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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

25. Juni 2020

Klimaschutz trotz Coronakrise

Der Süden Sambias leidet unter den Regenausfällen (Foto: KNH)
Der Klimawandel hat verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt und die globale Artenvielfalt. (Foto: KNH)

Im November diesen Jahres hätte die UN-Klimakonferenz (COP26) stattfinden sollen. Angesichts der weltweiten Coronakrise und den noch nicht absehbaren Auswirkungen, wurde sie verschoben. Eine verständliche Entscheidung, denn aktuell stellt COVID-19 ein gravierendes globales Problem dar, das Gesundheitssysteme belastet, Wirtschaftsleistungen drosselt und Bemühungen zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit untergräbt. Und die Bewältigung dieser Herausforderungen wird in den kommenden Monaten enorme gezielte innerstaatliche sowie transnationale Anstrengungen erfordern. Aber was heißt dies für jene andere, weltweit brisante Situation, der wir gegenüberstehen - die des Klimawandels? Jedenfalls nicht, dass die einzelnen Staaten durch die Verschiebung der COP26-Konferenz auf 2021 von der Verpflichtung, ihren Klimazielen nachzukommen, entbunden sind.

Das Pariser Abkommen

So wie das Coronavirus ist der Klimawandel eine wesentliche Ursache für Gesundheits- und Wohlstandseinbußen auf der ganzen Welt. Wir wissen, dass sein negativen Auswirkungen weiter zunehmen und sich überproportional auf jene Gebiete auswirken werden, die am wenigsten zum Problem der Kohlenstoffemissionen beigetragen haben. Und das mit verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt und die globale Artenvielfalt. Somit dürfen sich Klimaschutzambitionen weder aufgeschoben oder gar hinten angestellt werden, selbst wenn das weltweite COP26-Treffen von Meinungsbildnern und Klimaexperten diesen Herbst nicht stattfinden wird. Im Gegenteil, wenn die Länder die im Pariser Abkommen gemachten Versprechen erfüllen wollen, braucht es noch mehr Engagement.

Ein grüner Wandel während COVID-19-Erholung?

Obwohl die Länder mit der Eindämmung der COVID-19-Krise beschäftigt sind, dürfen wir die Notwendigkeit eines grünen Wandels nicht aus den Augen verlieren. Deshalb müssen Klimaschutzmaßnahmen im Fokus der politischen Diskussionen bleiben - und sogar Überlegungen angestellt werden, wie die Post-Pandemie-Phase, wenn sie eintritt, so gestaltet werden kann, dass sie einen grünen Wandel unterstützt.

Bei der Bekämpfung des Klimawandels werden wir unsere Arbeit im In- und Ausland nicht verlangsamen.

Frans Timmermans, Vizepräsident und Kommissar für Klimaschutz

Die Europäische Kommission hat ihre Position bereits sehr deutlich gemacht und diese Ausrichtung muss in anderen großen Volkswirtschaften der Welt Echo finden.

Unternehmen

Die Bemühungen der Regierungen zur Bekämpfung des Klimawandels müssen ein stärkeres Engagement des Privatsektors umfassen. Unternehmen spielen eine große Rolle bei der Reduzierung der CO2-Emissionen und Realisierung grüner Lösungen. Aus diesem Grund müssen nachhaltige Geschäftspraktiken im Mittelpunkt der Neuausrichtung ihrer operativen Prozesse stehen - sowohl jetzt als auch nach der Pandemie. Zudem ist es für Unternehmen grundsätzlich aus ökologischer wie auch wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, einen Beitrag zur Entschärfung des Klimawandels zu leisten. Das sogenannte nachhaltige Investieren ist seit einiger Zeit auf dem Vormarsch - und die aktuelle Krise zeigt, warum ESG-Faktoren (Umwelt, Soziales und Governance) für Großinvestoren immer wichtiger werden. Geschäftsresilienz, Kontinuitätsplanung, Engagement in der Gemeinde und Mitarbeiterrechte - all dies sind ESG-Risiken, die gemanagt werden müssen. Verantwortungsbewusste Unternehmen, die transparent hinsichtlich ihrer Praktiken sind und die Verpflichtungen gegenüber Menschen und dem Planeten ernst nehmen, profitieren davon.

Das Verständnis für die Auswirkungen kann zu Verbesserungen führen

In kürzester Zeit hat COVID-19 weltweit Schockwellen ausgelöst. Wenn es um den Klimawandel geht, sind die Risiken längerfristig, diffuser und schwerer zu quantifizieren. Dennoch bleiben sie real und volatiler als je zuvor. Zukünftige Generationen werden auf 2020 als ein Jahr zurückblicken, aus dem die Weltgemeinschaft entweder gestärkt oder schwer beschadet hervor gegangen ist. Stellen wir sicher, dass dieses Krisenjahr das Beste aus uns herausholt und wir sie nicht im Stich lassen.