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Kinder im Projekt 90070. (Foto: Kindernothilfepartner)

Gemeinsam für Kinderrechte in Bolivien

Uyuni, im Südwesten Boliviens, ist stark durch den Salz- und Lithiumabbau sowie durch den Tourismus zum nahegelegenen Salzsee Salar de Uyuni geprägt. Doch nur wenige profitieren vom Tourismus und große Teile der Bevölkerung leben in extremer Armut. Viele Kinder sind von Mangelernährung und Gewalt betroffen. Im Kindernothilfeprojekt erfahren sie, was gewaltfreie Kindheit und Kinderrechte bedeuten. Und wie sie diese auch für sich einfordern können.

Geben Sie den Mädchen und Buben die Möglichkeit, selbst an der Verbesserung ihrer Situation mitzuwirken – werden Sie Kinderpat*in!

 

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Leben im Hochland Boliviens: Der tägliche Kampf ums Überleben

Das Klima in Uyuni ist sehr trocken. Es fällt nur sehr wenig Niederschlag. Durch den Klimawandel und den Lithiumabbau, der große Mengen Wasser benötigt, wird dies noch verstärkt. Folge davon sind kleiner ausfallende Ernteerträge und sich häufende Missernten. Dadurch verschlechtert sich die Ernährungssicherheit der ohnehin schon vulnerablen Familien. Viele Eltern sind aufgrund der schwierigen Situation auf Arbeitsmigration in größere Städte oder auch in das benachbarte Chile angewiesen, um das Einkommen ihrer Familien aufzubessern. Die Kinder wachsen häufig ohne ihre leiblichen Eltern bei anderen Familienmitgliedern auf oder sind in Internaten untergebracht. Die Abwesenheit der leiblichen Eltern erhöht die Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden. 

Aber auch in Familien, in denen die Eltern anwesend sind, gehört Gewalt zum Alltag. Die Armutssituation und der damit verbundene Überlebenskampf führen immer wieder dazu, dass Eltern ihren Kindern nicht ausreichend Fürsorge und Schutz entgegenbringen. Mangelernährung bei Kindern und Schwangeren sowie auch die mangelhafte medizinische Versorgung während Schwangerschaft und Geburt erhöhen die Risiken für das Auftreten von Behinderungen bei Kindern deutlich.

 
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Bildungsmesse in der Gemeinde Coroma zum Thema Prävention von Teenagerschwangerschaften. (Foto: Kindernothilfepartner)
Bildungsmesse in der Gemeinde Coroma zum Thema Prävention von Teenagerschwangerschaften. (Foto: Kindernothilfepartner)

Kinder haben das Recht auf Bildung, Gesundheit und Ernährung

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation PASOCAP (Pastoral Social Caritas Potosí) setzen wir uns in Uyuni für die Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche, Frauen und Menschen mit Behinderung ein. Dafür ist es notwendig, einen nachhaltigen Entwicklungsprozess in Gang zu setzen, der auf der Stärkung und Umsetzung der Kinderrechte basiert. Im Projekt werden Aktivitäten im Bereich Gesundheit und Inklusion mit Maßnahmen in den Bereichen Ernährungssicherheit, Schutz vor Gewalt und Bildung verknüpft. Durch diesen breiten und ganzheitlichen Ansatz sollen Probleme auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig angegangen werden, damit sich die Situation der Familien nachhaltig verbessern kann.

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So helfen wir: umfassend und nachhaltig

Bildungsmesse zum Thema gesunde Ernährung in der Gemeinde Rio Mulato. (Foto: Kindernothilfepartner)
Bildungsmesse zum Thema gesunde Ernährung in der Gemeinde Rio Mulato. (Foto: Kindernothilfepartner)

In der Projektarbeit setzt unsere Partnerorganisation auf Weiterbildungs- und Infrastrukturmaßnahmen. Durch den Bau von Regenwassersammelbecken soll die Wasserversorgung verbessert und so die Auswirkungen des Klimawandels etwas abgemildert werden. Ergänzt wird dies durch den Bau von Schulgewächshäusern, in denen mit sehr wenig Wasseraufwand eine Vielfalt an Gemüsesorten angebaut werden kann. Die Familien werden in biologischer und klimaangepasster Landwirtschaft weitergebildet, damit sie in die Ernährung ihrer Kinder eine größere Vielfalt einbringen können und sich ihr Gesundheitszustand verbessert. 

PASOCAP arbeitet außerdem mit dem Personal in den Gesundheitsstationen zusammen, um die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern und ein Programm zur Früherkennung und Rehabilitierung vermeidbarer Behinderungen bei Kleinkindern zu etablieren.

Um den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Gewalt zu erhöhen, soll das kommunale Schutzsystem und die Zusammenarbeit mit Schulen und Gemeindeorganisationen verbessert werden. Mit den Eltern und Sorgeberechtigten führt PASOCAP Workshops zum Thema gewaltfreie Erziehung und Kinderrechtsbildung durch. So soll für das Thema sensibilisiert werden und die Akzeptanz von Gewalt abgebaut werden. Ergänzt werden diese Maßnahmen mit kommunaler Lobby- und Kampagnenarbeit, um eine Breitenwirkung zu erzielen. Auch Gemeindeorganisationen von Menschen mit Behinderung sind maßgeblich an dieser Lobbyarbeit beteiligt, denn auch sie sind häufig von Gewalt betroffen.

Schließlich soll durch die Projektarbeit auch die Bildungsqualität in den Schulen verbessert und inklusiver gestaltet werden. Dazu werden physische Zugangsbarrieren (z.B. für Kinder mit Rollstuhl) abgebaut und Lehrerinnen und Lehrer in Kursen dazu befähigt, ihre Lehrinhalte inklusiv zu gestalten, damit zukünftig mehr Kinder mit Behinderung am Unterricht teilnehmen können.

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Ja, ich werde Kinderpat*in!

Mit einer Spende sichern Sie Kindern in Bolivien ihre Rechte!

Nachhaltige Entwicklungsziele in unserer Projektarbeit vor Ort

SDG 2

Gewährleistung der Ernährungssicherheit durch den Bau von Schulgewächshäusern und Schulungen in biologischer und klimaangepasster Landwirtschaft.

SDG 3

Verbesserung der Gesundheit durch die Zusammenarbeit mit Gesundheitspersonal, um die Qualität der medizinischen Versorgung zu erhöhen und ein Programm zur Früherkennung und Rehabilitierung vermeidbarer Behinderungen bei Kleinkindern zu etablieren. 

 

 

SDG 4

Gewährleistung inklusiver, gleichberechtigter und hochwertiger Bildung durch den Abbau physischer Zugangsbarrieren und die Schulung von Lehrerinnen und Lehrern.

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Sie haben noch eine Frage zu Patenschaft oder Spende?

Lisa Stoiber und Gila Egger von der Paten- und Spenderbetreuung Kindernothilfe Österreich (Quelle: Martin Gröbner)

Lisa Stoiber oder Gila Egger helfen gerne weiter.

Telefon: 01/513 93 30

Anfrage an Paten und Spenderservice
Kindernothilfe-Projekt 90070
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