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Bub aus Tapacari. (Foto: Jürgen Schübelin)

Rechte für die Kinder in Tapacari

Die Kommune Tapacari ist eine der drei ärmsten Boliviens. 55% der rund 25.000 Einwohner leben in extremer Armut. Die auf 3.500 bis 4.000 m Höhe liegenden Gemeinden sind von einer gebirgigen und kargen Landschaft geprägt. Ausgelaugte Böden, fehlende Bewässerung, Erosion und ungünstige klimatische Bedingungen erschweren die Landwirtschaft in der Region; zudem sind hier mittlerweile die Folgen des Klimawandels spürbar und führen zu noch geringeren und unsichereren Ernten.

Die zu geringen Erträge zwingen vor allem die junge Bevölkerung, in andere Regionen oder ins Ausland abzuwandern; darum sind in den Hochlandgemeinden heute vorwiegend Kinder und ältere Menschen anzutreffen. Sie leben in Unterkünften aus Lehmziegeln mit Bretterdächern, die mit Lehm und Stroh abgedichtet werden. Der Fußboden ist meist aus fest gestampfter Erde. Ein solches „Häuschen“ beherbergt eine ganze Familie und besteht zumeist aus zwei Räumen: einem Schlafzimmer und einem Wohn- und Lagerraum, in dem auch gekocht wird.

Am meisten leiden die Kinder

Foto: Jürgen Schübelin
Karge Landschaften prägen das Bild.
  

Die Kinder und Jugendlichen leiden am meisten unter den schweren Lebensbedingungen. Neben Mangelernährung und ihren fatalen Auswirkungen auf Gesundheit und Entwicklung der Kinder, stellen fehlende und schlechte Schul- und Ausbildungsangebote ein weiteres Problem dar.

Die Schulen verfügen meist weder über Sanitäranlagen noch über angemessene Wohnungen für die Lehrer. Die Lehrpläne und -methoden sind veraltet, autoritär und dem kulturellen Hintergrund der indigenen Bevölkerung nicht angepasst. So bleiben für viele Kinder Erfolgserlebnisse beim Lernen aus. Bei dem schlechten Lernangebot und fehlender Motivation der Familien gehen daher viele Kinder nicht zur Schule.

Die extreme Armutssituation und der damit verbundene Überlebenskampf führen auch oft dazu, dass Eltern ihren Kindern nicht ausreichend Fürsorge und Schutz entgegenbringen; im Gegenteil: Innerfamiliäre Gewalt tritt leider häufig auf und „vererbt“ sich sehr leicht auf die nächste Generation, wenn es keine Hilfestellung für die Betroffenen gibt.

Ernährung, Gesundheit und Bildung für die Kinder

Zur Beseitigung der Unterernährung insbesondere bei den Kindern, legen die Schüler und Lehrer – begleitet von umfangreichen Schulungen – Gewächshäuser und Gärten an, in denen sie für die Schulspeisung Obst und Gemüse anbauen; diese dienen dann auch als Anschauungs- und Lernobjekte zur Nachahmung für die Familien.

Die Kinder und Jugendlichen werden darin geschult, Landwirtschaft nach Nachhaltigkeitskriterien zu betreiben, so dass die Böden mehr Ertrag abwerfen und vor Erosion geschützt werden. Zur Bodenverbesserung wird in jeder Schule eine Baumschule eingerichtet und mit den dort produzierten Setzlingen jährlich eine Kampagne zur Wiederaufforstung organisiert.

Da die Regenfälle sich sehr ungleich über das Jahr verteilen, werden an den Schulen Wasserreservoirs gebaut. So erhalten die Kinder sauberes Trinkwasser und es können auch kleinere Bewässerungssysteme für die Gärten und Gewächshäuser errichtet werden.

An den Schulen werden sanitäre Anlagen geschaffen und Schulküchen eingerichtet. Sehr wichtig für die Entwicklung der jüngeren Kinder sind Spielplätze, die In Zusammenarbeit mit der Kommunalregierung an den Schulen gebaut werden. Ebenfalls mit der Kommunalregierung wird die Schaffung eines beruflichen Ausbildungszentrums für die Heranwachsenden angestrebt.

Durch Verhandlungen mit staatlichen Gesundheitseinrichtungen soll die Durchführung von jährlichen Vorsorgeuntersuchungen für die Schul- und Kindergartenkinder sichergestellt werden.

Schutz

Hier geht es darum, alle Beteiligten zu befähigen und zu motivieren, Kinder effektiv vor Gewalt zu schützen, sowie etwaige Fälle von Gewalt zu erkennen und damit umzugehen. So sollen dauerhafte Kindesschutzsysteme entstehen, in denen alle Beteiligten zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen, um aktiv Kinder vor Schaden zu bewahren.

Die Schulen erarbeiten mit Hilfe des Projekts jeweils eigene Kindesschutzrichtlinien. Auf dieser Basis können die Schülervertretungen und Lehrerschaften aktiv werden, Gewalt in der Schule verhindern und gefährdete Familien sensibilisieren und unterstützen. Zudem werden an jeder Schule Kindesschutzbeauftragte benannt, die etwaige Gewaltfälle begleiten und gegebenenfalls an die zuständigen Stellen weiterleiten bzw. zur Anzeige bringen.

Projekt 90057

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