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Foto: Manfred Fesl

Selbsthilfegruppen für die Zukunft der Kinder in Tboli

In Tboli leben 65.000 Menschen, davon gehören etwa 60 % zur Volksgruppe der Tboli. Das Gebiet liegt in einer abgelegenen und bergigen Gegend, die nur sehr schlecht zugänglich ist. Viele Familien verloren im Zuge eines Umsiedlungsprogramms der Regierung einen Großteil ihres fruchtbaren Landes. Agrar- und Minengesellschaften nahmen den Platz der Tboli ein und verwandelten tausende Hektar Tboli-Land in Ananas- und Bananenplantagen oder zerstörten es durch den Abbau von Gold.

Viele Tboli-Kinder sind gezwungen zu arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen. Sie schuften im Goldabbau oder auf Plantagen und haben keine Chance auf einen Schulbesuch. Die nächste Grundschule ist ohnehin mehrere Kilometer entfernt und somit für die meisten Kinder unerreichbar.

Es gibt nur eine Gesundheitsstation; lediglich einmal im Monat kommen ein Arzt, eine Krankenschwester und eine Hebamme nach Tboli, um die Menschen zu untersuchen. Weniger als ein Viertel der Haushalte verfügt über sauberes Trinkwasser oder eine hygienische Toilette.

Darüber hinaus sind die Tbolis selten in entscheidenden Regierungspositionen vertreten, da diese hauptsächlich von nicht-indigenen Einwanderern besetzt sind, die sich kaum für die Belange der Einheimischen interessieren. 

Das Projekt

Um die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern, hat die Kindernothilfe gemeinsam mit ihrem lokalen Partner TLDFI ein Gemeinwesenentwicklungsprojekt gestartet, von dem rund 1.200 Menschen im Projektgebiet direkt profitieren.

Stärkung der Familien durch den Aufbau von Selbsthilfegruppen

Die Frauen aus den ärmsten Familien werden in 70 Selbsthilfegruppen (SHGs) organisiert und erhalten regelmäßig Beratungen und Schulungen. Sie treffen sich einmal wöchentlich, um aktuelle Herausforderungen zu besprechen und einander zu helfen. Besprochen werden beispielsweise gesundheitliche Probleme oder wie die Kinderbetreuung organisiert werden kann. So kommen auch die Familien in den abgelegensten Dörfern an alle wichtigen Informationen.

Foto: Manfred Fesl
Familien im Projekt. Foto: Manfred Fesl
 

Das Bildungsangebot für die Kinder, die medizinische Betreuung und das Lebensumfeld der Kinder werden durch die organisierten Gruppen verbessert. Diese werden intensiv geschult und gefördert. So können sie auch mit dem Aufbau von Einkommen schaffenden Maßnahmen für die Familien der Kinder beginnen. Nach fünf Jahren sind die entstandenen Selbsthilfegruppen in der Lage, sich selbständig und finanziell unabhängig zu organisieren und selbst die Entwicklung ihrer Gemeinden in die Hand zu nehmen und weiter zu verfolgen.

Zusätzlich zu den Schulungen für Selbsthilfegruppen, werden auch Workshops für Bauern angeboten. Dort erlenen sie nachhaltige Anbaumethoden, um ihre Ernteerträge steigern zu können. Durch die Pflanzung von Gummibäumen können sie bereits nach kurzer Zeit Latex produzieren und verkaufen.

Förderung der Kinderrechte

Dazu gehören Aufklärung der Bewohner über Kinderrechtsthemen (wie Kindererziehung und Schutz der Kinder vor Missbrauch und ausbeuterischer Arbeit) und die Gründung von Kinderschutzräten und Kindergruppen. Die Kinder bekommen Schulungen über Kinderrechte und allgemeine Fertigkeiten fürs Leben und beteiligen sich aktiv an Projekten und Kampagnen in ihrer Gemeinde.

Arbeitende Kinder, Schulabbrecher und Eltern, die bisher keine Chance auf Ausbildung hatten, bekommen eine alternative Schulbildung. Mindestens sechs Kindertagesstätten werden eingerichtet und genügend Vorschullehrer ausgebildet.  Alle Kinder werden regelmäßig medizinisch untersucht und erhalten Impfungen sowie vitaminreiche Zusatznahrung. Die Wasserversorgung wird verbessert und wenigstens fünf Gesundheitsstationen eingerichtet.

Projekt 29381

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