sind das erste UNESCO Weltkulturerbe (1978).

Der immer noch aktive Vulkan Cotopaxi ist mit 5987 Metern der zweithöchste Berg des Landes. Sein Name bedeutet "Hals des Mondes", da der Mond aus einem bestimmten Blickwinkel direkt hinter ihm aufgeht und er wie ein Kopf mit Hals aussieht. Der schneebedeckte Teil erinnert an einen Poncho.

Ecuador ist eines der 17 Megadiversitäts-Länder der Erde, in denen gemeinsam 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten der Welt zu finden sind. Die Küstenregion und die Galápagos-Inseln zählen außerdem zu den Regionen der Erde mit besonders vielen endemischen Pflanzen und Tieren: Arten also, die nur hier leben. Die tropischen Mangrovenwälder sind nicht wie geheimhin durch Abholzung sondern durch die Garnelenzucht bedroht. In den Anden treiben sich der seltene Bergtapir mit seinem wolligen Fell und der wegen seines hübschen rotgrauen Pelzes gejagte Andenschakal herum. Zu den südamerikanischen Kamelen, die übrigens anders als ihre asiatischen und afrikanischen Verwandeten keine Höcker haben, zählen das Lama, das Vikunja und das Alpaka. Mantelbrüllaffen, Kapuzineräffchen und Braunkopfklammeraffen findet man in den Bäumen.
1600 Vogelarten hat man in Ecuador. In seinem Wappen trägt Ecuador den Andenkondor. Er besitzt eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern. Er gehört zu den Geiern und frisst Aas. Sein Bestand ist gefährdet. Ebenfalls in den Anden lebt der Streifenkarakara. Besonders auffällig ist der Andenklippenvogel mit seinem orangeroten Gefieder. Bunt sind auch die Papageien und Tukane. Kolibris sind in 120 Arten heimisch! Zu den Küstenvögeln Ecuadors gehören die Blaufußtölpel, die tatsächlich blaue Füße besitzen. Berühmt sind auch die Darwinfinken. Diese Singvögel kommen (bis auf eine Art auf der Kokos-Insel, die zu Costa Rica gehört) nur auf den Galápagos-Inseln vor und wurden nach Charles Darwin benannt.

Ecuador ist als die Orchideenhauptstadt der Welt bekannt. Hier gibt es über 4.000 Arten dieser wunderschönen Pflanzen.Einige Arten blühen ein halbes Jahr lang, andere nur wenige Stunden lang. Einige der Blüten können sogar bis zu 100 Jahre alt werden.

Landeswährung sind US Dollar. Im Jahr 2000 kam nach einer schweren Bankenkrise mit hoher Inflation zur Dollarisierung und Abschaffung der eigenen Währung Sucre.

Spanisch ist die Amtssprache in Ecuador und für 93% Muttersprache. Je nach Region (Küste, Anden, Amazonas-Tiefland) ist ein eigener Dialekt typisch. Der der "Seseo" (c vor e und i wird wie s gesprochen, nicht wie das englische th) ist aber allen Varianten gleich. Daneben gibt es noch 65 indigene Sprachen. Die alte Sprache der Inka Quechua [Kétschua] mit seinen zahlreichen Dialekten wird noch von rund 1 Million Ecuadoriner:innen, Shuar von circa 50.000 bis 100.000 Menschen gesprochen. Die beiden "Amtssprachen für interkulturelle Beziehungen" sind Spanisch nicht gleichgestellt, ihre Bedeutung wird aber zumindest anerkannt.

Die Wirtschaft von Ecuador ist von Erdöl abhängig. Obwohl Ecuador in der Liste der Länder, die Erdöl fördern, erst an 29. Stelle steht, erwirtschaftet das Erdöl mehr als die Hälfte der Exporterlöse. Ecudaor ist Mitglied der OPEC. Daneben haben nur noch Bananen und Schnittblumen eine wirtschaftliche Bedeutung. Ecuador ist weltweit der viertgrößte Bananenproduzent. Für Schnittblumen, insbesondere Rosen, ist Ecuador der viertgrößte Exporteur der Welt. Für Kakao ist Ecuador immerhin noch siebtgrößter Produzent.

Kakao wird in Süd- und Mittelamerika seit Jahrhunderten angebaut und ist seit langem ein fester Bestandteil des nationalen und kulturellen Erbes Ecuadors, der häufig wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften und anderer medizinischer Vorteile verwendet wird. Forschungen haben ergeben, dass Schokolade hier seit fast 5.000 Jahren konsumiert wird. Jüngste Studien deuten darauf hin, dass Ecuador sogar die ursprüngliche Quelle des Kakaos sein könnte. Mit der steigenden Nachfrage nach hochwertiger Schokolade ist auch die Produktion im Lande gestiegen. Heute ist Ecuador als Produzent des hochwertigsten Kakaos der Welt anerkannt. Es ist auch einer der größten Exporteure, der bis zu 80 % der Edelkakaobohnen produziert. Trotzdem verzehrt die ecuadorianische Bevölkerung im Durchschnitt nur 300-800 Gramm Kakao pro Jahr, während in Ländern wie Deutschland 9 Kilo pro Person und Jahr verzehrt werden.

17 Millionen Menschen leben in Ecuador:
72% haben weiße und indigene Vorfahren
7,4% haben indigene, schwarze und weiße Vorfahren (Montubios: eigene Kultur mit eigener Musik und Tänzen sowie Kleidung bewahrt. Die Männer tragen traditionell Sombreros, das sind breite Strohhüte. Sie lieben Rodeos. Sie kämpften darum, als eigene Volksgruppe anerkannt zu werden, was 2001 geschah.)
7,2% haben afrikanische Vorfahren (entweder ab dem 16. Jahrhundert hierher gebrachte Sklaven oder entlaufene Sklaven, die sich vor den spanischen Kolonialherren im Hinterland versteckten / die Maroons)
7% gehören indigenen Volksgruppen an (die 2. größte von ihnen sind die Shuar, von den Spaniern als Colorados (Rot Gefärbte) bezeichnet, weil die Männer traditionell ihre Haare rot färbten. Sie sind für ihre ziemlich gruselige Betätigung,die Herstellung von Schrumpfköpfen, bekannt. Bis ins 19. Jahrhundert fertigten sie diese als Trophäen aus den Köpfen von besiegten Feinden.)
6,1% zählen zu der weißen Bevölkerung, die überwiegend spanischer Herkunft sind, aber auch von Franzosen, Italienern oder Deutschen abstammen.
Rund eine Million Ecuadorianer leben außerhalb ihres Landes, die meisten sind in die USA und nach Spanien ausgewandert.

Ecuador war das erste Land, das die Rechte der Natur in seiner Verfassung kodifizierte. Nach dem 2008 veröffentlichtem Gesetz wird die Natur nicht mehr als Eigentum behandelt, sondern es wird anerkannt, dass die Natur „das Recht hat, zu existieren, fortzubestehen, ihren Lebenszyklus zu erhalten und zu regenerieren“.

Für alle Bürger zwischen 18 und 65 Jahren besteht Wahlpflicht.

Mit der neuen Verfassung 2008 ist Schulbildung gratis und es gibt eine Schulpflicht von neun Jahren. Obwohl viele Kinder die Schule schon vorher verlassen, werden immerhin 97% der Kinder eingeschult. Die Einschulung erfolgt mit 5 Jahren. Die Grundschule umfasst eine einjährige Vorbereitung und anschließende drei Jahre. Nach der Grundschule geht es in die weiterführende Schule, das Colegio. Es umfasst zwei Zyklen von je drei Jahren (5. - 7. Klasse und 8. - 10. Klasse). Nach der 10. Klasse kann man seinen Abschluss machen. Wer noch weitere drei Jahre zur Schule geht, kann sein Abitur (Bachillerato) ablegen und dann studieren.
Noten werden in Ecuador von 1 bis 10 vergeben: 10 ist die Bestnote, eine 1 die schlechteste. Um eine Schularbeit zu bestehen, braucht man mindestens eine 7. Unterrichtet wird auf Spanisch. In den Anden wird aber auch Kichwa unterrichtet, die alte Indio-Sprache. Ansonsten ist Englisch meist die erste Fremdsprache. Alle Kinder tragen Schuluniformen.
Aufgeteilt ist das Schuljahr in zwei Halbjahre, die man hier Quimester nennt (jeweils fünf Monate lang, dazu kommen die Ferien von zwei Monaten im Jahr). Am Ende eines jeden Halbjahres gibt es ein Zeugnis.
Die Schule beginnt zwischen 7 und 8 Uhr morgens. In den meisten Schulen geht es los mit dem Morgenappell, bei dem alle auf dem Schulhof singen oder marschieren. Montags wird die Nationalhymne gesungen. Der Unterricht endet in den meisten Schulen um 14 Uhr.
Es gibt übrigens zwei Schulsysteme, das der Küste und das der Berge (Sierra). Sie unterscheiden sich in manchen Dingen. So beginnt das Schuljahr in den Bergen immer Ende September oder Anfang Oktober und dauert bis Mitte Juli des nächsten Jahres. Dann sind Ferien, wie bei uns im Juli/August. An der Küste aber beginnt das Schuljahr im April/Mai. Das erste Quimester geht bis September, dann gibt es zwei Wochen Ferien. Das zweite Quimester beginnt im Oktober und endet im Februar. März und April sind frei. Wie die Schule aussieht und wie sie ausgestattet ist, hängt sehr davon ab, wo sie steht! Denn in den Bergen gibt es oft nur kleine Schulen. Die Schüler haben weite Wege, um dorthin zu kommen. In einem Klassenraum sind dann mehrere Klassen untergebracht. Es gibt nach drei Unterrichtsstunden eine Pause von einer halben Stunde, dann folgen weitere drei Stunden Unterricht. Mittags gibt es in den Grundschulen üblicherweise ein Essen, danach gehen alle nach Hause.

Man sagt, dass die Ecuadorianer*innen fröhliche und unkomplizierte Menschen sind, mit einem chaotisches Wesen. Zumindest in den Straßen der Städte wie Quito geht es laut und manchmal unübersichtlich zu. In den Bussen steht man dicht gedrängt. Pünktlichkeit kommt eher selten vor. Die Busse haben keinen Fahrplan, sondern kommen eben oder auch nicht. Sie halten dort, wo man will – man gibt ein Handzeichen. Autos haben oft keine Anschnallgurte.

Tut mir leid, ich hatte "pico y placa"! Wenn die Einwohner*innen Ecudaors Hauptstadt Quito etwas von "Schnabel und Nummernschild" erzählen, handelt es sich nicht um eine faule Ausrede für eine Verspätung. Sondern um eine Verkehrsmaßnahme. Je nach Endziffer am Nummernschild darf man mit dem Auto im Stadtgebiet fahren oder eben nicht: in der Zeit zwischen 7-9 und 16-19.30 Uhr sind am Montag 1 und 2, am Dienstag 3 und 4 usw. dran. Wer sich nicht daran hält, dem drohen saftige Strafen. Klingt skurril, wirkt aber: das Verkehrsaufkommen konnte so um immerhin 3,5% reduziert werden.

Pünktlichkeit ist auch privat nicht angesagt. Bei Verabredungen oder sonstigen Absprachen weiß man nicht so genau, ob es auch eingehalten wird. Gelassenheit ist gefragt!

Suppen schmecken vielen Ecuadorianern schon zum Frühstück gut. Sie werden auch an Straßenständen verkauft. Traditionell gibt es mittags das größte Essen mit drei Gängen: nach einer Suppe folgt der Hauptgang, oft mit Reis, manchmal auch mit Kartoffeln als Beilage zu Fleisch oder Fisch. Zum Abschluss gibt es einen Nachtisch, zum Beispiel Dulce de Leche ("Süßes aus Milch", eine Creme aus Milch, Zucker und Vanille) oder Tres Leches ("dreimal Milch"), ein Kuchen aus drei Sorten Milch. Abends gibt es dann meist nur Brot. Gegrilltes Meerschweinchen gibt es insbesondere in den Anden zu essen und hat eine jahrhundertealte Tradition in der Region. Gebratene Larven kommen hier ebenso auf den Tisch! Ein beliebtes Getränk ist heißer Kakao. Darin tunkt man ein Stück Käse, bis es etwas geschmolzen ist, und isst es dann dazu. Kartoffeln gehören zu den Grundnahrungsmittel wie auch Kürbis, Mais und Bohnen. Sie wurden schon von den Inka angebaut.

Der 15. Geburtstag von Mädchen in Ecuador wird Quinceanera genannt. Der 16. Geburtstag mag anderswo eine größere Sache sein, aber in Ecuador ist er ein Jahr früher. In der mesoamerikanischen Kultur ist der 15. Geburtstag wie eine Volljährigkeit. In Ecuador begleitet der Vater die Tochter; es gibt einen Walzer, eine Art ersten Tanz, dann wird weiter getanzt, gegessen, noch mehr getanzt, es gibt einen "Überraschungs"-Tanz, Trinksprüche, das Anschneiden der Torte, Reden… Das ist eine große Sache!

In Ecuador zählt Silvester zu den größten Festen des Jahres. Nicht umsonst heißt es, dass hier das verrückteste Silvester der Welt gefeiert wird! Am Silvesterabend wirst Du überall auf Ecuadors Straßen menschengroße Puppen aus Holz und Papier vorfinden. Die sogenannten Munecas (Deu.: Hampelmänner) werden von den Einheimischen zu Silvester gebastelt. Meist tragen sie eine Maske, die berühmte Politiker, Schauspieler oder Sportler verköpert. Manchmal werden auch Zettel mit negativen Ereignissen des letzten Jahres in den Puppen versteckt. Um Mitternacht werden die Munecas dann verbrannt. Dieser Brauch soll böse Geister vertreiben und mit dem vergangenen Jahr abschließen. In Quito findet seit 30 Jahren ein Wettbewerb statt, bei welchem die schönste und größte Figur gekürt wird. Sowohl Privatpersonen als auch das Bürgermeisteramt oder die Feuerwehr kämpfen bei einer Parade um den Titel für die beste Figur des Jahres. Männer mit aufreizender Kleidung und Luftballonbrüsten sorgen für einen lustigen Anblick, während sie Autos anhalten und Spenden einsammeln. Sie symbolisieren die Witwen der Munecas (Puppen), welche später in der Nacht verbrannten werden. Während weiße Kerzen in den Kirchen Ecuadors das ganze Jahr über angezündet werden, wirst Du dort an Silvester vor allem blaue (für Frieden), rote (für Leidenschaft), gelbe (für Reichtum) und orange (für Intelligenz) Kerzen finden.

Made in Ecuador: Der Panama-Hut wird aus dem Stroh einer Palmenart geflochten und hat eine helle Farbe. Früher wurden die Hüte über Panama in die USA gebracht und erhielten darum einen Zoll-Stempel aus Panama. Vielleicht haben sie ihren Namen aber auch erhalten, weil die Arbeiter beim Bau des Panama-Kanals solche Hüte trugen. Und auch US-Präsident Teddy Roosevelt trug bei der Eröffnung des Panama-Kanals einen solchen Hut.

Ecuadorianische Müllwagen spielen Musik wie die Eiswagen der alten Schule. Wenn man also um 6 Uhr morgens von einer Art Spieluhr geweckt wird, braucht man sich nicht zu fragen, wer sich ein Eis holt; es ist einfach der Müllmann. Auch die Gas- und Wassertransporter spielen Musik, nur für den Fall, dass man mehr braucht.