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Schutz vor ausbeuterischer Kinderarbeit ist ein Kinderrecht. (Foto: Jakob Studnar)

Schutz vor Kinderarbeit in Kokosa

Im Agrarkultur geprägten Kokosa Distrikt der südäthiopischen Oromia Region leiden vor allem Kinder unter der starken Kluft zwischen arm und reich. Denn während die Mädchen und Buben der sozialen Ober- und Mittelschicht in der Regel auf staatliche Schulen geschicket werden, bleibt den meisten Töchtern und Söhnen aus armen Verhältnissen der Zugang zu Bildung verwehrt. Sie müssen arbeiten, um die Existenzgrundlage der Familie mit zu finanzieren. Vor allem von Frauen geführte Haushalte sind gezwungen, ihre Kinder als Feldarbeiter oder Dienstmädchen an fremde, reiche Familien zu verleihen, wo sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang schuften. Die Arbeit schadet nicht nur ihrer Gesundheit. Sie leiden auch unter der Trennung von ihren Familien und können ihr Recht auf Bildung und Partizipation nicht wahrnehmen. 

Das Projekt der Kindernothilfe zielt darauf ab, das Wohl von Kindern und ihren Familien in den vier Dörfern Bore-Elka, Hora-Sabu, Hebano and Bokore nachhaltig zu verbessern. Dadurch soll der Weg aus der Kinderarbeit ermöglicht und auch die weite Verbreitung von kinderrechtswidrigen Praktiken wie Zwangsverheiratungen im Kindesalter oder weibliche Genitalverstümmelung eingedämmt werden.

Verbesserung der Existenzgrundlage armer und ärmster Familien

780 von Armut betroffene Familien werden zu Maßnahmen geschult, mit denen sie sich ein Einkommen erwirtschaften können. 660 Familien mit Kindern organisieren sich in Gruppen, um gemeinsam Erwerbstätigkeiten nachzugehen. 220 widmen sich dem Aufbau einer Schaf- und Ziegenzucht, 180 starten Kleinhandelsbetriebe, 140 beschäftigen sich mit Gemüse- und 120 mit Getreideanbau.

Die Familien erhalten Geld aus einem Gemeinschaftsfonds als nötige Starthilfe, das nach erfolgreichem Anlaufen der Erwerbstätigkeit zurückgezahlt und anschließend an andere arme Familien vergeben wird. Sie werden außerdem dazu motiviert, sich in Gruppen zusammenzuschließen und gegenseitig zu unterstützen. Da die Realisierung eines Einkommens aus diesen Maßnahmen allerdings einige Zeit dauert und einige Familien sofort Unterstützung für ihre Kinder benötigen, werden 120 Mädchen und Buben aus ärmsten Verhältnissen bzw. Waisenkinder vorübergehend mit Schulmaterial und Kleidung gefördert, bis die Arbeit der Eltern ausreichend finanzielle Mittel abwirft.

Zugang zu frühkindlicher Bildung

Auf dem Gelände der staatlichen Grundschulen werden Vorschulen errichtet und ausgestattet, wobei die Gemeindemitglieder unentgeltlich ihre Arbeitskraft und lokal verfügbare Materialien beisteuern. Gemeindevertreter haben den Auftrag, Mobilisierungsarbeit zu leisten und Eltern zu überzeugen, ihre Kinder zukünftig in die neugeschaffenen Vorschulen schicken. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Vorschulen in die Verantwortung des Erziehungsministeriums übergeben und von diesem weitergeführt. So wird Kindern im Alter von 4-6 Jahren ein Zugang zu frühkindlicher Bildung ermöglicht, den es bislang nicht gibt, und der Grundstein für den Weg aus der Kinderarbeit gelegt.

Verwirklichung der Kinderrechte

Durch die Gründung von Kinderrechtsklubs an den örtlichen Schulen sollen Kinder ihre Rechte kennenlernen und diese auch einfordern können. Zusätzlich wird in jedem Dorf ein Kinderschutz-Komitee eingerichtet. Dieses hat die Aufgabe, Fälle von Kinderrechtsverletzungen an die zuständigen Behörden weiterzuleiten und von Missbrauch betroffene Kinder an soziale Einrichtungen zu vermitteln. Auf Distrikt-Ebene wird außerdem ein Kinder-Forum eingerichtet, um das Bewusstsein für Kinderrechte innerhalb der Gemeinschaft zu stärken und Strategien für die Einhaltung der Kinderrechte auf Distrikt-Ebene zu erarbeiten.

Darüber hinaus soll 250 arbeitenden Kindern die Rückkehr in ihre Familie und damit einhergehend der regelmäßige Besuch einer staatlichen Schule ermöglicht werden.

 

Projekt 60512

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