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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

22. Januar 2021

Kleine Lerner, große Chancen

"Die Schule ist super" ist der einhellige Tenor der fünf syrischen Wildfänge, die im Kindernothilfe-Förderzentrum südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut den Vorschulunterricht besuchen. Im Rahmen eines abwechslungsreichen Lern-, Sport- und Spielprogramms werden in 3 insgesamt 1.500 Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren bestmöglich auf die Aufnahme in das staatliche Schulsystem des Libanon vorbereitet werden.

Geflohen aus Syrien oder im eigenen Land benachteiligt, bekommen die Jüngsten bei "Early Learners" südlich von Beirut eine Chance auf frühkindliche Förderung. (Foto: Ulrich Gernhardt)
Geflohen aus Syrien oder im eigenen Land benachteiligt, bekommen die Jüngsten bei "Early Learners" südlich von Beirut eine Chance auf frühkindliche Förderung. (Foto: Ulrich Gernhardt)

Aufgrund des syrischen Bürgerkrieges zog es seit 2011 mehr als zwei Millionen Schutzsuchende in den Libanon. Neben den damit verbundenen infrastrukturellen Problemen und der allgemeinen Armut mangelt es vor allem an Zukunftsperspektiven für Kinder und Erwachsene. Die ohnehin schon prekäre Situation wird durch den meist verwehrten Zugang zu einer geregelten Vorschul- und Schulausbildung zusätzlich verschärft.

In Baalchmay, Bourj el-Barajneh und Ghobeiry, drei besonders bedürftigen Gemeinden südlich der libaneischen Hauptstadt Beirut, zeigt sich dieser Misstand deutlich. Denn der Mangel an Kindergärten trifft vor allem die wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungsteile – darunter zahlreiche Flüchtlingskinder.

Early Learners

Das Bildungsprojekt „Early Learners“ des Kindernothilfepartners Connect Children Now betreut 1.500 Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. Während ihres Aufenthaltes in einem der drei Förderzentren haben die Mädchen und Buben die Möglichkeit, viele neue Dinge kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen. Außerdem werden sie im Rahmen eines abwechslungsreichen Lern-, Sport- und Spielprogramms optimal auf die Aufnahme in das staatliche Schulsystem vorbereitet. So ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Mädchen und Buben am Ende des Förderprogramms verschiedene Farben, Formen, Zahlen und Buchstaben erkennen und voneinander unterscheiden können. Dabei achtet das Projektpersonal aber stets darauf, dass der Spaß keinesfalls zu kurz kommt.

Zudem werden alle geförderten Mädchen und Buben psychologisch begleitet, damit sie die Chance haben, ihre traumatischen Erfahrungen bestmöglich zu verarbeiten. So sollen sie die Möglichkeit haben, wieder ein Stückchen kindliche Unbeschwertheit in ihren jungen Jahren zu erleben.

Um die Bedeutung einer geregelten Vorschul- und Schulausbildung sowie einer kindgerechten und gewaltfreien Erziehung innerhalb der Bevölkerung fest zu verankern, bezieht der Projektträger 750 Mütter und Väter in die Projektarbeit ein. Auch sie haben die Möglichkeit, bei Bedarf psychologisch unterstützt zu werden