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Cindy @Kindernothilfe Österreich

Bildung für Bergarbeiterkinder

Potosí, mit seinen rund 175.000 Einwohnern, liegt auf 4.100 Meter Höhe in den bolivianischen Anden. Der Stadtkern ist von weitläufigen Armensiedlungen umgeben, in denen es keine Kanalisation und oftmals kein fließendes Wasser und Strom gibt.

Die Stadt ist seit 1545 ein Bergbauzentrum, in dem heute vor allem Zinn, Zink und Blei abgebaut werden. Viele Bewohner Potosís arbeiten für ein unterdurchschnittliches Einkommen in kleine Minen und Minen-Kooperativen, in denen gefährliche und gesundheitschädliche Arbeitsbedingungen herrschen: Hitze von 30 - 40 °C, Feuchtigkeit, schädliche Stäube und giftige Arsendämpfe, Verletzungsgefahr durch Sprengungen, Bergrutsche etc., schlechte technische Ausstattung, kaum Sicherheitsstandards.

Hanna beim Steinesammeln (Quelle: Kindernothilfe Österreich)
Viele Jugendliche müssen in der Mine arbeiten, statt die Schule zu besuchen.

Um das Überleben ihrer Familien zu sichern, sind auch Kinder und Jugendliche zur Mitarbeit in den Minen rund um den "Cerro Rico" gezwungen.

Die Bergarbeiterkinder besuchen zum Teil entweder vor oder nach ihrem oft harten Arbeitstag die Schule. Das Ausbildungsniveau der Lehrer und die Ausstattung der Schulen sind unzureichend und die Not der Familien oft so groß, dass viele der Kinder und Jugendlichen vorzeitig die Schule abbrechen. Ein Teufelskreis. Denn: Eine Berufsausbildung mit dem Ziel, irgendwann außerhalb der Bergwerke ein geregeltes Einkommen zu finden, ist ohne Schulbildung nicht möglich.

In In Potosí arbeiten – auch dank großer Anstrengungen der Kindernothilfe - erfreulicherweise immer weniger Minderjährige in den Minen. Dennoch ist die Zahl der Jugendlichen, die im Umfeld des Bergbaus rund um den „Cerro Rico“ tätig ist, nach wie vor groß. 

Projektaktivitäten

Helme @KNHÖ

Gemeinsam mit dem lokalen Partner PASOCAP (Pastoral Social Caritas Potosí - Sozialpastorale der katholischen Kirche in Potosí, Bolivien) werden im Kindernothilfe-Projekt "Yachay Mosoj" rund 300 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 25 Jahren professionell betreut und begleitet - in Räumlichkeiten gleich am Eingang der Mine, um den Mädchen und Buben jederzeit eine Anlaufstelle direkt in ihrem Umfeld zu bieten. Zusätzlich erreicht PASOCAP über die Schulen 500 weitere Kinder und Jugendliche.

Unterricht im Förderzentrum @Kindernothilfe Österreich
Eine gute Ausbildung ist der einzige Weg der Kinder aus dem Minenalltag. 

Da letztlich nur eine gute Schul- und Berufsausbildung ermöglichen kann, sich gegen die Arbeit in den Minen zu entscheiden, kommen die Mädchen und Buben an den Wochenenden zum Förder- und Nachhilfeunterricht. Die schulischen Leistungen werden eng begleitet, Lesegruppen, Ausflüge mit den Eltern, Umgang mit den neuen Medien und nach Bedarf verschiedene Therapieangebote ergänzen die Projektarbeit.

Ein weiterer wichtiger Baustein sind die didaktischen Fortbildungen für Lehrer – so können die Lernbedingungen in den Schulen selbst nachhaltig verbessert werden.

Neben der eigentlichen Schulbildung werden den Jugendlichen und auch den Eltern technische Ausbildungen wie etwa Kurse in Handyreparatur oder Nähkurse angeboten - als konkrete Möglichkeit, außerhalb der Minen ein Einkommen zu erwirtschaften.

Projekt 90031


Ja, ich möchte das Projekt „Bolivien: Bildung für Bergarbeiterkinder“ in Bolivien unterstützen mit:

bezahlen einen Lese- und Schreibkurs für acht Kinder.

finanzieren die Grundversorgung mit Medikamenten für 50 Kinder für ein Jahr.

brauchen wir zur Anlage eines Gemüsegartens, um die Ernährung der Kinder zu verbessern.

Ich spende einen anderen Betrag.

Meine Spende beträgt: 0 €