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Schule fürs Leben

Rima hört es nicht, wenn andere Kinder sprechen und lachen. Das zehnjährige Mädchen ist taub. Seit ihr Vater gestorben ist, lebt Rima mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern bei Verwandten in Jalalabad, einer der größten Städte Afghanistans. Aus Scham der Familie über ihre Beeinträchtigung wird Rima im Haus versteckt und lebt in völliger Isolation. Gemeinsam mit dem Projektpartner SERVE betreibt die Kindernothilfe eine Modellschule in Jalalabad, die gehörlose und sehbehinderte Kinder wie Rima gezielt fördert.

Schwierige Lebensbedingungen

Die angespannte Sicherheitslage prägt noch immer das Leben der Menschen in Afghanistan. Noch wesentlich schwieriger sind die Lebensbedingungen für die vielen Afghanen mit Behinderungen. Kinder mit Behinderungen bleiben oft in ihren Häusern, gehen nicht zur Schule und erhalten keine Förderungen jeglicher Art.

Für das Projekt der Kindernothilfe liegt der Schwerpunkt auf der Förderung von Kindern mit Hörbehinderungen. Allerdings werden auch blinde sowie sehbehinderte Kinder und Kinder mit geistigen sowie körperlichen Behinderungen durch das Projekt unterstützt. Ziel ist eine gesteigerte Lebensqualität für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Das wird durch Rehabilitation, Schaffung von Chancengleichheit und Integration möglich. Die Rechte der Betroffenen in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit werden durch diesen Einsatz gewahrt.

Bildung für gehörlose Kinder

In der projekteigenen Schule werden 250 gehörlose Kinder von der Vorschule bis zur 12. Klasse nach einem speziell entwickelten Lehrplan in Gebärdensprache unterrichtet. Auch Mädchen, denen während der Taliban-Herrschaft der Schulbesuch verwehrt war, können nun am Unterricht teilnehmen. Mittlerweile sind mehr als 30 Prozent der geförderten Kinder Mädchen. Neben dem Unterricht in allgemein bildenden Fächern werden auch Computerkurse angeboten. In einer eigenen Werkstatt werden berufsvorbereitende Kurse für die älteren SchülerInnen angeboten.

Foto: Kindernothilfe

In der Schule lernen Kinder und Jugendliche die Gebärdensprache.

Soweit es möglich ist, sollen aber auch über die Modellschule hinaus hörbehinderte Kinder in normale Regelschulen integriert werden. Die ProjekmitarbeiterInnen bereiten Kinder und ihre Familien darauf vor. Sie schulen Lehrerinnen und Lehrer in Gebärdensprache sowie im Umgang mit Kindern, die unter Hörbehinderungen leiden. Sie sollen die Kinder ihren Einschränkungen gemäß durch die Schulausbildung hindurch unterstützen. Die gehörlosen Kinder werden in Sonderklassen in den Schulen unterrichtet. So können zurzeit mehr als 191 gehörlose Kinder in 25 Schulen in der Umgebung von Jalalabad eine Schulausbildung absolvieren.

Unterricht zu Hause

Das Projekt erreicht auch jene Kinder, die keine Schule besuchen können. Für sie werden so genannte „deaf units“ an den Dorfschulen eingerichtet, in denen die Kinder von MitarbeiterInnen des Projekts in Gebärdensprache unterrichtet werden. Wo dieser integrative Unterricht noch nicht möglich ist, weil z. B. keine behördliche Genehmigung vorliegt, findet spezieller Unterricht für gehörlose Kinder in den Wohnhäusern statt.

Förderung für die Kleinsten

Für jüngere sehbehinderte und blinde Kinder gibt es ein Vorschulprogramm, in dem sie die Grundlagen der Brailleschrift erlernen, ihre Mobilität erhöhen und sich auf die Regelschule vorbereiten können. Zusätzlich können Kinder in einem Frühförderprogramm Alltagsfertigkeiten erlernen. Älteren sehbehinderten Kindern ist dank der Unterstützung ebenfalls der Besuch der Regelschule möglich. Sie erlernen den normalen Unterrichtsstoff gemeinsam mit den anderen Kindern. Das gelingt mithilfe spezieller Lernmethoden und Hilfsmittel, etwa Braille-Schreibmaschinen. Im vergangenen Jahr konnten durch diese Maßnahmen bereits 114 Kinder mit Sehbehinderungen gemeinsam mit Kindern ohne Beeinträchtigungen eine staatliche Schule besuchen. Besonders erfreulich ist, dass alle 114 Kinder aufgrund ihrer schulischen Leistungen den Aufstieg in die nächste Klasse schafften.

Projekt 27002

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    Eine Kinderpatenschaft ist eine ganz besondere Art zu helfen und die Welt mit nur 1 Euro pro Tag zu verändern. Als Kinderpate helfen Sie, grundlegende Bedürfnisse wie Ernährung, Gesundheit und Bildung  zu sichern und einem Kind neue Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen!

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    • Grundsätzliche Informationen über das Kind und das Kindernothilfe-Projekt, in dem es aufwächst

    • Mindestens einmal pro Jahr einen persönlichen Brief von Ihrem Patenkind

    • Einen Jahresbericht über die Fortschritte im Projekt

    • Dreimal pro Jahr kostenlos das Kindernothilfe-Magazin

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kostet die Anschaffung von Schulbüchern in Blindenschrift für ein Kind.

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