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KINDERNOTHILFE-BLOG

Wir informieren Sie über unsere Projekte und teilen Alltagsgeschichten und persönliche Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien. Ausserdem berichten wir über Themen wie Kinderarbeit, Kinderrechte und Kindesschutz sowie aktuelle Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

Viel Spaß beim Lesen!

16. Juni 2021

Rezepttipp aus Burundi

Ein typisches Gericht aus Burundi sind Rote Kidneybohnen mit Kochbananen. Denn das Grundnahrungsmittel des kleinen afrikanischen Landes bilden Bohnen, insbesondere rote Kidneybohnen, die überall wachsen. Außerdem essen Rundis sehr gerne Kochbananen. Da sie eher wie Kartoffeln, und gar nicht süß wie Bananen schmecken, kann man sie prima mit den kleinen roten Hülsenfrüchten vermischen. Lecker, nahrhaft und ganz leicht gemacht!

Existenz- und Ernährungssicherung in Burundi: Frauen bei der Nahrungszubereitung (Foto: Kindernothilfe)
Existenz- und Ernährungssicherung in Burundi: Frauen bei der Nahrungszubereitung (Foto: Kindernothilfe)
Dafür brauchen wir:

500 ml rote Kidney Bohnen getrocknet oder aus der Dose

4 Kochbananen

2 El Öl

1 Zwiebel, in Streifen

¼ Tl Salz

Cayennepfeffer

Und so wird’s gemacht:

Getrocknete Bohnen ca. 3 Stunden einweichen, dann in ca. 30 Minuten gar kochen und durch ein Sieb abgießen. Werden Bohnen aus der Dose verwendet diese durch ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abspülen.

Banane schälen und grob hacken.

Öl erhitzen und die Zwiebeln darin anbräunen. Bohnen, Bananen, Salz und Caynennepfeffer zugeben und etwa 2 Minuten unter Rühren andünsten.

4 Tassen Wasser zugeben und köcheln lassen bis die Bananen gar sind und etwa 250 ml Flüssigkeit übrig sind.

Ein typisches Gericht aus Burundi sind Rote Kidneybohnen mit Kochbananen. Denn das Grundnahrungsmittel des kleinen afrikanischen Landes bilden Bohnen, insbesondere rote Kidneybohnen, die überall wachsen. Außerdem essen Rundis sehr gerne Kochbananen. Da sie eher wie Kartoffeln, und gar nicht süß [...]

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Ein Jahr mit Corona: So geht es arbeitenden Kindern weltweit

Bereits 2020 hat die Kindernothilfe in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen eine explorative Studie über die Auswirkungen der Coronapandemie auf das Leben arbeitender Kinder und ihrer Familien durchgeführt. Wie es den arbeitenden Kindern und Jugendlichen aus Bolivien, Guatemala, Indonesien, Kenia, den Philippinen und Sambia seitdem ergangen ist, darüber haben wir mit ihnen in einer Folgebefragung gesprochen.

Stop abuse of children's work now (CESIP, Peru)
Stop abuse of children’s work now (CESIP, Peru)

Arbeitende Kinder berichten von ihren Erfahrungen nach einem Jahr COVID-19

Am schwierigsten war es, wenn meine Familie und ich nicht genug zu essen hatten. Meine Mama hatte keine Einnahmen mehr aus dem Verkauf von Quinoasaft, und mein Vater auch nicht, und ich habe sehr wenig verdient. Wir sind eine sehr große Familie.

Online-Unterricht war ein Problem, denn viele von uns hatten kein Telefon. So sind nur 30 Prozent aus meiner Klasse versetzt worden.

Alejandra, 17, aus Bolivien

Erste Ergebnisse

Kindernothilfe Kinderarbeiter*innen Studie: Ein Jahr COVID-19_Kurzfassung Seite_1
Kindernothilfe Kinderarbeiter*innen Studie: Ein Jahr COVID-19_Kurzfassung Seite_1
Kindernothilfe Kinderarbeiter*innen Studie: Ein Jahr COVID-19_Kurzfassung Seite_2
Kindernothilfe Kinderarbeiter*innen Studie: Ein Jahr COVID-19_Kurzfassung Seite_2

Kurzfassung gratis herunterladen:

https://www.kindernothilfe.at/blog/wp-content/uploads/2021/06/Kindernothilfe-KinderarbeiterInnen-Studie-Ein-Jahr-COVID-19_Kurzfassung.pdf

Bereits 2020 hat die Kindernothilfe in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen eine explorative Studie über die Auswirkungen der Coronapandemie auf das Leben arbeitender Kinder und ihrer Familien durchgeführt. Wie es den arbeitenden Kindern und Jugendlichen aus Bolivien, Guate[...]

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Das Netz ist voller Gefahren für Kinder

Im vergangenen Jahr ist die Digitalisierung stark vorangeschritten – auch mit negativen Konsequenzen. Gerade Mädchen und Buben sind im Internet zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Missbrauchsdarstellungen und sexualisierte Ausbeutung sind dabei die furchtbarsten Gewaltformen, die Kinder widerfahren. Besonders abscheulich sind Live-Übertragungen von sexualisierter Gewalt, die weltweit empfangen werden können und dadurch die Strafverfolgung erschweren. Aber gerade diese haben ein alarmierendes Ausmaß angenommen.

In unseren Partnerländern sind Kinder ebenfalls zunehmend Gefahren online ausgesetzt. (Quelle: Jakob Studnar)
In unseren Partnerländern sind Kinder ebenfalls zunehmend Gefahren online ausgesetzt. (Quelle: Jakob Studnar)

Das alltägliche Leben hat sich durch die Pandemie und ihre Folgen – Lockdowns, Schulschließungen und Reisebeschränkungen – weltweit stark verändert. Viele Lebensbereiche verlagern sich ins Internet. Nicht nur Erwachsene verbringen viel Zeit im Homeoffice, auch Kinder werden oft von Zuhause aus unterrichtet und sitzen deshalb vor den Bildschirmen. In ihrer Freizeit nutzen sie zusätzlich immer öfter soziale Medien und Online-Videospiele. Dabei sind die Kinder oftmals unbeaufsichtigt. Zudem sinkt das Alter von Kindern, die in die Online-Welt einsteigen.

Verlagerung vieler Lebensbereiche ins Internet

Die Digitalisierung bringt jedoch nicht nur Vorteile mit sich, sondern birgt auch Gefahren, vor allem für Kinder. Denn auch kriminelle Aktivitäten verlagern sich ins Netz und das weltweite Phänomen der sogenannte Cyber-Kriminalität hat im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen. Das Internet entwickelt sich immer mehr zum Schauplatz von Gewalt und immer öfter wird es für missbräuchliche Zwecke genutzt.

Online-Gewalt: Reale Gefahr für Kinder im digitalen Raum

Die Online-Gewalt, die Kinder erfahren, hat viele Formen: Zum einen die Gewalt unter den Kindern und Jugendlichen selbst (Cyber-Mobbing), zum anderen die Anbahnung sexueller Ausbeutung durch Erwachsene, die in sozialen Medien Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufnehmen (das sogenannte Grooming). Hinzu kommt die alarmierend steigende Zahl von Missbrauchsdarstellungen im Internet sowie die sexualisierte Gewalt an Kindern, die per Live-Stream übermittelt wird.

Die Digitalisierung birgt auch Gefahren – vor allem für Kinder. (Quelle: Jakob Studnar)
Die Digitalisierung birgt auch Gefahren – vor allem für Kinder. (Quelle: Jakob Studnar)

Sexualisierte Gewalt im Internet beginnt oft scheinbar harmlos. Erwachsene geben sich zum Beispiel als Kinder aus, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Sie bauen allmählich Vertrauen zu diesen Kindern auf mit dem alleinigen Ziel, ihnen sexualisierte Gewalt anzutun. Den Kontakt stellen sie über Chat-Funktionen von Online-Spielen oder soziale Medien her. Dieses Vorgehen wird als Grooming bezeichnet. Ein sehr ernstzunehmendes Problem ist auch die Darstellung sexualisierter Gewalt gegen Kinder im Internet, oft unzutreffend als Kinderpornografie bezeichnet. Diese Darstellungen waren schon vor der Pandemie sehr zahlreich und haben sich seitdem nochmals vervielfacht.

Behörden und Netzwerke melden steigende Zahlen

Verdächtiges Material aus der ganzen Welt sammelt unter anderem das halb-staatliche Nationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder (National Center for Missing and Exploited Children – NCMEC) in den USA. Nach einer Prüfung leitet es die Medien für eine Strafverfolgung an die zuständigen Stellen weiter. Für die Jahre 2020/21 registrierte NCMEC eine Steigerung der eingehenden Verdachtsmeldungen um 31 Prozent.

Sexualisierte Gewalt im Internet beginnt oft scheinbar harmlos. (Quelle: Lorenz Töpperwien)
Sexualisierte Gewalt im Internet beginnt oft scheinbar harmlos. (Quelle: Lorenz Töpperwien)

Konkret erhöhte sich die Anzahl der Reporte von 16 Mio. Meldungen im Jahr 2020 auf 21 Mio. 2021. Ein Großteil der Meldungen stammt von Facebook. Das verdeutlicht, dass sexualisierter Online-Gewalt gegen Kinder nicht nur im sogenannten Dark Web stattfindet, sondern auch und vor allem im größten sozialen Netzwerk der Welt. Das FBI schätzt, dass weltweit täglich rund 750.000 potenzielle Sexualstraftäter auf der Suche nach Kindern im Internet sind.

Gefahren für Kinder im Internet weltweit

In unseren Partnerländern sind Kinder ebenfalls zunehmend Gefahren im Internet ausgesetzt. Die Nutzung des Internets nimmt in den Ländern des globalen Südens rasant zu. Von den rund 4,13 Milliarden Internetnutzer*innen weltweit lebt der größte Anteil in Asien (49%). Südostasien ist eine der internetaffinsten Regionen der Welt, wobei die Philippinen mit durchschnittlich 10 Stunden Bildschirmzeit pro Tag die globale Liste anführen. Afrika hingegen verzeichnet mit jährlich 20 % Wachstum an Internetnutzer*innen die stärksten Wachstumsraten. Allerdings ist das gesellschaftliche Bewusstsein für die Gefahren im Internet oftmals nicht gegeben und es fehlt dabei an geeigneten Rahmenbedingungen für den Kinderschutz. Regulierende Gesetze sind entweder nicht verabschiedet oder werden nur unzureichend implementiert.

Die Kindernothilfe ermöglicht Kinderschutz-Schulungen. (Quelle: Lars Heidrich)
Die Kindernothilfe ermöglicht Kinderschutz-Schulungen. (Quelle: Lars Heidrich)

Sensibilisierung für die Gefahren im Internet als Teil von Schulunterricht – ein Projekt der Stairway Foundation auf den Phillipinen

Zahlreiche unserer Partnerorganisationen setzen sich für den Schutz von Kindern im Internet ein. Eine herausragende Partnerorganisation ist dabei die Stairways Foundation. Ein gemeinsames Projekt mit der Stairway Foundation zielt darauf, Kinder und Jugendliche präventiv für die Gefahren des Internets zu sensibilisieren. Dabei werden Schulen und andere Bildungseinrichtungen eingeschlossen. Hierzu hat Stairway Foundation ein entsprechendes Modul für den Schulunterreicht entwickelt –in Abstimmung mit dem Bildungsministerium. Ziel ist es, dieses Modul, dass Schüler:innen für die Gefahren im Internet sensibilisiert, fest im Unterricht zu verankern. Den coronabedingten Schulschließungen zur Folge hat Stairways das entsprechende Modul adaptiert, sodass es nun auch für den Fernunterricht genutzt werden kann.

Die Nutzung des Internets nimmt in den Ländern des globalen Südens rasant zu. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Die Nutzung des Internets nimmt in den Ländern des globalen Südens rasant zu. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)

Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes Pflichtenträger*innen in die Lage versetzt, Verdachtsfälle von Missbrauch schneller zu erkennen und kompetent darauf zu reagieren. Es bestärkt Lokalpolitiker*innen darin, den Schutz von Kindern durch gesetzliche Bestimmungen auf lokaler Ebene sicherzustellen.

Stairways hat vor einigen Jahren auch das regionale Netzwerk „Break the Silence“ gegründet, das mittlerweile 45 Organisationen zählt. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder beendet wird. Einige Partner von uns auf den Philippinen sind ebenfalls Teil dieses Netzwerks.

Eine effektivere Strafverfolgung fördern – die Arbeit von ECPAT Thailand

Unser Partner, ECPAT Foundation in Thailand, setzt sich ebenfalls dafür ein, sexuelle Gewalt an Kindern zu verhindern. Er arbeitet eng mit Behörden zusammen, um die gesetzlichen Grundlagen und die Strafverfolgung zu verbessern.  ECPAT schulte beispielsweise Strafverfolgungsbeamte, darunter Polizist*innen, Anwält*innen und Forensiker*innen, wie sie ordnungsgemäß bei Straftaten im Bereich der sexuellen Ausbeutung und der Missbrauchsdarstellungen von Kindern im Internet ermitteln. Sie übten mithilfe digitaler oder Computerforensik die Täter*innen und die Internetseiten, auf die Täter*innen zugreifen, zu identifizieren. Auf dem Programm stand ebenfalls, gelöschte und versteckte Dateien aufzuspüren und den Täter*innen somit besser auf die Spur zu kommen.

Auch mit dem Justizministerium arbeitete unser Projektpartner eng zusammen. So wurden mit weiteren Partnern gemeinsame Strategien für die Verwaltung und Behandlung spezifischer Missbrauchsfälle zwischen den verschiedenen thailändischen Strafverfolgungsbehörden entwickelt. Mithilfe von ECPAT entwickelte das Ministerium für Kinder und Jugendliche einen nationalen Strategieplan für den Online-Kinderschutz. Dadurch soll Missbrauch und die Ausbeutung von Kindern im Internet besser überwacht und bekämpft werden können.

Schulungen unserer Partnerorganisationen für einen besseren Schutz von Kindern im Internet

Als Kindernothilfe wollen wir unseren Partnern in ihrer Arbeit stärken. Unter anderem bieten wir ihnen und anderen interessierten Organisationen deshalb Weiterbildungen an. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Thema Kinderschutz. In unser Portfolio haben wir auch den Schutz von Kindern im Internet aufgenommen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben wir im Rahmen unserer Schulungen ein Modul zu Online-Sicherheit entwickelt und führen es derzeit mit vielen unserer Partnerorganisationen durch. Zudem unterstützen wir sie dabei, sich auf politischer Ebene – lokal, national oder international – für bessere Rahmenbedingungen stark zu machen.

* ECPAT steht für End Child Prostitution, Child Pornography & Trafficking of Children for Sexual Purposes. In Zusammenarbeit mit staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen engagiert sich die Arbeitsgemeinschaft in verschiedenen Kampagnen und Projekten zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit, der Entwicklung von Präventivmaßnahmen und der Schaffung von rechtlichen Grundlagen zum Schutz der Kinder.

Im vergangenen Jahr ist die Digitalisierung stark vorangeschritten – auch mit negativen Konsequenzen. Gerade Mädchen und Buben sind im Internet zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Missbrauchsdarstellungen und sexualisierte Ausbeutung sind dabei die furchtbarsten Gewaltformen, die Kinder widerfahren.[...]

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22. Mai 2021

Afghanistans Nationalgericht: Quabili Palau

Quabili Palau
Quabili Palau

Afghanistans Nationalgericht Quabili Palau ist wie seine Küche selbst: bunt und gesund. Die Kombination von Reis, Fleisch und frischem Gemüse mit Nüssen, Früchten und herrlichen Gewürzen sorgt für ein besonderes Geschmackserlebnis.

Zutaten:

● 500 g Basmati-Reis
● 1 kg Lammfleisch (alternativ: Huhn oder Rind)
● 250 g Zwiebel
● 500 g Möhren
● 150 g Rosinen
● 150 g Pistazien
● 150 g Mandelstifte
● 8 EL Öl
● 800 ml Wasser
● 2 TL Salz
● 1 TL Koriander gemahlen
● 1 TL Kardamon gemahlen
● 2 TL Garam Masala

Zubereitung:

● Den Reis waschen, mit Wasser bedecken und 30 Minuten einweichen.

● Lammfleisch würfelig schneiden.

● Zwiebel, schälen, hacken und in 6 EL Öl anschwitzen. Fleisch zugeben und scharf anbraten. Mit Salz, Koriander, Kardamon und Garam Masala würzen. In 800 ml Wasser kurz aufkochen und anschließend ca. 1 Stunde bei mittlerer Hitze zugedeckt garen.

● Möhren schälen, in dünne Streifen schneiden und im restlichen Öl glasig anbraten. Rosinen, Mandelstifte und Pistazien dazugeben und alles kurz anschwitzen.

● Fleisch aus dem Sud nehmen und warm stellen. Den abgetropften Reis im Sud bei mittlerer Hitze zugedeckt leicht köcheln lassen bis die Flüssigkeit ganz aufgesogen ist.

● Den Reis auf das Fleisch geben und mit der Karotten-, Rosinen-, Pistazien- und Mandelmischung garnieren.

Quabili Palau Afghanistans Nationalgericht Quabili Palau ist wie seine Küche selbst: bunt und gesund. Die Kombination von Reis, Fleisch und frischem Gemüse mit Nüssen, Früchten und herrlichen Gewürzen sorgt für ein besonderes Geschmackserlebnis. Zutaten: ● 500 g Basmati-Reis● 1 kg[...]

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21. Mai 2021

A wie Afghanistan

Afghanistan ist mehr als nur Taliban, Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Im Gegenteil: es überrascht mit erstaunlichen und wissenswerten Eigenheiten.

Afghanistan

Die Islamische Republik Afghanistan ist ein Binnenstaaten zwischen Zentral- und Südasien und grenzt an den Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan. Das knapp 653.000 km² große Land besteht zu drei Viertel aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen. Mit nur rund 38 Millionen Einwohnern ist es entsprechend dünn besiedelt.

Nirgendwo anders auf der Welt werden höhere Temperaturunterschiede gemessen als in Afghanistan: Sie reichen von -50° C bis +55° C. Denn das Klima ist von Region zu Region sehr unterschiedlich.

Nordostafghanische Provinz Panjshir ca .100km von Kabul (Foto: Sohaib Ghyasi on unsplash)
Nordostafghanische Provinz Panjshir ca .100km von Kabul (Foto: Sohaib Ghyasi on unsplash)

Afghanen oder Afghani? In Afghanistan beträgt das monatliche Durchschnittseinkommen der Afghanen rund 4.000 Afghani (40 Euro).

Die Alphabetisierungsrate in Afghanistan beträgt 38,2 %. (Stand 2020)

In Afghanistan gibt es zwei Amtssprachen: Paschto (Paschtunisch) und Dari (Dari-Persisch). Darüber hinaus werden 49 Sprachen und über 200 verschiedene Dialekte gesprochen.

Das Handy ist eines der wichtigsten Statussymbole. (Foto: Kindernothilfe)
Das Handy ist eines der wichtigsten Statussymbole. (Foto: Kindernothilfe)

Die Mobilfunkabdeckung wird auf 90% geschätzt. Im Vergleich dazu ist der Prozentsatz der Afghanen mit Zugang zu Elektrizität immer noch einer der niedrigsten weltweit. Mobiltelefone verändern das Leben und die Kultur der Afghanen. Sie sind auch Statussymbole – wenn man Geld oder Kontakte hat, kann man eine einprägsame Nummer bekommen, zum Beispiel eine mit den Buchstaben des eigenen Namens.

An unserem astronomischen Frühlingsbeginn (am 21. März) feiern die Afghan:innen Neujahr „Nawroz“.

Der Flugplatz Kandahar war früher einmal der verkehrsreichste Flugplatz der Welt. Auf nur einer Start- und Landebahn wurden 1.700 bis 5.000 Flüge pro Woche abfertigt. Außerdem errichtete die NATO ihre erste vollständige Luftverkehrskapazität in einem Nicht-NATO-Land auf dem Gelände.

Am Land wurde der Ganzkörperschleier selbst zur Zeit des Burkagebots nicht getragen, da er bei der Feldarbeit sehr hinderlich war. (Foto: Jürgen Sccheffler on pixabay)
Am Land wurde der Ganzkörperschleier selbst zur Zeit des Burkagebots nicht getragen, da er bei der Feldarbeit sehr hinderlich war. (Foto: Jürgen Sccheffler on pixabay)

Die Burka ist ein Körperschleier mit einem Gesichtsschleier, den Frauen nur in Afghanistan tragen. Das Gesicht ist komplett bedeckt außer im Augenbereich. Das Burka-Gebot ist seit dem Jahr 2001 eigentlich wieder aufgehoben. Trotzdem gibt es immer noch viele Frauen, die eine Burka tragen.

Afghanistan zählt zu den Weltführern in der Opium-Herstellung. 2020 wurden 6.300 Tonnen Mohn produziert (statista.org).

Buzkashi (oder Ziegengrabschen) ist Nationalsport. Bei dem Reitspiel treten 2 Mannschaften gegeneinander an und versuchen eine tote Ziege zu erobern. Da es kaum Regeln und auch kein offizielles Regelwerk gibt, scheint das Spiel auch meistens sehr chaotisch. So mancher Afghane würde sein Nationalspiel gerne zu einer olympischen Sportart machen.

Buzkashi wird in der Regel von 20 und mehr Spielern gespielt. Es gab aber auch schon Spiele mit mehr als 1000 Teilnehmern. Auf den Gewinner wartet hohes soziales Prestige, manchmal auch ein wertvoller Preis wie ein Pferd. (Foto: Nasim Dadfar on unsplash)
Buzkashi wird in der Regel von 20 und mehr Spielern gespielt. Es gab aber auch schon Spiele mit mehr als 1000 Teilnehmern. Auf den Gewinner wartet hohes soziales Prestige, manchmal auch ein wertvoller Preis wie ein Pferd. (Foto: Nasim Dadfar on unsplash)

Hamid Karzai war der erste demokratisch gewählte Präsident Afghanistans. 2004!

Kein anderes Land war in den letzten 10 Jahren häufiger in den Schlagzeilen.

Historiker nehmen an, dass Afghanistan bereits vor 50.000 Jahren von Menschen bewohnt wurde.

Die beiden größten Buddhas der Welt wurden als erstes in Afghanistan errichtet. Dann allerdings 2001 von den Taliban zerstört.

In Afghanistan zählt die Geburt eines Buben sehr viel mehr als die eines Mädchens. Frauen, die keine Söhne gebären, werden oft verachtet. Deshalb verkleiden sie ihre Töchter als Buben. So haben die Mädchen mehr Freiheiten und den Müttern wird mehr Respekt entgegengebracht.

Fast jeder zweite Afghane ist unter 15 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist gerade einmal 18 Jahre. (Foto: Sohaib Ghyasi on unsplash)
Fast jeder zweite Afghane ist unter 15 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist gerade einmal 18 Jahre. (Foto: Sohaib Ghyasi on unsplash)

Ein Händedruck ist die üblichste Form der Begrüßung in der afghanischen Kultur, allerdinsg nur innerhalb des eigenen Geschlechts. Manche Menschen legen auch die Hand auf ihr Herz und nicken leicht, um dem Gegenüber Respekt und Zustimmung zu zeigen.

Direkter Augenkontakt zwischen Frauen und Männern gilt als unangebracht und muss tunlichst vermieden werden.

Hochzeiten sind traditionell dreitägige, aufwendige Zeremonien, bei denen ein Ehevertrag unterzeichnet und das Paar zusammengeführt wird. Viele der Ehen werden zwischen Cousins und Cousinen geschlossen. Polygamie ist in Afghanistan grundsätzlich erlaubt, kommt aber selten vor.

Ein Gespräch oder Treffen beginnt normalerweise mit einer Tasse Tee.

Das gemeinsame Essen mit der ganzen Familie hat einen wichtigen Stellenwert. Auch Gastfreundschaft hat große Bedeutung. Selbst wenn man nur wenig hat, ist selbstverständlich, Gäste zu bewirten und mit diesen das Essen zu teilen. Traditionell isst man in Afghanistan auf einem Tischtuch am Boden. Oft aus einem Geschirr, jedenfalls immer mit der rechten Hand (denn die Linke gilt als unrein).

Quabili Palau
Quabili Palau

Das Nationalgericht Quabili Palau ist ein Reis-Lammfleisch-Kreration mit frischen Karotten, Rosinen und Nüssen, die mit den typischen Gewüzen Garam Masala, Kardamon und Koriander für ein besonderes Geschmackserlebnis sorgt.

Afghanistan ist mehr als nur Taliban, Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Im Gegenteil: es überrascht mit erstaunlichen und wissenswerten Eigenheiten. Die Islamische Republik Afghanistan ist ein Binnenstaaten zwischen Zentral- und Südasien und grenzt an den Iran, Turkmenistan, Usbekistan[...]

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