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Viele Kinder schuften in Steinbrüchen statt in die Schule zu gehen. (Foto: Malte Pfau)

Corona verstärkt Ausbeutung von Kindern

Die Corona-Pandemie hat arbeitende Kinder und ihre Familien besonders hart getroffen und zwingt sie mehr denn je in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse.

In vielen Ländern schuften Kinder auf Mülldeponien anstatt in die Schule zu gehen. (Foto: Kindernothilfe)
In vielen Ländern schuften Kinder auf Mülldeponien ... (Foto: Kindernothilfe)

Die Corona-Pandemie droht, Millionen von Kindern und ihre Familien in ausbeuterische Verhältnisse zu treiben. Viele von Armut betroffene Mädchen und Buben arbeiten seit jeher, um ihre Familien im täglichen Überlebenskampf zu unterstützen, das eigene Schulgeld zu bezahlen oder die Behandlungskosten für ein krankes Familienmitglied zu finanzieren. Mit der Krise wurden die wenigen Lebensgrundlagen nun von heute auf morgen vollständig zerstört und der ohnehin oft erschwerte Zugang zu Bildung eingeschränkt. Experten sprechen schon jetzt von einem enormen Rückschlag, der Kinderarbeiter in ihrem Schutz, ihrer Förderung und ihrer Entwicklung um Jahrzehnte zurückwerfen wird.

Somit blicken wir auf eine ernüchternde Bilanz: Laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten derzeit 152 Millionen Kinder weltweit, rund 72 Millionen sogar unter besonders schweren, ausbeuterischen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen. Die Weltgemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit bis 2025 zu beenden. Doch nun hat die weltweite Corona-Pandemie arbeitende Kinder und ihre Familien besonders hart getroffen und so die Zielerreichung in weite Ferne gerückt. 

Oder in Steinbrüchen anstatt in die Schule zu gehen. (Foto: Malte Pfau)
... oder in Steinbrüchen anstatt in die Schule zu gehen. (Foto: Malte Pfau)

Die COVID-19-Pandemie hat das Leben und das soziale Miteinander aller Menschen weltweit umfassend verändert. Arbeitende Kinder gehören zu den am stärksten Betroffenen der durch die Pandemie ausgelösten globalen sozio-ökonomischen Krise. Bislang ist sehr wenig über die Auswirkungen von COVID-19 auf das Leben arbeitender Kinder bekannt. Um diese Lücke zu schließen, hat die Kindernothilfe 46 arbeitende Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren in sechs Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika zu ihrer Situation befragt.

„Ich mache mir Sorgen, dass ich wegen des Nahrungsmangels an Corona erkranke und verhungere“, fasst ein 15-jähriges Mädchen aus Kenia ihre Gefühlswelt zusammen. Ein Junge aus Indonesien, der vom Müllsammeln lebt, kann seine Familie nicht mehr unterstützen. Ohne Arbeit esse die Familie einfach das, was verfügbar sei, oder müsse ganz ohne Essen auskommen, bringt er zu Protokoll. Die Folgen der Corona-Pandemie sind für arbeitende Kinder, die ihre Familien finanziell unterstützen müssen, verheerend. Dabei ist der drohende Hunger nur eine von vielen negativen Folgen. Die Krise zeigt wie ein Brennglas die Probleme von arbeitenden Kindern weltweit auf. Fehlender Zugang zu Bildung, psychische Belastungen und Gewalt verwehren den Mädchen und Jungen eine Chance auf eine bessere Zukunft.

Für die Betroffenen wird es immer schwieriger, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Die Kinderrechtsexpertin Anne Jacob warnt „Viele mühsam errungenen Fortschritte auf dem Weg zur Reduzierung von Armut drohen zu verpuffen und treiben nun Millionen von Kindern und ihre Familien in ausbeuterische Verhältnisse.“


Weitere Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Kindernothilfe finden sich im Zusammenfassung der Studie.

 

 


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