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Kinder während des Unterrichts. Foto: Andreas Wagner

Hilfe für Straßenkinder

Wie in vielen Städten Afrikas nimmt auch in Mbale die Anzahl an Straßenkindern immer weiter zu. Allen diesen Kindern ist eines gemeinsam: Sie hoffen auf ein besseres Leben auf der Straße, auf Unabhängigkeit und Frieden vor ihren Eltern und dass sie eigenes Geld verdienen können. Für die Kinder zerplatzt dieser Traum jedoch recht bald. Schnell müssen sie feststellen, dass sie auch hier von Menschen bedroht werden, dass es ihnen an Essen mangelt und sie noch dazu kein Dach über dem Kopf haben. Im Projekt der Kindernothilfe erhalten sie nun die Chance auf eine bessere Zukunft.

Mehr als die Hälfte der Straßenkinder kommt aus dem armen Stadtteil Namatala. Hier leben in erster Linie Familien, die auf der Flucht vor Aufständen im Norden Ugandas ihre Heimatdörfer verlassen haben, um in der Stadt ein neues Leben zu beginnen. Meist bestehen die Haushalte aus alleinstehenden Frauen mit Kindern. Der andere Teil der Straßenkinder stammt aus Dörfern in der ländlichen Umgebung Mbales. Viele dieser Kinder haben ihre Eltern durch AIDS verloren, andere kommen aus zerrütteten oder extrem armen Familien. Wieder andere Kinder landen auf der Straße, weil ihre Eltern die einzige Möglichkeit zum Überleben darin sehen, ihre Kinder zum Betteln auf die Straße zu schicken. Kommen diese dann ohne Geld oder Essen nach Hause, werden sie häufig von ihren Eltern bedroht und von zu Hause fortgejagt.

Rehabilitation, Schutz und Betreuung

Kinder während des Unterrichts (Quelle: Andreas Wagner)
Kinder während des Unterrichts.
 

In diesem Umfeld arbeitet unsere Partnerorganisation „Child Restoration Outreach“ (CRO). Mit ihrem Straßenkinder- und Familienunterstützungsprojekt trägt sie dazu bei, dass die Kinder wieder in ihre Familien integriert werden und dass andere Kinder gar nicht erst auf der Straße landen.

Die „streetworker“ von CRO sind Tag und Nacht auf den Straßen der Stadt unterwegs und nehmen dort erste Kontakte zu den Kindern auf. Sie sind seit langer Zeit die einzigen, die ein freundliches Wort an die Kinder richten. Wenn ein Kind sich dazu entscheidet, am Programm von CRO teilzunehmen, suchen die Mitarbeiter der Organisation nach den Angehörigen um den Kindern im Idealfall die Reintegration in ihre Familien zu ermöglichen.

Während der ersten Monate besuchen die Kinder zunächst Rehabilitationskurse im sogenannten „Drop-in Centre“. Da sie meistens schon lange Zeit nicht mehr in ihrer Familie gelebt und keine Schule besucht haben, müssen sie erst wieder an ein „geregeltes“ Leben herangeführt werden. In den Rehabilitationskursen lernen sie neben Lesen und Schreiben, Englisch und Mathematik auch Sexualkunde und nehmen an sogenannten „life skill“ Kursen teil, in denen den Kindern Werte und eine gemeinschaftliches Sozialverhalten vermittelt werden. Außerdem erhalten sie täglich ein nahrhaftes Frühstück und Mittagessen.

Ganz besonders wichtig ist die psychologische Betreuung. Hier können die Kinder offen über ihre Probleme sprechen und ihre Erlebnisse verarbeiten und fühlen sich oft das erste Mal in ihrem Leben, geliebt und angenommen.

Bildung für eine bessere Zukunft

Lehrerin in projekteigener Schule (Quelle: Andreas Wagner)
In der projekteigenen Schule werden die Kinder wieder an einen geregelten Schulalltag herangeführt.
 

Nach neun Monaten gehen die Kinder wieder regulär zur Schule oder beginnen eine Ausbildung. Außerdem kommen die Kinder weiterhin in das „Drop-in Centre“ und erhalten dort ein Mittagessen. In Kooperation mit regionalen Betrieben, werden für die älteren Kinder außerdem Berufsausbildungskurse angeboten.

Während dieser Zeit finden regelmäßige Familienbesuche durch Projektmitarbeiter statt, um über die Situation der Kinder auf dem Laufenden zu bleiben.

Familienunterstützung

Damit die Kinder bei ihren Familien bleiben können und nicht auf die Straße zurückkehren müssen, ist es sehr wichtig, dass sich die Situation in den Familien der Kinder verbessert. Die Eltern werden dabei unterstützt, Einkommen schaffende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Gründung eines kleinen Unternehmens, zu beginnen. Neben Schulungen, wie sie am besten ein Gewerbe aussuchen, das rentabel ist, erhalten sie zusätzlich Kredite, die es ihnen ermöglichen, diese Geschäftsideen auch zu verwirklichen.

Gleichzeitig werden sie ermutigt, sich in Gruppen zusammenzuschließen. Sie treffen sich einmal in der Woche und lernen gemeinsam etwas über Kinderrechte, HIV/AIDS, Familienplanung, Lesen und Schreiben, und viele weitere Dinge. Viele der Familien können nach einiger Zeit ein eigenes Einkommen erwirtschaften und sind dann in der Lage, für ihre Kinder zu sorgen und einen Beitrag zur Ausbildung ihrer Kinder zu leisten. 

Projekt 66160

 

  • Helfen Sie den Kindern mit einer Schutzpatenschaft!

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    Diese Kinderpatenschaft ist eine Schutzpatenschaft: Kinder, die besonders Schlimmes erlebt haben, brauchen einen geschützten Rahmen. Um Ihre Rechte zu wahren, können wir keine Namen und Fotos preisgeben. Bitte haben Sie Verständnis dafür.

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    • Eine Urkunde mit der Registernummer ihres Patenkindes

    • Grundsätzliche Informationen über das Kindernothilfe-Projekt, in dem es aufwächst

    • Einen Jahresbericht über die Fortschritte im Projekt

    • Dreimal pro Jahr kostenlos das Kindernothilfe-Magazin

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Ja, ich möchte das Projekt „Uganda: Hilfe für Straßenkinder“ in Uganda unterstützen mit:

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