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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

11. August 2020

Mein Leben seit Covid-19

Wie für viele andere hat sich auch für Nong Bae aus dem thailändischen Chiang Mai der Alltag seit Ausbruch der Corona-Pandemie schlagartig verändert. Im Gespräch erzählt die 17-Jährige, welche Auswirkungen das Virus auf ihr Leben und die Menschen in ihrer Umgebung hat.

Das Corona-Virus hat das Leben der 17jährigen Nong Bae schlagartig geändert. (Foto: Kindernothilfepartner)
Das Corona-Virus hat das Leben der 17jährigen Nong Bae schlagartig geändert. (Foto: Kindernothilfepartner)

Was weißt du über Covid-19?

Nong Bae: Ich habe online sehr viel nachgelesen, meistens auf Facebook und Instagram. Es ist eine sehr ernstzunehmende Krankheit. Im Moment gibt es keinen Impfstoff, und viele Menschen in vielen verschiedenen Ländern sind daran gestorben. Ich möchte, dass es so bald wie möglich einen Impfstoff gibt. Wenn wir diszipliniert genug bei Social Distancing sind, können wir dazu beitragen, die Zahl der Infektionen niedrig zu halten.

Aber es gibt auch sehr viele Menschen, die keinen Zugang zu diesen Informationen haben. Sie wissen nicht, wie gefährlich Corona ist und wie sie sich verhalten sollen. Wenn sich das Virus verbreitet, wissen sie nicht, wie sie sich schützen können, sodass sie einem größeren Risiko ausgesetzt sind.

Wie spürst du die Auswirkungen? Wie hat sich dein Leben seit Covid-19 verändert?

Nong Bae: Meine Schule ist geschlossen, und sie haben die Ferien verlängert. Eigentlich sollte ich dieses Jahr die High School abschließen. Aber jetzt weiß ich nicht, ob das klappen wird. Ich vermisse meine Schule, meine Lehrer und meine Freunde, denn es ist im Moment ziemlich schwierig, irgendwo hinzugehen. Ich kann mich nicht mit meinen Freunden treffen, denn wir müssen uns schützen.

Auf meine Familie hat Corona auch Auswirkungen gehabt: Meine große Schwester hat früher Blumen und Obst verkauft, aber jetzt ist es sehr gefährlich, etwas zu verkaufen, also musste sie damit aufhören. Das bedeutet, dass unsere Familie mit weniger Geld zurechtkommen muss.

Wie ist der Alltag in Chiang Mai?

Nong Bae: Das hat sich sehr verändert. Viele Menschen haben Chiang Mai verlassen, um zurück in die Bergregion Chiang Rai zu gehen. In den Bergen ist die Ansteckungsgefahr geringer als in der Großstadt. Sie fahren dann nur noch nach Chiang Mai, um Vorräte zu holen. Ich bleibe aber mit meiner Familie in Chiang Mai, weil hier unser Zuhause ist.

Aufnahme von der Bergregion Chiang Rai
Aufnahme von der Bergregion Chiang Rai