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Mädchen in Guatemala werden häufig Opfer von Missbrauch und Gewalt. (Quelle: Jakob Studnar)

Kinderprostitution: Einsatz gegen Missbrauch und Gewalt

Jedes Jahr werden mindestens zwei Millionen Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung. Nicht nur Sextourismus, sondern auch häusliche Gewalt und Missbrauch und die zahlreichen Vergewaltigungen in kriegerischen Auseinandersetzungen haben entsetzliche Auswirkungen. Sexuelle Gewalt und Ausbeutung findet dabei nicht nur in fernen Ländern, sondern auch in Europa statt. Die Kindernothilfe setzt sich in Projekten und auf politischer Ebene dafür ein, Kindesmissbrauch und Kinderprostitution zu verhindern und den Opfern behutsam zu helfen.

Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist eine Straftat!

Fast alle Staaten dieser Welt haben sich durch Ratifizierung der UN-Konvention für die Rechte des Kindes dazu verpflichtet, „Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und Missbrauch zu schützen“ (Art. 34 UN-KRK). Sie müssen alle Maßnahmen unternehmen, um zu verhindern, dass Kinder

  • „zur Beteiligung an rechtswidrigen sexuellen Handlungen verleitet oder gezwungen werden,
  • für die Prostitution oder andere rechtswidrige sexuelle Praktiken ausgebeutet werden,
  • für pornographische Darbietungen und Darstellungen ausgebeutet werden." (Art. 34).

Im Januar 2002 trat ergänzend zur UN-Kinderrechtskonvention das Zusatzprotokoll betreffend Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornographie in Kraft. 163 Staaten haben es ratifiziert und sich damit verpflichtet, ihre Maßnahmen zum Schutz des Kindes vor Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornografie auszuweiten. Das umfasst sowohl vorbeugende Maßnahmen gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen als auch die Rehabilitation von betroffenen Kindern.

Trotzdem werden jedes Jahr mindestens zwei Millionen Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung. Sie werden verschleppt, verkauft, in Bordellen gefangen gehalten und vergewaltigt. Immer mehr Länder werden zum Urlaubsziel von Reisenden, die sich ohne Angst vor Strafverfolgung an Kindern sexuell vergreifen. Eine der Hauptursachen liegt in den wirtschaftlichen und sozialen Problemen vieler Länder. Armut und das Fehlen einer Schulausbildung bringen viele Kinder dazu, ihren Körper zu verkaufen – auch an zahlungskräftige Reisende.

Doch nicht nur Sextourismus, sondern auch familiärer Kindesmissbrauch und die zahlreichen Vergewaltigungen in kriegerischen Auseinandersetzungen haben entsetzliche Auswirkungen. Seit 1949 gilt Vergewaltigung in Kriegen als Verstoß gegen das Völkerrecht.

  • Lebenslange Folgen für Kinderseelen

    Sexuelle Ausbeutung hat lebenslange Folgen für die betroffenen Kinder. Ihre körperliche, psychische, geistige, moralische und soziale Entwicklung ist durch die traumatischen Erlebnisse gestört. Sie fühlen sich minderwertig, wertlos und vielfach auch schuldig. Viele leiden unter Stigmatisierung und können nicht in ihre Familien zurückkehren. Andere flüchten sich in Drogen oder Alkohol, um den schlimmen Erfahrungen zu entgehen. Auch körperliche Folgen sind nicht selten. Viele Kinder infizieren sich mit Geschlechtskrankheiten oder HIV/Aids. Zurück ins Leben finden nur wenige, denn einen Schulabschluss haben die meisten nicht.

    Auch als Erwachsene haben diese Kinder es daher schwer. Ohne Schulabschluss können sie keine Berufsausbildung machen. Ohne Ausbildung sind die Einkommensoptionen rar. Viele bleiben daher in der Prostitution und sehen keinen Ausweg.

  • Dem Missbrauch ein Ende bereiten

    Weihnachtsaktion in Guatemala
    Therapie ist wichtig, um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

    Rehabilitationsprogramme sind eine wichtige Maßnahme in unserer Programmarbeit, um sexuell ausgebeuteten Kindern trotz ihrer Verletzungen ein möglichst normales und erfülltes Leben zu ermöglichen. Sexuelle Gewalt muss beendet werden und missbrauchte Kinder brauchen Unterstützung, um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Begleitende Bildungs- und Ausbildungsangebote sorgen dafür, dass die betroffenen Kinder eine langfristige Perspektive haben, ihr Leben eigenständig gestalten können und nicht mehr in die Prostitution abrutschen.

    Darüber hinaus müssen weltweit die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Präventionsmaßnahmen, eine effektive Strafverfolgung und ein verbesserter Schutz der Opfer sind notwendig, um sexuelle Gewalt langfristig zu bekämpfen.

  • Kinderpornografie. Das stille Verbrechen. Interview mit Lars Jorgensen

    Stairway Gründer Lars Jorgensen  mit Frau Monika Ray
    Lars Jørgensen mit seiner Frau.

    Lars Jørgensen, Direktor der philippinischen Organisation Stairways, stellte gemeinsam mit seiner Frau Monica Ray seinen Film "Red Leaves Falling" in Deutschland vor, in dem es um die sexuelle Ausbeutung von Kindern geht. Wir sprachen mit ihm über das Problem mit der Kinderpornographie.

    Interview mit Lars Jorgensen

  • ECPAT Österreich - Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung

    Ecpat Österreich ist eine nationale „Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor sexueller Ausbeutung" und vertritt die Anliegen von ECPAT International in Österreich. Als Mitglied setzt sich die Kindernothilfe Österreich noch stärker für die Bekämpfung von Kinderprostitution, Kinderpornographie und Kinderhandel ein. Details unter: www.ecpat.at

Honduras: Schutz für missbrauchte Mädchen

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Im geheimen Schutzhaus in Honduras wird missbrauchten Mädchen geholfen, Erlebtes zu verarbeiten und eine Zukunft ermöglicht.

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